25 Jahre Bandgeschichte, 11 Headliner Welttourneen, über 5 Millionen verkaufte Tonträger und dabei weltweit 14 Gold- und 6 Platin-Awards abgesahnt. Helloween feiern Jubiläum und nach 14 Studioalben tun sie das am Besten mit einem 15.

Helloween – Unarmed [Best-Of 25th Anniversary]

Helloween - Unarmed

Helloween – Unarmed

Der Best-Of Longplayer „Unarmed“ bietet die größten Hits komplett neu arrangiert in neuer, außergewöhnlicher Verkleidung. Und dafür wurde an keiner Ecke gespart. Songs wie „Dr. Stein“, „Forever & One“, oder „Fallen To Pieces“ wurden mit Unterstützung von diversen Gastmusikern regelrecht „umgebaut“. So hört man auf „Unarmed“ das 70 Mann starke Prager Symphonieorchester, die Chöre der Gregorian Sänger, die Hellsongs Sängerin Harriet Ohlsson, den Pianisten Matthias Ulmer uvm.

Garantiert wird dabei, dass beim Hörern der Songs oft zunächst nicht ganz klar wird, um was für einen Klassiker es sich überhaupt handelt. Bestes Beispiel „Eagle Fly Free“. Aus dem schön heavigem Power Metal-Ohrwurm wurde eine softe Ballade, mit weiblicher Begleitstimme, allein die Gesangsspuren sind erhalten geblieben. Metal? Gibts nicht. Eher klingt das neue Arrangement fast wie ein Kinderlied.

„The Keeper's Trilogy“ ist ein 17-minütiges Medley aus den Songs „Halloween“, „Keeper Of The Seven Keys“ und „The King For A 1000 Years“. Herausgekommen ist ein bombastisches Orchesterstück. Episch, dramaturgisch, aber ohne Rücksicht auf die Essenz der urprünglichen Songs.

Um es kurz zu machen, verzerrte Gitarren, werdet ihr auf dieser Best-Of CD kaum finden. Eingefleischte Helloween-Fans werden sich davon vielleicht nicht abhalten lassen, aber ich befürchte ganz stark, dass die Art von Umsetzung nicht überall auf Begeisterung stoßen wird.

Fazit: Gratulation an die Band, für die 25 Jahre fleißiges Mitschreiben der deutschen Musikgeschichte. Sicherlich ist die Musik von Helloween auch teilweise für Bands wie Edguy mitverantwortlich. Auch wenn nicht alle Fans glücklich mit diesem außergwöhnlichen Jubiläumsgeschenk sein werden, sollten wir doch trotzdem diese musikalischen Schritt respektieren. Auch wenn's mal nicht so rockig dahergeht.

Tracklist:
01. Dr. Stein
02. Future World
03. If I Could Fly
04. Where The Rain Grows
05. The Keepers Trilogy
06. Eagle Fly Free
07. Perfect Gentleman
08. Forever and One
09. I Want Out
10. Falling to Peaces
11. A Tale That Wasn't Right

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Label: Columbia Records/ Sony Music
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2010-01-29
Web: http://www.helloween.org/
Punkte: 6

Autor: Dr. Stein

Helloween – 7 Sinners

Helloween - 7 Sinners

Helloween – 7 Sinners

Also eines muss man der neuen Helloween-Scheibe auf jedenfall unterstellen: Sie macht einen kräftigen Schritt zurück – aber in die absolut richtige Richtung. Auf „7 Sinners“ verabschieden sich die Nordlichter ein Stück vom „Party“-Metal der letzten Veröffentlichungen und zeigen, dass unter dem Kürbiskopf ein echter Kerl steckt.

Musikalisch ist diese Rückverwandlung vor allem durch eine Besinnung weg vom Power-, hin zum Speed-Metal zu beschreiben. Bestes Beispiel ist bereits der zweite Track mit dem fulminanten Titel „Are you Metal?“ Aber auch das vielleicht am stärksten an Ergüsse aus der jüngeren Vergangenheit erinnernde – und natürlich als Fortsetzung von „Perfect Gentleman“ zu verstehende „Who is Mr. Madman?“ (mit einem Intro-sprechenden Biff Byford) besticht mehr durch Wucht, als durch Melodie.

