2 Jahre Cannabisgesetz: DHV zieht Bilanz

Am 1. April 2026 ist das Cannabisgesetz in Deutschland genau zwei Jahre alt geworden. Für viele Konsumenten, Patienten, Anbauvereinigungen und Unternehmen der Cannabisbranche ist das ein Anlass, Bilanz zu ziehen. Der Deutsche Hanfverband, kurz DHV, hat dies mit einer ausführlichen Einschätzung getan und gleichzeitig den zweiten EKOCAN-Bericht zur Evaluation des Cannabisgesetzes kommentiert.

2 Jahre Cannabisgesetz: Was das CanG wirklich verändert hat

2 Jahre Cannabisgesetz: DHV zieht Bilanz
2 Jahre Cannabisgesetz: DHV zieht Bilanz

Die wichtigste Botschaft des Hanfverbands lautet: Das Cannabisgesetz war ein großer Schritt nach vorn, aber es bleibt unvollständig. Zwar wurden Konsumenten weitgehend entkriminalisiert, doch eine echte Legalisierung gibt es bis heute nicht. Noch immer fehlt ein regulierter Markt mit Cannabis-Fachgeschäften, kontrolliertem Großhandel und legalen Verkaufsstellen.

Gerade deshalb ist die Diskussion rund um das Cannabisgesetz auch zwei Jahre nach seinem Inkrafttreten hochaktuell. Befürworter sehen eine erfolgreiche Entkriminalisierung und weniger Schwarzmarkt. Kritiker verweisen auf steigende Beschlagnahmungen und warnen vor neuen Problemen. Doch was sagen die Fakten wirklich?

Faktenbox: Worum geht es beim Cannabisgesetz?

  • Seit dem 1. April 2024 dürfen Erwachsene in Deutschland Cannabis unter bestimmten Bedingungen besitzen.
  • Der private Eigenanbau ist erlaubt.
  • Cannabis-Anbauvereinigungen dürfen gemeinschaftlich anbauen.
  • Ein legaler Verkauf in Fachgeschäften existiert bislang nicht.
  • Das Gesetz gilt daher als Entkriminalisierung, nicht als vollständige Legalisierung.

Was ist in den vergangenen zwei Jahren passiert?

Das Cannabisgesetz der ehemaligen Ampel-Regierung hat Deutschland grundlegend verändert. Erwachsene dürfen seit 2024 bis zu 50 Gramm Cannabis zu Hause besitzen. Außerdem ist der Anbau von bis zu drei Pflanzen pro Person erlaubt. Zusätzlich dürfen Cannabis Social Clubs beziehungsweise Anbauvereinigungen Cannabis gemeinschaftlich anbauen und an ihre Mitglieder abgeben.

Für viele Menschen war dies das Ende einer jahrzehntelangen Kriminalisierung. Zuvor wurden jährlich hunderttausende Ermittlungsverfahren gegen Cannabiskonsumenten eingeleitet. Betroffen waren häufig Menschen, die niemandem geschadet hatten, aber wegen geringer Mengen Cannabis mit Polizei, Führerscheinproblemen oder sogar Gerichten konfrontiert wurden.

Nach Angaben des DHV hat das Cannabisgesetz genau hier einen entscheidenden Unterschied gemacht. Die Zahl der Strafverfahren gegen einfache Konsumenten ist deutlich zurückgegangen. Damit wurden viele Menschen entlastet, die zuvor wegen eines Joints kriminalisiert wurden.

Entkriminalisierung statt Legalisierung

Ein wichtiger Punkt wird laut Hanfverband in der öffentlichen Debatte oft falsch dargestellt. Deutschland hat Cannabis bisher nicht legalisiert. Stattdessen wurden Konsumenten weitgehend entkriminalisiert.

Der Unterschied ist entscheidend:

  • Bei einer Entkriminalisierung werden Konsumenten nicht mehr oder deutlich seltener bestraft.
  • Bei einer vollständigen Legalisierung entsteht zusätzlich ein legaler Markt.
  • Dazu gehören Fachgeschäfte, lizenzierte Produzenten, kontrollierter Großhandel und eine Besteuerung.

