Neue Studie aus Japan: Cannabis ist keine Einstiegsdroge

Seit Jahrzehnten geistert die sogenannte „Einstiegsdrogentheorie“ durch Politik, Medien und Stammtische: Wer Cannabis konsumiert, so heißt es, steigt irgendwann automatisch auf härtere Drogen um.

Die alte Mär vom „Einstieg über Cannabis“

Neue Studie aus Japan: Cannabis ist keine Einstiegsdroge
Neue Studie aus Japan: Cannabis ist keine Einstiegsdroge

Eine neue, regierungsunterstützte Studie aus Japan rüttelt nun massiv an diesem Bild – mit Zahlen, die sich sehen lassen können. Aus Sicht eines Hanfbefürworters und Cannabisbloggers ist diese Nachricht nicht nur ein Hoffnungsschimmer, sondern eine wissenschaftlich fundierte Argumentationshilfe für die deutsche Debatte.

Die japanische Studie: Aufbau, Ergebnisse, Erkenntnisse

Größte Untersuchung ihrer Art in Japan

Die Studie wurde im Fachjournal Neuropsychopharmacology Reports veröffentlicht und basiert auf einer anonymen Online-Befragung von 3.900 Personen in Japan, die angaben, in ihrem Leben bereits Cannabis konsumiert zu haben. Unterstützt wurde die Studie sowohl von der Japanischen Klinischen Gesellschaft für Cannabinoide als auch vom Gesundheitsministerium des Landes.

Ergebnisse im Überblick

  • Cannabis wird meist erst nach Alkohol und Tabak konsumiert, was die Einstiegsdrogen-Theorie deutlich relativiert.
  • Rund die Hälfte der Befragten, die Cannabis als dritte Substanz angaben, blieb dabei und griff nie zu weiteren Drogen.
  • Die Wahrscheinlichkeit, nach dem Konsum von Cannabis andere Drogen zu probieren, war sehr gering – insbesondere bei Substanzen wie Methamphetamin.

Statistische Einordnung

Die Forscher berechneten sogenannte „Odds Ratios“ für die Wahrscheinlichkeit, nach dem Konsum von Cannabis auf andere Substanzen umzusteigen:

  • Alkohol: 1,25
  • Tabak: 0,77
  • Methamphetamin: 0,08
  • Andere illegale Drogen: 0,78

Diese Werte deuten auf eine sehr geringe bis keine kausale Verbindung zwischen Cannabis und dem Konsum weiterer Drogen hin.

Die soziale Komponente: Bildung und Umfeld statt Substanzwirkung

Die Autoren betonen, dass nicht der Konsum selbst ausschlaggebend für den „Übergang“ zu anderen Drogen sei, sondern soziale und individuelle Faktoren wie:

  • Bildungshintergrund
  • Einkommen
  • Alter
  • Gesellschaftliches Umfeld

Sie sprechen hier von der „common liability theory“: Bestimmte Menschen haben ein grundsätzlich höheres Risiko für Substanzgebrauch – unabhängig davon, womit sie anfangen.

Warum das auch für Deutschland relevant ist

Vergleichbare Muster im deutschen Konsumverhalten

Auch in Deutschland zeigen viele Studien, dass Alkohol und Tabak vor dem ersten Kontakt mit Cannabis konsumiert werden. Die Behauptung, Cannabis sei ein Einstieg in die Drogenkarriere, hält einer nüchternen Analyse nicht stand.

Repression statt Prävention?

Wie in Japan war auch in Deutschland bis vor Kurzem der Zugang zu Cannabis nur über den Schwarzmarkt möglich. Dadurch kommt es zu einer Vermischung von Konsumkreisen, bei der Cannabisnutzer auch mit anderen Substanzen in Kontakt kommen können – nicht durch die Pflanze, sondern durch die kriminellen Strukturen.

Legalisierung als Entkopplung von Schwarzmarkt und Risiko

Mit der Teillegalisierung von Cannabis in Deutschland im Jahr 2024 eröffnete sich eine neue Chance: Die Entkriminalisierung von Konsumenten und die Schaffung legaler Bezugsquellen könnte – wie in Kanada oder Kalifornien – dazu führen, dass Cannabis nicht mehr das Tor zur illegalen Szene ist, sondern eine alternative Option unter kontrollierten Bedingungen.