Die Produktion dieses Silberlings ist rundherum gut gelungen. Auch das extra hervorgehobene Drum-Recording ohne Klickvorgabe soll nicht unerwähnt bleiben. Mit 13 Titeln und einer Gesamtspielzeit von ungefähr einer Stunde, bekommt man also eine gute Portion alte-neue Helloween mit punktgenauer Gitarrenarbeit und Melodien, die dort sind, wo sie nötig sind, aber niemals kitschig werden und einer enormen Portion Spielfreude haben. Auf richtig langsame Töne ist übrigens extra verzichtet worden, um das neue Bandbewußtsein nochmals zu unterstreichen. Zusätzlich fügt sich auch das Cover perfekt in die Gesamtkomposition ein: Weniger bunt, weniger Fantasy – mehr Technik, mehr Härte.

Die Band ist im Übrigen im Februar nächsten Jahres auf großer Tour, auch durch unser Heimatstädtchen Osnabrück. Im Gepäck sind neben Co-Headliner Stratovarius auch Edel-Support Pink Cream 96, Andi Deris Ex-Truppe, die er 1993 zugunsten Helloweens im Streit verließ. Scheinbar müssen sich die Akteure wohl wieder vertragen haben. „7 Sinners“ ist bereits das 14. Studioalbum der Hanseaten und ein Pflichtkauf für jeden, der melodischen Speed Metal mag. Für alle Fans sowieso diskussionsunwürdig.

Tracklist:
01. Where The Sinners Go
02. Are You Metal?
03. Who is Mr. Madman?
04. Raise The Noise
05. World Of Fantasy
06. Long Live The King
07. The Smile Of The Sun
08. You Stupid Mankind
09. If A Mountain Could Talk
10. The Sage, The Fool, The Sinner
11. My Sacrifice
12. Not Yet Today
13. Far In The Future

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Label: Dragnet Columbia / Sony
Genre: Melodic Speed Metal
Releasedate: 2010-10-29
Web: http://www.helloween.org/
Punkte: 8

Autor: Nitro

Helloween – Gambling With The Devil

Helloween - Gambling With The Devil

Helloween – Gambling With The Devil

Wie passend! Eine neue Scheibe von Helloween pünktlich zum Namenstag. Etwa zwei Jahre nachdem sich die Kürbisköppe mit dem umstrittenen dritten Teil der Keeper-Geschichte das letzte mal gemeldet haben, gibt's jetzt „Gambling With The Devil“.

Und was soll ich sagen? Die Jungs können es noch, bzw. können es wieder. Klar „Keeper 3“ war nicht wirklich scheisse, aber auch nicht so, wie ich es von “Time of the Oath“ oder “The Dark Ride“ gewohnt war. Zwar sind die seeligen echten Keeper-Zeiten lange vorbei, aber ich finde, die Jungs um Weiki haben trotzdem zu Recht einen hohen Status in der Metalwelt. Und eben diesen untermauern die Hamburger mit ihrem neuen Werk.Mit „Kill It“ steht zwar ein eher schwacher Song zu Beginn des Albums, aber mit „The Saints“ und der Single “As Long As I Fall“ wird dann mal klar gestellt, wo der Hammer hängt.

Typisch helloweenige Gitarrenarbeit und auch das Songwriting deutet ganz klar auf unsere Lieblinge aus der Familie der Curcubitaceae hin. Der Gesang ist teilweise etwas experimenteller gelungen, aber trotzdem kann Andy Deris aus den wirklich gelungenen Gesangslinien herausgehört werden. Besonders in Hits wie „Fallen To Pieces“. Viel muss also über die Scheibe nicht gesagt werden.Gut, typisch Helloween und absolut ein muss für Fans der „gemäßigten“ Metalklänge. Als Hörprobe empfehle ich natürlich die oben angegebenen Songs, sowie den letzten Song „Dreambound“.

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Label: SPV
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2007-10-26
Web: http://www.helloween.org/
Punkte: 8

Autor: Zwiebel

Helloween – Keeper Of The Seven Keys – The Legacy

Helloween - Keeper Of The Seven Keys - The Legacy

Helloween – Keeper Of The Seven Keys – The Legacy

Helloween – wer kennt sie nicht, die Powermetal Heroen aus den Tiefen Deutschlands (wenn man Hamburg als Tiefe bezeichnen möchte). Schon 22 Studio und Live Alben, sowie reichlich Singles und einige DVDs haben die fünf (in wechselnder Besetzung) auf den Markt geworfen und dabei immer wieder ihr Können bewiesen.

