Die europäische Cannabisbranche erlebt einen historischen Moment. Mit der ersten legalen Lieferung von Cannabisblüten an niederländische Coffeeshops setzt die Essence Investment AG aus Zug in der Schweiz ein starkes Zeichen für die Zukunft eines regulierten Marktes.
Essence Investment AG und die erste legale Cannabis-Lieferung in die Niederlande

Über ihre niederländische Tochtergesellschaft Growery B.V. beteiligt sich die Investmentgesellschaft aktiv am staatlich kontrollierten Wietexperiment in den Niederlanden. Doch was genau steckt hinter dieser Meldung, warum ist sie so relevant und für wen spielt sie eine besondere Rolle?
In diesem Artikel bekommst du eine fundierte, verständliche und umfassende Einordnung der aktuellen Entwicklungen rund um die Essence Investment AG. Wir beleuchten Hintergründe, Zahlen, Ziele und die möglichen Auswirkungen auf den europäischen Cannabismarkt.
- Sitz: Zug, Schweiz
- Fokus: Europäische Cannabis-Wertschöpfungskette
- Segmente: CBD, medizinisches THC, Freizeit-Cannabis
- Tochterunternehmen: Growery B.V. in den Niederlanden
- Investitionsvolumen Growery: rund 30 Millionen Euro
Meldung: Was ist passiert?
Am 10. Dezember 2025 veröffentlichte die Essence Investment AG ein Pressestatement, in dem das Unternehmen die erste legale Lieferung von Cannabis aus der eigenen Produktionsanlage Growery an ausgewählte niederländische Coffeeshops bestätigte. Damit gehört Growery zu den ersten offiziell lizenzierten Produzenten, die im Rahmen des niederländischen Wietexperiments Cannabis für den Freizeitmarkt liefern dürfen.
Die hochmoderne Indoor-Anlage in Hellevoetsluis nahe Rotterdam wurde nach rund zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Die Investitionssumme beträgt etwa 30 Millionen Euro. Aktuell produziert Growery wöchentlich rund 125 Kilogramm getrocknete Cannabisblüten aus etwa 40 verschiedenen Sorten. Das Sortiment umfasst unter anderem:
- getrocknete Cannabisblüten in verschiedenen Formen
- Pre-Rolls
- Haschischprodukte
- ausgewählte Nischen-Edibles
Alle Produkte werden vollständig im eigenen Haus verarbeitet und verpackt. Ziel ist eine lückenlose Qualitätskontrolle und vollständige Rückverfolgbarkeit.
- Standort: Hellevoetsluis bei Rotterdam
- Anbauform: moderne Indoor-Teilanlage
- Produktionsmenge: ca. 125 kg pro Woche
- Sortenvielfalt: rund 40 Strains
- Liefergebiet: 10 ausgewählte niederländische Gemeinden
Stimmen aus dem Unternehmen
Vladimir Smetanin, Gründer und CEO der Essence Investment AG, bezeichnet den Einstieg in den legalen Freizeitmarkt als strategischen Meilenstein. Er betont, dass dieser Schritt die bestehenden Aktivitäten im CBD- und medizinischen THC-Segment sinnvoll ergänzt.
Auch Steven van Eekeren, CEO der Growery, hebt hervor, dass sich das Unternehmen als zuverlässiger Produzent mit Fokus auf konstante Qualität und transparente Lieferprozesse positionieren will. Ziel sei es, genau die Sorten anzubieten, die Coffeeshops seit Jahren nachfragen, jedoch auf einem neuen Qualitätsniveau.
Bedeutung: Warum ist das relevant?
Die erste legale Cannabis-Lieferung der Essence Investment AG ist weit mehr als nur eine Unternehmensmeldung. Sie steht sinnbildlich für einen grundlegenden Wandel im europäischen Umgang mit Cannabis.
Die Niederlande galten jahrzehntelang als Vorreiter einer toleranten Coffeeshop-Politik, doch die Lieferkette war rechtlich nie sauber geregelt. Verkauf war geduldet, Anbau und Großhandel bewegten sich in einer Grauzone. Genau hier setzt das staatlich regulierte Wietexperiment an.
Mit der Teilnahme von Growery und der Unterstützung durch die Essence Investment AG wird erstmals eine vollständig legale, kontrollierte und steuerbare Lieferkette erprobt. Das bringt mehrere Vorteile:
- höhere Produktsicherheit durch Laboranalysen
- klare Qualitätsstandards
- Transparenz in der Lieferkette
- Bekämpfung des illegalen Marktes
- Steuereinnahmen für den Staat
Für die Branche bedeutet das einen wichtigen Schritt hin zu professionellen, industriellen Strukturen, wie man sie aus anderen Agrar- und Pharmabereichen kennt.
- Test einer legalen und regulierten Lieferkette
- Verbesserung von Qualität und Sicherheit
- Reduktion des illegalen Marktes
- Schaffung einer steuerbaren Branche
- Modellcharakter für andere EU-Länder
Einordnung: Für wen ist das besonders wichtig?
Die Aktivitäten der Essence Investment AG sind für verschiedene Zielgruppen von hoher Bedeutung:
- Investoren, die nach stabilen und regulierten Einstiegsmodellen im Cannabissektor suchen
- Politik und Behörden, die belastbare Daten für zukünftige Regulierungen benötigen
- Cannabisunternehmen, die sich an industriellen Standards orientieren wollen
- Coffeeshops, die erstmals legal einkaufen dürfen
- Konsumenten, die Wert auf geprüfte Qualität legen
Gerade für andere europäische Länder, in denen Cannabisreformen diskutiert werden, könnte das niederländische Modell mit Beteiligung der Essence Investment AG als Blaupause dienen.