Deutschland befindet sich derzeit also in einer Zwischenphase. Der Konsum ist teilweise legal, der Einkauf aber oft nicht. Genau daraus ergeben sich viele Probleme.

Faktenbox: Warum ist das keine vollständige Legalisierung?

Du darfst Cannabis besitzen und anbauen. Du darfst aber nicht einfach legal in einem Geschäft einkaufen. Wer keine Pflanzen anbaut, keinem Club angehört und kein medizinisches Cannabis erhält, ist oft weiterhin auf den Schwarzmarkt angewiesen.

Warum die Entkriminalisierung trotzdem ein Erfolg ist

Auch wenn das Cannabisgesetz unvollständig ist, bewertet der DHV die Entkriminalisierung als historischen Erfolg. Jahrzehntelang galt Cannabis als Symbol einer repressiven Drogenpolitik. Die Folgen waren erheblich.

Viele Konsumenten verloren ihren Führerschein, ihre Ausbildung oder ihren Arbeitsplatz. Andere erhielten Vorstrafen, obwohl sie nur geringe Mengen Cannabis für den Eigenbedarf besessen hatten.

Die neue Gesetzeslage hat diesen Druck deutlich reduziert. Millionen Menschen müssen nicht mehr befürchten, allein wegen ihres Cannabiskonsums kriminalisiert zu werden.

Welche konkreten Vorteile das Cannabisgesetz gebracht hat

  • Weniger Strafverfahren gegen Konsumenten
  • Entlastung von Polizei und Justiz
  • Mehr Rechtssicherheit für Erwachsene
  • Legalität beim Eigenanbau
  • Neue Möglichkeiten durch Anbauvereinigungen
  • Mehr Zugang zu medizinischem Cannabis

Besonders für Menschen, die Cannabis aus gesundheitlichen Gründen verwenden, hat sich die Situation verbessert. Seit 2024 wird medizinisches Cannabis deutlich häufiger verschrieben. Viele Patienten erhalten ihre Produkte inzwischen legal über Apotheken.

Nach Angaben des DHV wurden im Jahr 2025 rund 200 Tonnen medizinisches Cannabis nach Deutschland importiert. Das zeigt, wie stark der legale Markt im medizinischen Bereich gewachsen ist.

Der EKOCAN-Bericht: Keine negativen Folgen durch das Cannabisgesetz

Parallel zum zweiten Jahrestag des Cannabisgesetzes wurde der neue EKOCAN-Bericht veröffentlicht. Dieser Bericht untersucht, welche Auswirkungen das Gesetz auf Konsum, Gesundheit und Schwarzmarkt hatte.

Die Ergebnisse sind aus Sicht des DHV eindeutig: Die befürchteten negativen Folgen sind ausgeblieben.

Kein Anstieg beim Cannabiskonsum von Jugendlichen

Ein zentrales Argument der Gegner war immer die Sorge, dass Jugendliche durch das Cannabisgesetz häufiger konsumieren würden. Genau das zeigt der EKOCAN-Bericht jedoch nicht.

Bei Jugendlichen blieb der Konsum weitgehend stabil. Es gab keinen nennenswerten Anstieg. Das ist ein wichtiger Befund, weil Kritiker immer wieder behauptet hatten, die Entkriminalisierung würde Jugendliche besonders gefährden.

Die Daten sprechen dagegen. Offenbar hat das Cannabisverbot Jugendliche auch früher nicht zuverlässig vom Konsum abgehalten.

Faktenbox: Jugendliche und Cannabis

  • Der EKOCAN-Bericht zeigt keinen deutlichen Anstieg des Konsums unter Jugendlichen.
  • Das spricht gegen die Annahme, dass eine Entkriminalisierung automatisch mehr Konsum verursacht.
  • Jugendschutz bleibt trotzdem wichtig, etwa durch Aufklärung, Prävention und Alterskontrollen.

Erwachsene konsumieren etwas häufiger, aber nicht wegen des Gesetzes

Bei Erwachsenen wurde zwar ein leichter Anstieg des Cannabiskonsums festgestellt. Dieser Trend bestand jedoch bereits vor dem Cannabisgesetz und hat sich lediglich fortgesetzt.