Und so schafften Andi Deris (Gesang), Michael Weikath (Gitarre), Markus Großkopf (Bass), Sascha Gerstner (Gitarre) und Dani Löble (Schlagzeug) auch 2005/ 2006, eine umjubelte Welttournee mit 100 Konzerten in 40 Ländern zu spielen, ohne dabei langweilig oder überhört zu werden. Sie hatten reihenweise ausverkaufte Shows und überfüllte Konzerthallen. Alleine zur Show in Sao Paulo am 25.03.2006 pilgerten über 6000 Fans und feierten ihre Band. Auf diesem Konzert wurde auch ein Großteil des Livemitschnitts des Live Albums „Keeper Of The Seven Keys -The Legacy- World Tour 2005/2006“ aufgezeichnet. Und um dieses Live- Album geht es hier auch gerade. Seit etlichen Stunden rotiert es in meinem CD- Spieler und trägt zur Auflockerung meiner Lernphasen bei. Auf zwei CDs mit insgesamt 16 Tracks werden die geilsten Stücke des Quintetts von „Mr. Torture“ (meinem all time Favorit) über „Keeper Of The Seven Keys“, „Mrs. God“ und „Dr. Stein“ live aufgespielt und durch reichlich Begeisterung der Fans wird die Stimmung der Hallen bis in mein Wohnzimmer transportiert- fast als wäre man selber dabei. Ergänzt wird das ganze durch ein gelungenes Artwork, dass die gut gemischten Stücke sehr gut untermalt. Die Produktion ist für einen Livemitschnitt gut gelungen, wenn man auch auf leiseres Hören verzichten sollte. Aber wer macht das schon bei Helloween. Auf der anderen Seite wird einem natürlich nichts neues dargeboten und der Helloween-Fan wird alle Songs schon bis zur genüge kennen. Das wird zwar bei Live-Alben auch zumeist nicht erwartet aber ein zwei neue Stücke wären schon nicht schlecht gewesen. Ansonsten präsentieren sich die Urgesteine wie immer- mal speediger, mal melodiöser, dabei wandlungsfähig und geprägt von der Stimme Andi Deris. Sehr gelungen, wie ich als absoluter Fan feststellen muss.

Andererseits stellt sich für mich allerdings immer die Frage, warum noch ein weiteres Album, mit Tracks die man schon zur genüge kennt auf den Markt geworfen wird. Klar sind so große Konzerte klasse aber nach etlichen Best Of Compilations und der gleichen, könnte so was dann doch zu sehr in Kommerz ausarten. Aber das nur am Rande…Insgesamt eine gute Produktion, viel Stimmung und gute Songs, die Helloween uns mit ihrer Live Aufnahme aus Sao Paulo bieten. In diesem Sinne 4 von 5 Gitarren; 1 Abzug in der B-Note, da leider gar nichts Neues geliefert wird.

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Label: SPV Steamhammer
Genre: Power Metal
Releasedate: 2007-02-23
Web: http://www.helloween.org/
Punkte: 8

Autor: Mandra

Helloween – Light The Universe (Single)

Helloween - Light The Universe (Single)

Helloween – Light The Universe (Single)

Mit “Light The Universe” schmeißen die Kürbisköppe um Weiki und Derris die zweite Single des Albums “Keeper Of The Seven Keys – The Legacy“ auf den Markt.

Braucht man so was? Bedenkt man, wie umstritten das Album war ist die Entscheidung sicherlich sehr heikel. Dazu kommt noch, dass im Metalsektor doch eher ganze Alben oder wenigstens EPs favorisiert werden. Gut, dass es sich nicht um eine Letztgenannte handelt, dann hätte es nämlich ein paar Punkte auf dem „Fanausbeuten“- Konto gegeben. Denn mit „Light The Universe“, „If I Could Fly (live)“ und „Revolution“ sind nur drei Songs auf dem Silberling enthalten. Dazu kommen dann noch zwei Versionen des Videos von „Light The Universe“.

Aber jetzt zur Musik. „Light The Universe“, mit freundlicher Unterstützung von Candice Night (Blackmore’s Night) dargeboten, ist eine nette Ballade. Die Klaviersounds der Strophe sind mir persönlich ein bisschen zu soft, aber der Refrain kann sich wirklich sehen lassen. Typisch Helloween. Das Duett der beiden Vokalisten Derris und Night funktioniert auch, so das der Song durchaus gerechtfertigt ausgekoppelt wird. Das Solo ist nicht so spektakulär und hätte noch ausgedehnt werden können. Danach folgt mit „If I Could Fly“ vom „ The Dark Ride“ Album eine Liveaufnahme aus Sao Paulo. Der Song hat eine erstaunlich gute Soundqualität und kann als Kostprobe auf das Anfang 2007 erscheinende Livealbum gewertet werden. Mit „Revolution“ folgt ein Japantrack. Da der Track schneller ist, für mich das Highlight, falls man denn bei Singles schon von Highlights sprechen darf. Jedenfalls hat man hier auch wieder einen schönen, eingängigen, Helloween-typischen Song vor sich. Fragt sich, warum solche Songs nie in Europa veröffentlicht werden.