Internationale Studien: Cannabis als Ausstieg statt Einstieg

USA: Kein Zusammenhang mit Stimulanzien-Konsum

Eine Studie aus den USA zeigt, dass die Legalisierung von Cannabis nicht zu einem Anstieg des Konsums von Stimulanzien wie Kokain oder Methamphetamin führt. Im Gegenteil: Es gibt Anzeichen für einen sogenannten Substitutionseffekt – Menschen steigen von gefährlicheren Drogen auf Cannabis um.

APA und Gallup: Wahrnehmung von Cannabis ändert sich

Laut Umfragen der American Psychiatric Association und von Gallup halten immer mehr Menschen Cannabis für weniger gefährlich als Alkohol, Zigaretten oder Opioide – sowohl in Bezug auf Suchtpotenzial als auch auf gesundheitliche Risiken.

Junge Erwachsene: Weniger Alkohol und Tabak nach Legalisierung

Eine US-Studie von 2023 zeigt, dass junge Erwachsene nach der Legalisierung von Cannabis weniger Alkohol und Zigaretten konsumieren – ein starkes Argument gegen die Gateway-These.

Kanada: Rückgang der Bierverkäufe

Auch in Kanada wurde ein Rückgang des Bierkonsums nach Einführung legaler Cannabisangebote verzeichnet. Offenbar entscheiden sich viele Konsumenten lieber für das grüne Kraut als für Hopfen und Malz.


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Cannabis gegen die Opioidkrise? Studien sprechen dafür

Weniger Opioide durch legales Cannabis

Mehrere Studien, darunter auch eine vom US-Gesundheitsministerium, zeigen: Der Zugang zu Cannabis reduziert den Konsum verschreibungspflichtiger und nicht verschreibungspflichtiger Opioide.

Medizinisches Cannabis und Schmerztherapie

Die American Medical Association (AMA) fand heraus, dass viele Patienten mit chronischen Schmerzen Cannabis gezielt als Ersatz für Opioide und andere Medikamente nutzen – mit positiven Effekten.

Weniger Codein-Verschreibungen auf Bundesebene

Eine weitere US-Studie zeigt, dass Staaten mit legalem Cannabis deutlich weniger Codein verschreiben – ein Hinweis darauf, dass legale Alternativen tatsächlich genutzt werden.

Was bedeutet das alles für Deutschland?

Die Notwendigkeit wissenschaftsbasierter Politik

Deutschland hat mit dem Cannabisgesetz 2024 einen wichtigen Schritt getan – doch viele Mythen rund um Cannabis halten sich hartnäckig. Studien wie die aus Japan zeigen, dass es höchste Zeit für eine evidenzbasierte Drogenpolitik ist.

Legalisierung entstigmatisiert und schützt

Durch die Legalisierung wird nicht nur der Schwarzmarkt ausgetrocknet – Konsumenten werden entkriminalisiert, geschützt und besser aufgeklärt. So kann man auch vulnerablen Gruppen helfen, ohne sie in eine Ecke zu stellen.

Weitere Forschung notwendig

Die japanischen Forscher weisen selbst auf Einschränkungen hin, etwa die Selbstselektion der Teilnehmer oder den Fokus auf Lebenszeit-Konsumenten. Auch in Deutschland sollten deshalb großangelegte Bevölkerungsstudien folgen, um fundierte Aussagen treffen zu können.

Fazit: Cannabis ist kein Einstieg – sondern oft eine Alternative oder Ausstiegsdroge

Aus Sicht eines Hanffreundes ist diese Studie ein weiterer Mosaikstein im Puzzle der Aufklärung. Cannabis ist nicht die Tür zu härteren Drogen – sondern für viele Menschen die Tür zu einer sicheren, kontrollierbaren Alternative. Statt Panikmache braucht es jetzt klare Fakten, Bildung und ein System, das zwischen Genuss, Medizin und Missbrauch unterscheidet.

Quelle / Infos: https://www.marijuanamoment.net/government-backed-study-from-japan-finds-no-evidence-that-marijuana-is-a-gateway-drug/

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

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