Der EKOCAN-Bericht sieht keinen klaren Zusammenhang zwischen dem Gesetz und dem leicht steigenden Konsum. Vielmehr zeigt sich, dass Erwachsene auch schon vorher Cannabis konsumiert haben. Der Unterschied ist heute lediglich, dass viele dies legaler und sicherer tun können.

Das ist eine wichtige Erkenntnis. Sie bedeutet, dass ein Verbot offenbar nicht dazu führt, dass weniger konsumiert wird. Stattdessen verlagert es den Konsum häufig in den illegalen Bereich.


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Warum der Schwarzmarkt trotz Cannabisgesetz noch existiert

Der DHV macht deutlich, dass Eigenanbau und Cannabis Social Clubs alleine nicht ausreichen, um den Schwarzmarkt dauerhaft zu verdrängen.

Viele Menschen möchten oder können kein Cannabis selbst anbauen. Andere haben keinen Zugang zu einem Club oder möchten sich dort nicht registrieren. Wieder andere wohnen in Regionen, in denen es noch keine Anbauvereinigung gibt.

Wer dennoch Cannabis konsumieren möchte, landet oft weiterhin beim illegalen Handel.

Die Grenzen von Eigenanbau und Cannabis-Clubs

Eigenanbau klingt in der Theorie einfach, ist in der Praxis aber für viele Menschen schwierig.

  • Der Anbau benötigt Zeit und Wissen.
  • Man braucht geeignete Räume oder einen Garten.
  • Es entstehen Kosten für Erde, Licht und Zubehör.
  • Fehler beim Anbau führen schnell zu schlechter Qualität oder Ernteausfällen.

Auch Cannabis-Clubs lösen nicht alle Probleme. Viele Vereine haben lange Wartelisten. In manchen Bundesländern wurden bisher nur wenige Anbauvereinigungen genehmigt. Besonders in Bayern ist die Zahl noch vergleichsweise gering.

Deshalb bleibt ein Teil der Nachfrage weiterhin ungedeckt. Genau an diesem Punkt fordert der DHV die Einführung von Cannabis-Fachgeschäften.

Warum Cannabis-Fachgeschäfte aus Sicht des DHV notwendig sind

Der Hanfverband argumentiert, dass Deutschland nur mit einem legalen und kontrollierten Verkauf den Schwarzmarkt wirklich zurückdrängen kann.

Ein regulierter Markt hätte mehrere Vorteile:

  • Klare Qualitätskontrollen
  • Schutz vor verunreinigtem Cannabis
  • Bessere Alterskontrollen
  • Steuereinnahmen für den Staat
  • Mehr Transparenz für Konsumenten
  • Weniger Einnahmen für kriminelle Strukturen

In Ländern wie Kanada, Uruguay oder mehreren US-Bundesstaaten gibt es bereits legale Fachgeschäfte. Dort hat sich gezeigt, dass ein regulierter Markt den Schwarzmarkt deutlich schwächen kann.

Aus Sicht vieler Experten wäre dies auch in Deutschland der logische nächste Schritt.

Praxisbeispiel: Wie Cannabis-Fachgeschäfte den Schwarzmarkt reduzieren könnten

Wenn du Cannabis legal in einem lizenzierten Geschäft kaufen könntest, müsstest du nicht mehr auf unbekannte Quellen zurückgreifen. Das Produkt wäre geprüft, sauber und korrekt deklariert. Gleichzeitig würden Steuern und Abgaben in legale Strukturen fließen statt in kriminelle Netzwerke.

Steigende Beschlagnahmungen: Boomt der Schwarzmarkt wirklich?

Ein besonders umstrittenes Thema sind die hohen Beschlagnahmungszahlen des Zolls. Polizeivertreter und einige Innenminister behaupten, der Schwarzmarkt profitiere vom Cannabisgesetz und wachse sogar.

Der DHV hält diese Schlussfolgerung jedoch für falsch oder zumindest stark verkürzt.

Die Logik des Hanfverbands lautet:

  • Der Konsum ist nicht stark gestiegen.
  • Immer mehr Menschen bauen selbst an.
  • Immer mehr Cannabis kommt legal über Apotheken.
  • Deshalb müsste der Schwarzmarkt eigentlich kleiner werden.