Insgesamt kann ich der Scheibe 3,5 Gitaren geben. Die Songs sind gut, auch wenn „Light The Universe“ sicher kein Überhit ist, das Artwork ist gelungen und das Video ist ein netter Bonus. Ob das den Preis von 7 Euro und ein paar Zerquetschte rechtfertigt, muss jeder selbst entscheiden.

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Label: Steamhammer / SPV
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2006-11-10
Web: http://www.helloween.org/
Punkte: 7

Autor: Zwiebel

Helloween – Keeper Of The Seven Keys: The Legacy

Helloween - Keeper Of The Seven Keys: The Legacy

Helloween – Keeper Of The Seven Keys: The Legacy

Passend zum heutigen Datum gibt’s von mir ein Review zur neuen Platte der Power Metaller Helloween. 18 Jahre ist es nun her, dass uns die Hamburger den zweiten Teil ihrer Saga um die sieben Schlüssel präsentierten.

Alben haben sie danach zwar auch weiter veröffentlicht, allerdings erreichte keine Platte jemals wieder das Niveau der ersten beiden Platten um die sieben Schlüssel. Und nun machen Helloween die Träume aller ihrer Fans wahr und veröffentlichen endlich den dritten Teil ihres Epos. Und dafür haben sie das Buch „Wie erschaffe ich ein Heavy Metal Konzeptalbum“ sehr genau gelesen. Das soll heißen: Die Band gibt sich nicht nur mit einer CD zufrieden, sondern es müssen schon zwei sein. Lange, teils epische Songs sind an der Tagesordnung (bis auf zwei, drei Ausnahmen), Refrains die auch als Hymnen dienen könnten gibt es auch zu Hauf, von wunderschönen Soli an der Gitarre will ich gar nicht reden und als extra Schmankerl singt auch noch Candice Night (ihres Zeichens die Frontelfe von „Blackmores Night“) bei einem Song („Light The Universe“) ein Duett mit Andi Deris! Helloween zeigen also endlich wieder das sie nicht umsonst als die Speerspitze der deutschen Metalszene gelten.

Bisher also nur positives, kommen wir jetzt zu den leider auch vorhandenen negativen Seiten der Platte.

Leider gelingt es Helloween nicht mehr, die Atmosphäre der ersten beiden „Keeper…“-Platten wieder zu erzeugen, dass soll im genauen heißen: Wenn man sich die ersten beiden „Keeper…“-Platten bei Dunkelheit bzw. Nacht und in der richtigen Gemütslage angehört hat wurde man sofort in die Welt des Kampfes von Gut gegen Böse gerissen. Dies passiert auf dieser Platte leider nicht obwohl sich die Jungs wirklich alle Mühe geben um den Effekt zu erzeugen. Helloween wissen genau was ihre Fans von ihnen wollen und liefern denen genau das was sie wollen, viel mehr aber leider dann auch nicht. Dies lässt mich dann auch davon zurück schrecken die ganz hohen Noten für „Keeper Of The Seven Keys: The Legacy“ zu ziehen.

Eine starke Platte ist „Keeper Of The Seven Keys: The Legacy“ sicherlich aber eben nicht so ein Klassiker wie die ersten beiden „Keeper…“-Platten, worauf ich aber leider gehofft hatte.

Egal, die Helloween-Fans wird die Platte zufrieden stellen und auch der Ottonormal-Metalfan wird seinen Spaß mit dem Scheibchen haben.

Hier gibt die aktuelle Helloween-E-card! Diese beinhaltet ein Streaming zu „Mrs. God“, viele Infos zum neuen Album und natürlich die Tourdaten der kommenden Europa-Tour!

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Label: SPV/Steamhammer
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2005-10-28
Web: http://www.helloween.org/
Punkte: 7

Autor: Rantanplan

Helloween – Mrs. God

Helloween - Mrs. God

Helloween – Mrs. God

Der Keeper ist zurück und killt Doktor Stein! So könnte der Presseslogan gelautet haben, als die ersten Releaseinfos zum neuen Album an die Außenwelt gelangten.

