Dieser Review enthält Spoiler für die 10. Folge der aktuellen Staffel von The Walking Dead, ausgestrahlt am 17.02.2019 in den USA unter dem Originaltitel „Omega“ und am 18.02.2019 mit dem deutschen Titel „Lydia“.

In der zehnten Episode der aktuellen Staffel von The Walking Dead erfahren wir endlich mehr über den Hintergrund von Alpha, der Anführerin der Whisperers (zu Deutsch: Flüsterer) und ihrer Tochter Lydia. Dabei verspricht Alpha, großartig gespielt von der Britin Samantha Morton, eine fantastische Antagonistin der Überlebenden um Daryl, Tara und Co abzugeben. Während die Nebenhandlung einer missglückten, nächtlichen Rettungsaktion eher unbefriedigend bleibt, ist die Dreierkonstellation von Daryl, Henry und Lydia auf der Wahrheitssuche mitsamt Flashbacks eine Erinnerung daran, was diese Serie am besten kann: Charaktere über ihre durchlebten Traumata zusammenschweißen und Spannung aufbauen, durch die Unsicherheit, wie sie in dieser Welt (über) leben und handeln sollten.

Nachts im Wald: Die Rettungsaktion

The Walking Dead Staffel 9 Episode 9 S9E10 (Folge 125) - Lydia (Omega)

The Walking Dead Staffel 9 Episode 9 S9E10 (Folge 125) – Lydia (Omega) bei SKY Ticket *

Nachdem Luke und Alden verschwunden bleiben, entscheidet sich Tara dagegen, die beiden zu suchen, und beschließt, sich in die Sicherheit von Hilltop zurückzuziehen. Das führt dazu, dass sich die verbleibenden Neuen der Gruppe um Magna nachts aufmachen, um Alden und Luke alleine zu suchen. Aber auch diese vier erkennen bald, was der Zuschauer schon lange weiß: Zu viert, alleine, im Wald, im Dunkeln, in dem nicht nur Beißer unterwegs sind, sondern auch Whisperer, ist nicht nur sinnlos, sondern auch höchst gefährlich, und so bestimmt Yumiko, dass sie die Suche nach den Vermissten bis zum nächsten Morgen aufgeben und erstmal nach Hilltop zurückkehren sollten. Doch da Kelly bei der Vorstellung, Luke im Stich zu lassen, in Tränen ausbricht, beschließt Connie, mit ihr gemeinsam weiter im Wald zu suchen, während Yumiko und Magna zusammen nach Hilltop zurückkehren.


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Vater, Mutter, Kind: Lydias Geschichte

Während die Rettungsgeschichte etwas vorhersehbar und frustrierend ist – nach über einem Jahrzehnt Zombieapokalypse sollte doch inzwischen allen Überlebenden klar sein, dass man nicht lange lebt, wenn man nachts im Dunkeln durch den Wald stolpert – liegt der Fokus der Episode zum Glück auf einem deutlich stärkeren Erzählstrang: Henry und Daryl finden durch Lydias Erzählungen endlich mehr über die Hintergrundgeschichte der Flüsterer und ihrer Anführerin Alpha heraus. Dabei benutzt Regisseur David Boyd auf clevere Weise Flashbacks, um die Unsicherheit der Erzählerin und ihres Gedächtnisses in Szene zu setzen. Die Anfangsszene etabliert dafür den Ton. In ihrer Zelle beschreibt Lydia Henry ihre Kindheit in den frühen Tagen der Apokalypse – eine kleine Gruppe von Überlebenden in Baltimore, die verzweifelt auf Rettung warten, ihr brutaler Vater mit Vollbart und wenig Geduld für die Ängste seiner Tochter. Im Gegensatz dazu die Wärme ihrer Mutter, die für Lydia singt und sie mit ihrem Tattoo amüsiert. Auf Henrys Nachfrage nur ein kurzes Bild von Lydias Vater, Blut. Nachdem Lydias Rückschau dazu führt, dass Henry ihr wichtige Informationen über Hilltop verrät, kommt Daryl auf den Plan – er hat das Gespräch belauscht, was Spannungen zwischen ‚Prinz‘ Henry und Daryl hochkommen lässt.

Doch nun hört Daryl Lydia zu – eine verletzte Seele sucht die andere. Und plötzlich wird deutlich, dass sich permanent kleine Details in den Flashbacks ändern– der Vater trägt Vollbart oder ist glatt rasiert, mal hat die Mutter das Tattoo, mal der Vater. Diese kleinen Unsicherheiten in der Darstellung unterstreichen die Unzuverlässigkeit von Lydias Erinnerung- Das Einzige, was dabei unveränderlich feststeht, ist, dass ihre Mutter alles daransetzt, um ihr Überleben zu garantieren. Dabei erkennt Daryl früh die Anzeichen, dass Lydia von ihrer Mutter misshandelt wird, und schließlich erinnert sie sich auch daran, dass ihre Mutter Lydias Vater getötet hat – eine Erinnerung, die Lydia jahrelang unterdrückt hat.