Warum steigen dann die Beschlagnahmungen?

Veränderte Lieferwege auf dem internationalen Schwarzmarkt

Nach Einschätzung des DHV hat sich vor allem die Herkunft des illegalen Cannabis verändert. Früher kam ein großer Teil über Spanien oder Marokko nach Deutschland. Heute stammen viele Lieferungen zunehmend aus Thailand, Kanada oder den USA.

Diese Produkte werden häufig per Luftfracht transportiert. Dadurch ist das Risiko höher, dass Zoll und Polizei die Ware entdecken.

Mehr Beschlagnahmungen bedeuten deshalb nicht automatisch, dass mehr Cannabis im Umlauf ist. Es kann auch bedeuten, dass die Transporte leichter zu finden sind.

Deutschland als Drehkreuz für Europa?

Ein weiterer Punkt ist besonders interessant: Deutschland könnte zunehmend als Zwischenstation für den europäischen Schwarzmarkt dienen.

Weil die Strafen in Deutschland seit dem Cannabisgesetz teilweise niedriger ausfallen, könnte das Land für internationale Schmuggler attraktiver geworden sein. Ware, die in deutschen Häfen oder an Flughäfen beschlagnahmt wird, war möglicherweise gar nicht für deutsche Konsumenten bestimmt.

Sie könnte ursprünglich für andere europäische Länder vorgesehen gewesen sein.

Das würde erklären, warum die Beschlagnahmungszahlen steigen, obwohl der deutsche Schwarzmarkt möglicherweise kleiner geworden ist.

Faktenbox: Warum hohe Beschlagnahmungen nicht automatisch mehr Schwarzmarkt bedeuten

  • Neue Lieferwege über Luftfracht werden häufiger entdeckt.
  • Deutschland könnte als Transitland genutzt werden.
  • Mehr Kontrollen führen oft zu mehr Funden.
  • Der tatsächliche Konsum in Deutschland ist laut EKOCAN kaum gestiegen.

Für wen ist die Debatte besonders wichtig?

Die Diskussion über das Cannabisgesetz betrifft viele unterschiedliche Gruppen.

Konsumenten

Für erwachsene Konsumenten geht es vor allem um Rechtssicherheit. Viele wünschen sich klare Regeln und einen legalen Zugang zu Cannabis ohne Schwarzmarkt.

Patienten

Menschen, die Cannabis medizinisch nutzen, profitieren bereits von besseren Zugangsmöglichkeiten. Trotzdem gibt es weiterhin Probleme, etwa bei Kostenübernahme, Verfügbarkeit und Versorgung.

Anbauvereinigungen

Cannabis Social Clubs kämpfen oft mit Bürokratie, langen Genehmigungsverfahren und regionalen Unterschieden. Viele Vereine wünschen sich weniger Hürden und mehr Unterstützung.

Politik und Behörden

Auch die Politik steht vor einer wichtigen Entscheidung. Bleibt es bei der aktuellen Entkriminalisierung oder folgt in den nächsten Jahren der nächste Schritt hin zu einer vollständigen Legalisierung?

Die rechtliche Einordnung: Wo steht Deutschland aktuell?

Rechtlich befindet sich Deutschland in einer Übergangsphase. Das Cannabisgesetz hat zwar viele Bereiche liberalisiert, gleichzeitig existieren weiterhin zahlreiche Unsicherheiten.

Beispielsweise gelten je nach Ort unterschiedliche Regeln für den Konsum. In der Nähe von Schulen, Kindergärten, Spielplätzen oder Fußgängerzonen ist der Konsum teilweise weiterhin verboten.

Auch beim Autofahren bleibt die Rechtslage kompliziert. Zwar wurden neue Grenzwerte eingeführt, doch viele Konsumenten sind unsicher, wann sie nach dem Konsum wieder fahren dürfen.

Dazu kommen Unterschiede zwischen den Bundesländern. Manche Behörden gehen liberaler mit dem Cannabisgesetz um, andere deutlich strenger.

Gerade deshalb fordern viele Experten einfachere und bundesweit einheitliche Regeln.

