Die dem Dark-Rock-Genre zugeschriebene Band HIM ist eine Finnische Musikband mit ihren Wurzeln in Helsinki. Die Buchstaben HIM stehen für „His Infernal Majesty“. Gegründet wurde die Band in dem Jahre 1995 durch den Sänger Ville Vallo, dem Gitarristen Mikko Viljami Lindström, dem Bassisten Mikko Heinrik Julius Paananen und dem Schlagzeuger Juhana Rantala. Seit 1999 spielt Mika Kristian Karppinen am Schlagzeug und Jani Purttinen spielt seit 2000 am Keybord. In den USA gab es damals bereits eine Band namens HIM. Daher nannte sich die Gothic-Band zunächst in den USA „HER“, das für „His Evil Royality“ steht. HIM erwarb jedoch schnell die Rechte und nennt sich seitdem ebenfalls auch in den USA HIM. Das Logo der Band ist ein sehr beliebtes Heartagram, eine Mischung aus einem Herz und einem Pentagramm.

HIM – Ville Vallo als Sänger zum Idol

Die finnische Dark Rock Band HIM um den Sänger Ville Vallo

Die finnische Dark Rock Band HIM um den Sänger Ville Vallo

Ihr erstes Studioalbum erschien 1998 mit dem Namen „Greatest Lovesongs Vol. 666″ unteranderem mit der Single „Wicked Game“ und verkaufte sich über 120.000 mal. Durch den Namen des Albums enstand das Gerücht, Ville Vallo sei Satanist. Ville Vallo erklärte jedoch später, dass die Zahl 666 nur als Symbol dienen sollte, um den Bekanntheitsgrad der Band zu erhöhen.

2 Jahre später konnte sich die Band noch steigern und verkaufte mit ihrem Album „Razorblade Romance“ über 750.000 Exemplare. Das Album wurde mit drei goldenen Schallplatten und einer Platinschallplatte ausgezeichnet. Es folgte das Album „Deep Shadows and Brilliant“ im Jahre 2001. HIM legte 2002 eine kreative Pause ein, in der keine Auftritte gemacht wurden. Ein Jahr darauf erschien das Album „Love Metal“, nachdem die Band auch ihren Musik-Stil bezeichnet. Love Metal ist somit eine Zusammenfügung von Liebestexten und harter Rockmusik. 2004 erschien das Greatest Hits-Album „And Love Said No“.

Nachdem der Vertrag über 5 Alben bei dem Label GUN/Supersonic erfüllt war, wechselte die Band 2005 zu Warner Music und brachte ihre erste DVD mit dem Titel „Love Metal Archives Vol.1″ raus. Im folgenden Jahr erschien das Album „Dark Light“, das auch in den USA, Kanada und Japan veröffentlicht wurde. 2007 entstand das Album „Venus Doom“ und 2008 kam eine weitere Live-DVD raus. 2 Jahre später folgte Album sieben mit dem namen „Screamworks: Love In Theory And Practice“, das später auch als Remix-Album neu veröffentlicht wurde. Es folgte wieder eine längere Pause, die mit einer Erkrankung und der Trennung von dem Label Warner Music eingeleitet wurde. Angekündigt für 2013 ist jedoch das achte Studio-Album „Tears on Tape“.

Die Band hat sich stetig entwickelt und Ville Vallo wurde als Sänger rasch zum Idol. Besonders junge Frauen waren von dem geschminkten Sänger sehr angetan, der durch seine melancholischen Texte über den Tod und die Liebe aufsehen erregte. Insgesamt brachte HIM acht Studioalbem, ein Live-Album, vier Kompilationen und 2 DVDs auf den Markt. Darunter waren 25 Videos und 20 Singles mit Chartplatzierungen.

HIM bekam unzählige Auszeichnungen. Unter anderem gewannen sie drei mal den Comet, 2000 den Bravo Otto und 2007 waren sie sogar für den Grammy Award nominiert.