Als Daryl Lydia am Morgen Frühstück bringt, erzählt sie ihm, dass sie nicht erwartet, von ihrer Mutter gerettet zu werden – die Whisperers lassen die ihren einfach zurück. Währenddessen erreichen Yumiko und Magna Hilltop. Tara, die ihr Verschwinden längst bemerkt hat, lässt sie wissen, dass sie ihr Verhalten zwar versteht, aber ihre Heimlichkeit nicht gutheißt. Außerdem hat sie der Gruppe Wachen nachgeschickt, die auch Connie und Kelly in Sicherheit bringen sollen. Doch bevor diese Hilltop erreichen können, tauchen Alpha und ihre Whisperer vor den Toren der Gemeinschaft auf: Entgegen Lydias Erwartungen ist ihre Mutter gekommen, um ihre Tochter zurückzufordern.

Fazit: „Lydia“ ist The Walking Dead auf höchstem Niveau

Es ist eine Weile her, dass The Walking Dead eine spannende und mehrdimensionale Hintergrundgeschichte zu den Figuren der Serie geliefert hat. Das tut „Lydia“ (Originaltitel: „Omega„) nun auf höchstem Niveau. Damit ist die Folge eine starke Erinnerung daran, was The Walking Dead alles sein kann, wenn sich die Serie auf ihre Stärken besinnt, aus ihren Fehlern lernt und Neues ausprobiert. So ist es ungewöhnlich für The Walking Dead,eine Folge mit einem Flashback zu beginnen. Was bei anderen Serien inzwischen oft langweilig wird oder wie liebloses Erzählen wirkt, funktioniert an dieser Stelle ausnehmend gut, die Flashbacks etablieren die Charaktere von Lydia und ihrer Mutter und führen Letztere geschickt als Antagonistin ein.

Dass die gewagte Entscheidung, einen sechsjährigen Zeitsprung einzubauen, sich gelohnt hat, zeigen die Charaktere von Daryl und Tara. Daryl (Norman Reedus), seit der ersten Staffel ein Publikumsliebling, kommt nun, nach seiner Durststrecke in den letzten Staffeln, endlich wieder in den Vordergrund. Seine Reaktion auf Lydia, insbesondere auf ihre Misshandlung, ist glaubhaft und ehrlich gespielt – und knüpft an frühere Entwicklungen an. Währenddessen entwickelt sich Tara, gespielt von Alanna Masterson, zu einer ernst zu nehmenden Anführerin. Dabei zeigt die Entscheidung, die junge Gruppe um Magna ihre eigenen Erfahrungen und Fehler machen zu lassen auch, dass ihr Führungsstil ganz anders ist, als es der von Rick Grimes war.

Die kleine Liebesgeschichte, die sich zunehmend als Möglichkeit zwischen Lydia und Henry aufzutun scheint, ist ebenfalls ein Lichtblick. Auf jeden Fall ist es eine positive Entwicklung, dass Henry endlich durch etwas an seine neue Heimat gebunden wird. Auch ist es erfrischend, dass in der Szene, in der Lydia mit dem Hammer in der Hand mit der Entscheidung ringt, ob sie Henry vertrauen oder – im wahrsten Sinne des Wortes – ihren Weg freischlagen soll, ein echtes Gefühl von Gefahr für den ‚kleinen Prinzen‘ aufkommen kann. Das wäre in vorherigen Staffeln mit der Figur von Carl Grimes, die Henry (Matt Lintz) ja durchaus auch ersetzen soll, so sicherlich nicht möglich gewesen.

Doch der größte Hit dieser Folge ist sicherlich Samantha Morton als Alpha. Der Moment in den Flashbacks, der zeigt, wie sie sich endgültig in der Brutalität der Apokalypse verliert und den Vater ihres Kindes ohne jedes Mitgefühl tötet, fügt die Anführerin der Whisperersnahtlos als Antagonistin in den Fußstapfen von Negan oder dem Gouverneur ein. Wie sich der Showdown zwischen ihr und Tara in den nächsten Folgen weiterentwickelt und ob Lydia zu der Brutalität ihrer Mutter zurückfällt oder einen Platz in der Hilltop-Gemeinschaft für sich findet, werden die nächsten Folgen hoffentlich auf ähnlich hohem Niveau zeigen.

Hier geht es weiter mit The Walking Dead Staffel 9 Episode 11

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Autor: Hackfleisch Helge


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