Medizinische Chancen und Grenzen von Cannabis

Die Debatte über das Cannabisgesetz darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Cannabis auch Risiken und Grenzen hat.

Medizinisch kann Cannabis hilfreich sein, etwa bei:

  • Chronischen Schmerzen
  • Spastiken bei Multipler Sklerose
  • Übelkeit während einer Chemotherapie
  • Appetitlosigkeit
  • Bestimmten Schlafstörungen

Allerdings ist Cannabis kein Wundermittel. Nicht jede Erkrankung spricht darauf an. Außerdem kann es Nebenwirkungen geben, zum Beispiel:

  • Müdigkeit
  • Schwindel
  • Konzentrationsprobleme
  • Angstgefühle
  • Psychische Belastungen bei empfindlichen Personen

Vor allem Jugendliche und Menschen mit psychischen Vorerkrankungen sollten vorsichtig sein. Auch deshalb bleiben Aufklärung und Prävention weiterhin wichtig.

Wichtig:

Cannabis ist nicht harmlos, aber auch nicht so gefährlich, wie es jahrzehntelang dargestellt wurde. Ein verantwortungsvoller Umgang, klare Regeln und ehrliche Aufklärung sind entscheidend.

Einordnung: Warum viele eine vollständige Legalisierung fordern

Nach zwei Jahren Cannabisgesetz zeigt sich aus Sicht vieler Beobachter deutlich: Die Entkriminalisierung war notwendig, reicht aber nicht aus.

Solange es keine legalen Verkaufsstellen gibt, bleibt der Schwarzmarkt bestehen. Solange Konsumenten keinen einfachen und legalen Zugang haben, profitieren kriminelle Anbieter weiter.

Deshalb fordern der DHV und viele Menschen aus der Cannabisbranche eine vollständige Legalisierung weltweit. Gemeint ist damit ein regulierter Markt mit klaren Regeln, Jugendschutz, Qualitätskontrollen und legalen Fachgeschäften.

Aus dieser Perspektive ist das Cannabisgesetz nur ein erster Schritt. Es hat gezeigt, dass die schlimmsten Befürchtungen nicht eingetreten sind. Jugendliche konsumieren nicht deutlich mehr, die Gesellschaft ist nicht zusammengebrochen und die Kriminalisierung vieler Menschen wurde beendet.

Nun geht es um die Frage, ob Deutschland den nächsten Schritt wagt.

Fazit: Zwei Jahre Cannabisgesetz sind erst der Anfang

Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Cannabisgesetzes fällt die Bilanz gemischt, aber insgesamt positiv aus. Die Entkriminalisierung war ein wichtiger und überfälliger Schritt. Weniger Strafverfahren, mehr Eigenanbau und ein wachsender Zugang zu medizinischem Cannabis zeigen, dass sich bereits viel verändert hat.

Gleichzeitig bleibt das Gesetz unvollständig. Ohne Cannabis-Fachgeschäfte und einen regulierten Markt wird der Schwarzmarkt weiter bestehen. Die aktuellen Daten des EKOCAN-Berichts sprechen dafür, dass die Reform keine gravierenden negativen Folgen hatte. Stattdessen zeigt sich, dass Verbote den Konsum kaum verhindern, sondern häufig nur in die Illegalität verschieben.

Die kommenden Jahre werden deshalb entscheidend sein. Entweder bleibt Deutschland auf halbem Weg stehen oder das Cannabisgesetz entwickelt sich zu einer echten Legalisierung mit legalem Handel, besserem Verbraucherschutz und einem weiteren Rückgang des Schwarzmarkts.

Kurze Zusammenfassung

Das Cannabisgesetz hat in den vergangenen zwei Jahren vor allem die Entkriminalisierung von Konsumenten erreicht. Der EKOCAN-Bericht zeigt keine gravierenden negativen Folgen. Der Schwarzmarkt wurde teilweise zurückgedrängt, existiert aber weiterhin, weil legale Fachgeschäfte fehlen. Viele Experten und der Deutsche Hanfverband sehen deshalb eine vollständige Legalisierung als nächsten logischen Schritt.

Quellen / Infos: https://hanfverband.de/2-jahre-cannabisgesetz-hanfverband-zieht-bilanz

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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele

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