Hinzu kommen goldene Schallplatten in Deutschland, Finnland, Österreich, Schweiz und in den USA. Platin bekam die Band in Europa und in Finnland.

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HIM – XX – Two Decades Of Love Metal

HIM - XX - Two Decades Of Love Metal

HIM – XX – Two Decades Of Love Metal

CD rein, Lautstärke aufgedreht, abgerockt! HIM sind zurück! Anlässlich des Bestehens des Love Metal seit zwei Dekaden gibt es nun ein Update in Sachen Hits.

Die Finnen präsentieren sich mal wieder mit einem Best of. Außer „Strange World“ hört man keine neuen Töne auf der Scheibe. Und selbst dieser Song ist bloß ein Cover von Kés Erfolg aus dem Jahre '95. Dafür versammeln sich 19 alte Singles auf „XX“. Wie ihre Landsmänner The 69 Eyes ziehen auch HIM es vor, die Anzahl ihrer Jahre römisch zu halten.

Viel zu sagen gibt es über „XX“ nicht. Wer HIM kennt und liebt, wird den neuen Silberling ebenfalls nicht schlecht finden können. Jedoch darf jeder Fan enttäuscht sein, dass es die Band nicht schafft doch endlich mal ein neues Album aufzunehmen. Stattdessen holen Management und Plattenfirma regelmäßig die alten Sachen raus und vermarkten sie als Greatest Hits. Zur heutigen Zeit ist solch ein Album überflüssig, bedient sich doch bereits jeder Hörer der individuell gestaltbaren Playlists auf dem Multimediaplayer. HIM haben bis auf Kommerz kaum noch etwas zu bieten. Selbst das Artwork kommt kalt daher, für die Gestaltung hat man sich auch nichts Neues einfallen lassen.

Schnulziger Kitsch-Rock betitelt als Love Metal. Ein Album für alle, mit zu viel Geld, Ultrafans oder 14jährigen Emobräuten, die ihre ersten obsessiven Erfahrungen der „dunklen“ Seite machen wollen.

Enttäuschung und Ärgernis pur! 2,5 Gitarren für die Musik, 0 für das „Albumkonzept“.

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Label: Sony
Genre: Love Metal
Releasedate: 2012-10-26
Web: http://www.heartagram.com
Punkte: 5

Autor: Jeanny

HIM – Uneasy listening Vol. 2

HIM - Uneasy listening Vol. 2

HIM – Uneasy listening Vol. 2

Seit April 2007 ist der zweite Teil der Best of CD „Uneasy Listening Part 2“ von HIM erhältlich und ich habe mir die Scheibe mal vorgenommen.

Zunächst sei gesagt, ich sehe das alles aus der Sicht eines HIM Neulings, denn bis jetzt empfand ich nicht den Drang, mehr von dieser Band zu hören. Doch dieses Best Of Album hat mich positiv überrascht. Die Zusammensetzung der Songs ist gelungen und es wird ein guter Mix rübergebracht. Vielleicht mit Ausnahme der Live Songs, diese haben mich in meinem Vorsatz, nicht auf ein HIM Konzert zu gehen, bestätigt, denn teilweise sind die Chorgesänge wirklich grausam. Besonders gut fand ich, dass die Songs allesamt „unbekannt“ sind, soll heißen, keiner von ihnen ist als Single erschienen, (abgesehen von den Coverversionen: „Wicked Game“ von Chris Isaak, „Hand of Doom“ von Black Sabbath, „Sailin’ on“ von den Bad Brains) und diese zeigen jemandem, der sich nicht mit HIM auseinander gesetzt hat auch mal deren härtere Seite.Die Band macht einen guten Job, die Remixe sind gelungen und Ville Valo brilliert mit seiner wandelbaren, melancholischen Stimme. Sicher nicht jedermans Sache, aber aber eben diese werden zustimmen müssen, wenn ich sage das diese Stimme schon einzigartig ist und etwas Markantes, Düsteres und Interessantes hat. Was sicher auch der Grund für den Bekanntheitsgrad der Band ausmacht.