Nun ist es bald so weit! Die Hamburger „Kürbisköppe“ bringen eine neue Scheibe auf den Markt, die den definitiven Nachfolger zum wegweisenden Achtziger Jahre Doppelpack „Keeper of the seven keys Part I und II“ darstellt. Ist doch klar, dass die Gerüchteküche da ganz schön am brodeln ist, oder nicht?!

„Keeper of the seven keys – The legacy“ soll am 31. Oktober veröffentlicht werden, um zu beweisen, dass Helloween nach zig Neubesetzungen und minder erfolgreichen Alben wieder zu neuer Stärke und Kreativität gefunden haben. Diese Auferstehung soll der Band den ersten Infos zufolge wieder in den Metal-Olymp verhelfen. Große Worte, die erst noch mit der Veröffentlichung des Longplayers an Bodenständigkeit gewinnen müssen.

Um die Ungeduld vieler zu bändigen, wird deshalb am 05. September eine Single mit dem Titel „Mrs.God“ veröffentlicht. Bereits nach dem ersten Hören weiß man, was einen in gut zwei Monaten erwartet.

Die Single ist mit drei Nummern bestückt, welche allesamt sehr sauber und mit viel Liebe zum Detail produziert wurden. Den Anfang macht in diesem Fall der Titel-Track der Single „Mrs.God“. Dieser ist ein Standard Helloween- Song mit melodischem „Ohrwurm-Chorus“, der durchaus einen sehr guten Wiedererkennungswert mit sich bringt. Zu schaffen machen einem die seltsam anmutende Hoppelhasen-Melodie des Intros und die Slap-Funk-Bass-Einlagen sowie das Tier-Geblöke zwischendurch. Durchsetzungsfähige Gitarren-Riffs wie in den achtziger Jahren findet man hier nicht.

Der Titel „The King for a thousand years“ macht sich wortwörtlich auf Track zwei der Scheibe breit. Mit etwa vierzehn Minuten bringt dieser Song doch eine recht amtliche Länge an den Tag. Hier werden dann endlich ein paar härtere Töne mit Helloween- typischer Durchsetzungskraft angeschlagen. Genauso wenig fehlen harmonisch gedoppelte Gitarrenläufe oder anschmiegsame Melodien. Fans vom alten Eisen können beruhigt aufatmen.

Die Nummer 3 der Scheibe ist der Song „Run (The name of your enemy)“. Bei diesem handelt es sich um eine B-Seite aus dem neu angesammelten Portfolio Helloweens. Dieser Song wird nichts revulotionieren, ist aber auch nicht schlecht. Man wird aber das Gefühl nicht los, das man das schon mal irgendwie, irgendwann und irgendwo gehört hat.

Im Gesamtgefüge macht die Single eher einen durchschnittlichen Eindruck. Es gibt heutzutage so viele Bands vom selben Kaliber, deren Veröffentlichungen weitaus mehr fürs Geld bieten. Das Album wird letztendlich zeigen, ob Helloween wieder zu der Stärke aus alten Tagen zurückgefunden haben. Der richtige Fan wir auf jeden Fall ohne schlechtes Gewissen zuschlagen können. Schlecht waren Helloween eh noch nie! Der Funke springt aber leider auch dieses Mal nicht über…!

Hier gibt die aktuelle Helloween-E-card! Diese beinhaltet ein Streaming zu „Mrs. God“, viele Infos zum neuen Album und natürlich die Tourdaten der kommenden Europa-Tour!

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Label: SPV
Genre: Heavy Metal
Releasedate: 2005-09-05
Web: http://www.helloween.org/
Punkte: 6

Autor: Christian

Helloween & Gamma Ray & Axxis

Es gibt Dinge, die funktionieren – Dann gibt es aber auch Dinge, die funktionieren nicht. Ein solches Ding ist Helloween in unserer Heimatbasis.

So erlebt im November 2003, dem letzten Stopp der Helloween-Tour in Osnabrück. Da spielten als Co.-Headliner Rage und beim Headliner an sich gingen ca. 40 % der Zuschauer bereits nach Hause. Dieses ist wohl der Grund, warum unsere Breitengrade von den Hamburgern seitdem gemieden werden. Dieses ist aber auch wiederum der Grund, – oder zumindest einer der Gründe – warum ich mich mit meinen Kollegen am 02.12.07 nach Bremen aufmachte, um mir ein ganz besonderes Konzerterlebnis zu genehmigen. Denn neben oben erwähnten Headlinern sollten noch zwei weitere Hochkaräter im Line-Up stehen.

