Krone in München, gefüllt mit einem lauten und begeisterten Publikum. Man gebe nun dieses zusammen und mische es gut durch. Das Rezept klingt lecker? Ist es auch und dennoch ist leider auch in die Hauptspeise dann doch wieder eine kleine Prise Salz zuviel rein geraten. Wie schon gesagt, dass Publikum ist begeistert und geht gut mit, nur leider ein wenig zu leise abgemischt, sodass man von den Mitsingteilen selten wirklich versteht was das Publikum da singt (z.B. bei „Tyrann“ oder „Herren der Winde“). Aber ansonsten erweist sich „Kunststück“ als wirklich gutes Livealbum mit Orchester.Sehr schön ist, dass Schandmaul es gelungen ist, dass Orchester so in ihre Songs einzubauen, dass dieses wirklich gut und ergänzend wirkt und nicht als würde es irgendwie nebenher spielen. Die Songauswahl, die Schandmaul für die Platte getroffen haben, ist ebenfalls sehr stark und strotzt nur so vor starken Melodien. Schandmaul haben mit dieser Platte bei ihren Fans nach der ebenfalls sehr guten Liveplatte „Hexenkessel“ offene Türen eingetreten aber „Kunststück“ ist auch für Hörer interessant, die sich normalerweise nicht so mit Mittelaltermusik identifizieren können, denn Schandmaul zeigen auf dieser Platte wie schön diese Art der Musik sein kann.