Eines sollte man aber nicht vergessen, es ist ein Best Of. Kein Meilenstein der Musikgeschichte, sondern nur ein guter Querschnitt durch die Discographie der Finnen.

Also stellt sich die Frage: Ist dieses Album eine Scheibe für HIM Neulinge? Ja, in meinen Augen schon. Fans werden die Songs schon alle kennen. Das haben Best Ofs so an sich. Fans sollten auf das neue Album warten, oder sich die Songs der alten Scheiben gönnen.

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Label: GUN Records / Sony-BMG
Genre: Dark Rock
Releasedate: 2007-04-20
Web: http://www.him-music.de
Punkte: 7

Autor: Mats

HIM – Uneasy listening Vol. 1

HIM - Uneasy listening Vol. 1

HIM – Uneasy listening Vol. 1

His infernal Majesty oder kurz einfach nur HIM. Seit dem Jahr 2000 dürfte dieser Name wohl jedem ein Begriff sein.

Damals wurde der in ganz Europa bekannte Track „Join Me“ veröffentlicht, welcher sogar in größeren Filmen gespielt wurde und sich in Deutschland lange Zeit auf Platz eins der Singlecharts halten konnte und darum mit Gold ausgezeichnet wurde. Die eigentliche Geschichte der Gruppe beginnt in Finnland und zwar im Sommer 1995. Ville Hermanni Valo, Mikko Viljami Lindström, Juhana Rantala und Mikko Heinrik Julius Paananen gründeten die Band. Die heutige Zusammenstellung hat sich einigermaßen verändert, wobei der Kern mit Valo (Gesang), Lindström (Gitarre) und Paananen (Bass) mit nur einem Ausstieg fast unverändert blieb. Ergänzt wird die Band zurzeit von Mika Kristian Karppinen (Schlagzeug) und Jani Purttinen (Keyboard).

Mit „Uneasy listening Vol.1“ brachten die fünf im Oktober ein Best-of-Album raus, auf dem der Fan viele bekannte aber auch unbekannte Tracks findet. Dass die Jungs ihre Sache offensichtlich beherrschen, das scheint bereits vor Jahren bewiesen. Und auch dieses Mal entsprechen die Songs in allen Fällen dem, was man von HIM gewohnt ist. Sehr viele (eine Untertreibung!) emotionale Passagen, die meist gar nicht enden wollen, aber auch Metal und Gothic Elemente mischen sich in einen, natürlich depressiven, Dark Rock. Viele Klassiker wie auch das bereits erwähnte „Join Me“ oder auch „Buried alive by Love“ werden Teils im Original, aber auch in akustischen Variationen wiedergegeben. Mit „It‘s all tears“ und „For you“ kann man außerdem noch in Live-Auftritte im Radio reinhören. An diesen Originalen kann man jedoch auch feststellen, dass vernünftige Studioaufnahmen auf einem wohl durchdachten Album, zumindest qualitativ, viele Vorzüge haben. Rhythmik und Melodik sind meist in einer langsamen und traurig anmutenden Weise gespielt. Das passt auch zu den Texten (alle englischsprachig), in denen oft über gescheiterte Liebe gesungen wird.

Interpretatorisch geben die Songs leider nicht viel her, es sei denn man hat das dringende Bedürfnis, in jeder gescheiterten Liebe einen versteckten Selbstmordgrund zu sehen.

Tatsächlich halte ich das Album für eines, in das sich eine Investition lohnen würde, hierfür ist es aber auch wirklich nötig, Fan von HIM zu sein, denn ansonsten fühlt man sich vielleicht abgeschreckt, ohne den echten Stil zu kennen. Schade finde ich, dass auf diesem Best-of der Song „Wings of a Butterfly“ fehlt. Drei von fünf Gitarren.

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Label: GUN Records / Sony-BMG
Genre: Dark Rock
Releasedate: 2006-10-27
Web: http://www.him-music.de
Punkte: 6

Autor: Gou


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