Gemeint sind die, bis dahin von mir sträflich unterschätzen, ebenfalls Hamburger von Gamma Ray, sowie die Dortmunder Hardrock/Metal-Legende Axxis. Eben jene galt es im altehrwürdigen Aladin als erste zu begutachten. Aber eines noch vorweg: noch nie gelang es den örtlichen Veranstaltern uns – trotz einiger Unstimmigkeiten am Einlass, die hier nicht näher erwähnt werden sollen – so unproblematisch und freundlich zu behandeln, wie im Aladin. Und das trotz restlos ausverkauftem Haus. Erstes durchaus verdientes Lob.

So, nun aber zum Geschehen auf und vor der Bühne, statt sich mit Nebensächlichkeiten zu beschäftigen. Pünktlich erklang das Intro „Voices of Destiny“, welches, genau wie auf der aktuellen Scheibe „Doom if Destinty“ auch zum momentanen Titeltrack der Jungs aus dem Pott überleitete. Sofort war die Stimmung gut unter den reichlich erschienenen Fans. Gleich darauf ertönte „Tales of Glory Island“, auch ein etwas neuerer Song, wenn auch von der letzten Platte. Hier steigerte sich die sowieso schon sehr gute Stimmung noch mal schlagartig, was durch laute „Axxis, Axxis“ – Rufe nach dem Stück zum Ausdruck kam. Nun folgte ein erster Sprung in die Vergangenheit um genau 14 Jahre. Und mit dem dargebotenen „Little War“, welches durch „Eye Eye Eye“ – Spielchen seitens der Band eingeleitet wurde, kam nun richtige Interaktion in die Chose.

Ein kleiner Einschub an dieser Stelle: Mit seiner schwarzen Hose und dem ärmellosen Hemd kombiniert mit seinem Schnäuzer und seinen nach hinten gekämmten Haaren erinnerte mich Sänger Bernhard Weiss ein ums andere Mal ein wenig an Freddie Mercury. Einschub beendet!

Nun folgte ein Novum. Beim gesanglich normalerweise von Lakonia´s weiblichen Vocals unterstützen „Take my hand“ gab es heute osteuropäische Unterstützung. Da eben diese Lakonia nach Bernhard´s Aussage diese Woche der Tour nicht mit bestreiten könnte, weil sie eine (Zitat) „Möhre im Arsch“ habe, kamen die weiblichen Vocals von Magica-Fronterin Ana Mladinovici, welche ihre Aufgabe wirklich gut bewältigte. Wo wir gerade bei Fronterinnen sind, nicht nur sie hatte optisch was zu bieten, sondern auch das Bühnenbild inklusive Lichtauswahl, welches gerade beim jetzt erklingenden „Bloodangel“ so eine richtig gute Atmosphäre durch alternierende rot/grün – Beleuchtung mit violettem Touch darbot.

Wie ein fleißiger Redakteur nun mal ist (und ich auch manchmal), hatten im Vorfeld laufende Recherchen die Setlist anderer Auftritte dieser Tour von Axxis ergeben. Nun kam es jedoch so, dass gerade oben erwähntes „Bloodangel“ eines von zwei Stücken ist, welche nicht auf jedem Konzert gespielt wurden, sofern man den Nachforschungen glauben darf. Jetzt aber wieder zurück zum Stück. Mit „Angel of Death“ hatte man alle Sympathien auf ihrer Seite, bevor der erste große Hit von damals den Saal endgültig zum Überschäumen brachte. Mit DEM Klassiker „Living in a World“ wurde mitgeklatscht, gegrölt, gejubelt und natürlich getanzt (auf Metallerart), bevor mit „Little look back“ die nächste unvorhergesehene Überraschung folgte. Großer Applaus leitete dann den letzten und gleichzeitigen Titeltrack der ersten Axxis – Scheibe ein. Gemeint ist natürlich das göttliche „Kingdom of the night“, mit dem ein wundervoller Auftritt der Dortmunder zu Ende ging. Leider aufgrund der Pseudo-“Vorgruppenposition“ viel zu kurz, aber trotzdem geil. Ich hätte schon noch gerne meine absoluten Favorit „Touch the Rainbow“ gehört, war aber leider zeitlich nicht mehr drin. Nun ja, es sollten ja noch weitere Hochkaräter an diesem Abend folgen.