Kontext: Essence Investment AG als strategischer Akteur
Die Essence Investment AG versteht sich als strategischer Investor entlang der gesamten europäischen Cannabis-Wertschöpfungskette. Das bedeutet, dass nicht nur einzelne Projekte gefördert werden, sondern ein ganzheitliches Ökosystem aus Anbau, Verarbeitung, Markenbildung und Vertrieb.
Zum Portfolio gehören unter anderem Beteiligungen an bekannten Schweizer Unternehmen wie Marry Jane AG und Swiss Extract AG, die im CBD-Segment führend sind. Mit Growery betritt Essence nun erstmals den regulierten Freizeitmarkt.
Der Ansatz ist klar: skalierbare Indoor-Produktion, hohe Effizienz und strenge Qualitätskontrollen sollen ein industrielles Niveau erreichen, das langfristig wettbewerbsfähig ist.
Die Growery als industrieller Maßstab
Growery verfolgt bewusst keine Nischenstrategie. Statt exotischer Spezialsorten konzentriert sich das Unternehmen auf Strains, die traditionell den Großteil des Coffeeshop-Umsatzes ausmachen. Ergänzt wird das Angebot durch ausgewählte Premiumsorten mit optimierten Terpenprofilen.
Terpene sind die aromagebenden Inhaltsstoffe der Cannabispflanze. Sie beeinflussen nicht nur Geruch und Geschmack, sondern auch die Wirkung im Zusammenspiel mit Cannabinoiden. Durch gezielte Selektion will Growery hier zusätzliche Qualität bieten.
Ein weiteres zentrales Element ist die vollständige Kontrolle der Prozesse:
- Anbau unter kontrollierten Indoor-Bedingungen
- Verarbeitung und Verpackung im eigenen Haus
- regelmäßige Laboranalysen
- vollständige Dokumentation der Lieferkette
So entsteht ein Produkt, das sich deutlich von der bisherigen Graumarktware abhebt.
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Praxisbeispiel: Was bedeutet das für einen Coffeeshop?
Ein Coffeeshop in Städten wie Tilburg oder Groningen kann nun erstmals Cannabis legal von einem staatlich lizenzierten Produzenten beziehen. Statt inoffizieller Lieferwege gibt es feste Verträge, geprüfte Ware und klare Preise.
Für den Betreiber bedeutet das:
- weniger rechtliche Unsicherheit
- konstante Qualität für die Kundschaft
- klare Dokumentation für Behörden
- professionellere Betriebsabläufe
Für Konsumenten wiederum steigt das Vertrauen, da Herkunft und Inhaltsstoffe transparent sind.
Einordnung im europäischen Kontext
Während Länder wie Deutschland, die Schweiz oder Malta eigene Modelle für Cannabisreformen entwickeln, schauen viele Akteure gespannt auf die Niederlande. Das Wietexperiment gilt als einer der ambitioniertesten Versuche, eine komplette Lieferkette zu legalisieren.
Die Beteiligung der Essence Investment AG zeigt, dass internationale Investoren bereit sind, erhebliche Summen in regulierte Strukturen zu investieren. Das sendet ein starkes Signal an Politik und Wirtschaft.
Sollte das Experiment erfolgreich verlaufen, könnten ähnliche Modelle auch in anderen Ländern umgesetzt werden. Für Essence würde sich damit ein enormes Expansionspotenzial eröffnen.
Ausblick: Wie geht es weiter?
Aktuell beliefert Growery Coffeeshops in zehn ausgewählten niederländischen Gemeinden. In den kommenden Monaten dürfte sich zeigen, wie stabil die Produktion läuft und wie der Markt die Produkte annimmt.
Mögliche nächste Schritte könnten sein:
- Ausbau der Produktionskapazitäten
- Erweiterung des Sortiments
- Eintritt in weitere regulierte Märkte
- Vertiefung von Partnerschaften in Europa
Gleichzeitig bleibt abzuwarten, wie die politischen Bewertungen des Wietexperiments ausfallen. Positive Ergebnisse könnten den Weg für dauerhafte Regelungen ebnen.
Kontext-Link zum Fachartikel
Weitere Hintergründe zur europäischen Cannabisindustrie und regulatorischen Entwicklungen findest du in unserem ausführlichen Fachbereich zur Marktentwicklung und Gesetzgebung in Europa.
Kurze Zusammenfassung
Die Essence Investment AG setzt mit der ersten legalen Cannabis-Lieferung aus der Growery in den Niederlanden einen Meilenstein für die europäische Cannabisbranche. Das Projekt zeigt, dass regulierte Lieferketten praktikabel sind und sowohl Qualität als auch Transparenz deutlich verbessern können. Für Investoren, Politik, Unternehmen und Konsumenten gleichermaßen eröffnet sich damit eine neue Perspektive auf einen verantwortungsvoll gestalteten Cannabismarkt.
Quellen / Infos: https://cannabisindustrie.nl/wp-content/uploads/2025/12/Persbericht_Essence-Investment-AG-levert-eerste-legale-cannabis-aan-Nederlandse-coffeeshops.docx.pdf
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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
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