Die Hamburger „Kürbisköpfe“ HELLOWEEN schreiben deutsche Musikgeschichte

Die Hamburger „Kürbisköpfe“ HELLOWEEN schreiben deutsche Musikgeschichte

Gesagt getan, so könnte man es formulieren, denn schon nach einer relativ kurzen Umbaupause betraten Kai Hansen und seine Kumpanen die schick dekorierte Bühne. Vor allem das Backcover im Hintergrund bot mit dem Logo der Band einen atemberaubenden Eindruck, vor allem immer dann, wenn durch einen bestimmten Lichteinfall die Blitze aus den Augen der abgebildeten Person plötzlich fluoreszierten. Kaum waren die ersten Takte des Intros verklungen, wurde das Publikum mit „Heaven can wait“ sofort gefordert. Und es folgte auf der Stelle. Kein Stimmungsabbruch nicht mal leichte Schwankungen in den hinteren Reihen waren zu beobachten. Gemeinsam kämpfte man sich durch eine Setlist, die jedem Fan alles bot, was er oder sie sich vorstellte. Ob nun Hits wie „New world order“ oder „Land of the Free“, aber auch neues Material, wie das vom aktuellen Album stammende „Real World“. Alles wurde frenetisch abgefeiert. Zu „Heavy Metal Universe“ gesellten sich dann noch die üblichen „Hey – Ho“ – Spielchen, welche auch sehr gut angenommen wurden.

Nach einem Gitarrensolo kurz vor Ende des Auftritts erklangen dann etwas bandfremde Töne, wurde doch mit „Ride the sky“ ein Klassiker der gleich folgenden Helloween dargeboten. Nun war dies aber nicht weiter verwunderlich, hat doch Kai Hansen zu seiner Zeit bei eben jenen stark an diesem Song mitgearbeitet. Als letztes Stück gaben Gamma Ray dann noch „Somewhere out in Space“ vom gleichnamigen 97er Album, bevor das Licht endgültig verdunkelt wurde, um den Umbau einzuleiten. Leider muss ich zu meiner eigenen Schande gestehen, dass ich auf Grund eines anderen Vor-Ort-Termins den Anfang des Helloween-Gigs verpasste, aber nur kurzzeitig. Titel wie „Eagle fly free“, „A tale that wasn´t right“ oder auch „The bells of the seven hells“ klangen mir pünktlich in den Ohren. Und wieder einmal begeisterte mich vor allem die Lockerheit, mit der die Akteure auf der Bühne agierten. In diesem Punkt absolut professionell, genauso wie im Vortragen der Hits aus ihrer mittlerweile fast 25jährigen Karriere.

Ein Punkt, der mich jedoch bereits schon bei jedem anderen von mir verfolgten Helloween – Gig störte trat hier auch wieder in Erscheinung. Die Musiker reden einfach zuviel zwischen ihren Stücken und manchmal auch wirklich überflüssiges Zeug. Nichtsdestotrotz musikalisch und stimmungstechnisch ein gelungener Auftritt, der mit dem von mir so geliebten „A king for a 1000 years“ meinen persönlichen Höhepunkt fand, bietet doch dieses Stück in seiner fast-Viertelstunde alles, was das Metallerherz begehrt. Vorerst abschließend folgten dann noch der Überhit „Dr. Stein“ sowie ein Medley aus mehreren Helloween-Klassikern, unter anderem „Keeper of the seven keys“ und „Perfect gentleman“. Damit, so schien es, sollte ein sehr schöner Konzertabend im Aladin zu Bremen enden, doch weit gefehlt. Was sich dem geneigten Konzertgast nun bot, wird nicht mehr oft zu sehen sein. Denn zur erneuten Zugabe von Helloween gesellten sich die Bandkollegen von Gamma Ray mit auf die Bühne (auf der es nun sichtlich eng wurde) um gemeinsam die Hammerstücke „Future world“ und „I want out“ zu performen. Wann erlebt man schon mal Gitarrenduelle und Synchronsoli zwischen Michael Weikath und Kai Hansen.

Genauso wenig dürfte es in nächster Zeit vorkommen, dass letzterer ganze Strophen aus gerade erwähnten Songs zelebriert und das wohlgemerkt mit seinen alten Bandkollegen. Naja, nach diesem überaus gelungenen Spektakel war dann endgültig Schluss und die Massen strömten aus der Halle.

In meinen Augen absolut sehenswert das Ganze. Bin gespannt, was mich dieses Jahr noch so erwartet!

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Location: Aladin, Bremen
Datum: 2007-12-02
Autor: Nitro

Heute erscheint Hansen & Friends Livealbum „Thank You Wacken“ – Video zu „Safe Us“ online!

„Thank You Wacken“, eine live Ton- und Bildaufnahme der Kai Hansen & Friends-Show beim Wacken Open Air 2016, wurde heute via earMUSIC veröffentlicht. Und wer noch kein Exemplar in den Händen hält, kann sich am Live-Video zum Track „Save Us“ erfreuen, das nun online verfügbar ist!

Was für eine Show! Was für ein Publikum! Was für ein Festival! THANK YOU WACKEN!

Aufgenommen an einem schlammigen Sommerabend beim letztjährigen Wacken Open Air Festival, ist „Thank You Wacken“ eine einzigartige Momentaufnahme, denn es handelt sich um die erste und einzige Performance von Kai Hansens Band, mit der er 2016 sein Solo Debüt „XXX – Three Decades In Metal” aufgenommen hat. Zu diesem besonderen Anlass versammelte Kai Hansen ein Line-Up aus ganz besonderen Freunden um sich und bot tausenden von Metalheads ein einmaliges Erlebnis.

Seit dreißig Jahren ist Kai Hansen nun eine der Ikonen des Heavy Metal, einer der einflussreichsten Gitarristen und Sänger, der von Deutschland aus die Welt eroberte. Anfangs mit der wegweisenden Band HELLOWEEN und später mit Gamma Ray.

Dass die Wahl auf Wacken fiel, um diese einmalige Show als Leader seiner „Solo Band“ zu spielen, ist kein Zufall, wie Hansen erklärt:

„1994 habe ich das erste Mal auf Wacken gespielt, zusammen mit meinen Kumpanen von Gamma Ray… Ein kleines Festival an einem unbekannten Ort im Norden von Deutschland, nahe meiner Heimatstadt Hamburg, mit grasenden Kühen auf den anliegenden Wiesen. Seitdem haben wir wieder und wieder dort gespielt, mehr oder weniger regelmäßig, so ziemlich alle zwei Jahre und wir haben miterlebt wie es zu einem Monster mit unglaublichen Dimensionen wuchs.
Ich freue mich und bin stolz, noch immer auf diesem Monster zu spielen. Dieses Mal mit einer großartigen Truppe von Freunden und Metal-Mitstreitern und einer Setlist mit – zu dieser Zeit – noch unbekannten Songs. Nichtsdestotrotz haben wir eine fantastische Reaktion und Unterstützung von dieser großartigen Crowd aus hingebungsvollen Metalheads bekommen. Also vielen Dank an meine lieben Freunde, die dort an meiner Seite waren. Und THANK YOU WACKEN!“

Hansens enge Verbindung zu Wacken zeigte sich auch schon während der Produktion seines Solo-Debüts “XXX”. Als er hieran arbeitete, spielte er einfach drauf los, so wie früher, als er selbst ganz am Anfang seiner Karriere stand – und ohne einen Gedanken an Geschäftliches zu verschwenden. Mit Sicherheit trug dies auch zu Kais Entscheidung bei seinen kompletten Vorschuss für das Album an die Wacken Foundation zu spenden. Einer Stiftung, die junge Hard Rock- und Heavy Metal-Bands seit acht Jahren unterstützt; Musiker, ebenso wie Kai in seinen Anfangstagen.

Auf der Wacken Bühne wurde Kai von einem einzigartigen Line-Up von Musikern unterstützt, die auch zu seinem Solo-Album beigetragen haben: Alex Dietz am Bass (Heaven Shall Burn), Eike Freese an der Gitarre (Dark Age; und eines der vielversprechendsten Talente als Produzent und Toningenieur) Michael Ehré am Schlagzeug (Gamma Ray), Corvin Bahn an den Keys (Crystal Breed; der auch an Alben von Bands wie Neopera, Lord Of The Lost und Beyond The Black mitgewirkt hat), Clémentine Delauney (Visions Of Atlantis) und Frank Beck (Gamma Ray) an den Backing Vocals. Als zusätzliches Highlight kam Michael Kiske (Helloween, Unisonic) zu Kai auf die Bühne, um Helloween-Klassiker zum Besten zu geben und Wacken ein paar Minuten zum Beben zu bringen.

Dieses erinnerungswürdige Konzert wird als CD+DVD (Digipak), Blu-Ray+CD inklusive Bonustracks sowie als Gatefold 2LP und digital erhältlich sein.

Die Blu-Ray Edition des Albums beinhaltet einige Raritäten, die zur Freude aller Hansen Fans sein dürften. Vier Songs, die ursprünglich im Duett mit Kai Hansen auf dem „XXX“ Album gesungen wurden, hier jedoch übernimmt der Gesang der Gastsänger die Hauptstimme: Pure Metal Magic!

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Pressemitteilung:


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