Metal Church – einflussreicher Thrash Metal aus den 1980ern

Metal Church ist eine amerikanische Heavy Metal Band. Sie gründeten sich 1980 in San Francisco, Kalifornien, bevor sie im folgenden Jahr nach Aberdeen und Washington übersiedelten und kurz den Namen Shrapnel verwendeten. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum erschien 1984 und ihr letztes, Damned If You Do , erschien am 7. Dezember 2018.

Metal Church – Thrash Metal aus den 1980ern

Metal Church wird ein prägender Einfluss auf das Thrash Metal- Subgenre zugeschrieben, das die Ästhetik der neuen Welle von britischem Heavy Metal und amerikanischem Hardrock mit „unglaublich enger Musikalität“ und „durchdringend kreischendem“ Gesang verschmilzt. Die frühen lyrischen Themen der Band wie Konflikt und Paranoia wurden später zu philosophischen und sozialen Kommentaren.

Der Gründungsgitarrist Kurdt Vanderhoof blieb während seiner gesamten Karriere die einzige konstante Kraft der Gruppe, obwohl er seine Rolle 1986 nach mühsamen Auftritten ausschließlich auf Komposition beschränkte. Vanderhoof, Sänger David Wayne, Gitarrist Craig Wells, Bassist Duke Erickson und Schlagzeuger Kirk Arrington komponierten die klassische Metal Church-Besetzung der ersten beiden Platten, während Sänger Mike Howe und Gitarrist John Marshall später zum Sound der Gruppe beitrugen.

In dieser Zeit hatte Metal Church mit zwei ihrer Alben – The Dark (1986) und Blessing in Disguise (1989) – einen Platz unter den Top 100 auf der Billboard- Liste erlangt. Ihr 1991er Album The Human Factor und sein 1993er Nachfolger Hanging in the Balance erhielten ebenfalls ein kritisches Lob, konnten jedoch nicht mit dem Erfolg der Veröffentlichungen der Gruppe aus den 1980er Jahren mithalten. 1998 erlebten sie zahlreiche Besetzungswechsel und veröffentlichten drei weitere Studioalben, während Ronny Munroe sie im Juli 2009 wieder auflöste. Die Gruppe kam im Oktober 2012 zum zweiten Mal zusammen und veröffentlichte ein Jahr später ihr zehntes Studioalbum Generation Nothing.

Wiedersehen mit Mike Howe (2014 – heute)

Munroe verließ die Band im September 2014, um „andere Interessen zu verfolgen“. Die Band gab ihre Pläne bekannt, trotzdem weiterzumachen. Am 30. April 2015 gab Metal Church auf ihrer Facebook-Seite bekannt, dass der frühere Sänger Mike Howe, etwa 20 Jahre nachdem er die Band zum ersten Mal verlassen hatte, wieder in die Band eingetreten war.

Howe kommentierte seine Rückkehr wie folgt: „Kurdt Vanderhoof hat mich im August 2014 geholt und vorgeschlagen, zur Band zurückzukehren. Er sagte, Ronny [Munroe] habe die Band verlassen und Kurdt wollte nicht wirklich mit Metal Church weitermachen, es sei denn, ich würde überlegen, zurückzukehren. Also sagte ich: „Nun, ich weiß es nicht. Ich bin offen dafür. Aber mal sehen, welche Art von Musik wir entwickeln können.“ Also ging Kurdt zurück ins Studio und fing an, Songs zu schreiben, wie vor zwanzig Jahren und er schickte sie mir über das Internet. Der Typ hat es immer noch drauf und leistet großartige Arbeit. Also sagte ich von dort aus: „Nun, ich kann dazu nicht nein sagen.“

Metal Church – Metal Church

Die Band, die diesen Faktor als eine der ersten für sich reklamieren konnte, ist Metal Church. Seit 1999 veröffentlicht die Band lediglich noch gefälligen Power Metal, der niemandem wehtut und im Gegenzug auch keinen zu Begeisterungsstürmen hinreißt.

Das bahnbrechende '85er Debüt ist da noch von völlig anderem Kaliber. Dieses Album definierte den Begriff „Heaviness“ neu und legt bis heute die Messlatte für etwaige Herausforderer. Unterstützt durch den Bombensound von Terry Date, hauen Metal Church vor allem in der ersten Hälfte gottgleiche Kracher heraus, die bis heute ihresgleichen suchen. Man lasse sich die Songtitel auf der Zunge zergehen: „Beyond The Black“, „Metal Church“, „Gods Of Wrath“. Unterstützt wird diese legendäre erste Hälfte durch das – trotz Maidens „Transylvania“ – stärkste Metal- Instrumental aller Zeiten: „Merciless Onslaught“.

Auf dieser LP-Seite geben ALLE Beteiligten 110% – sei es David Wayne (R.I.P.!), Kurdt Vanderhoof oder der unvergleichliche Kirk Arrington (was für ein Punch!) an der Schießbude.

Die B-Seite von „Metal Church“ fällt dem gegenüber leicht ab; zwar sind auch hier mit „Hitman“ (leider mit schwachem Chorus) und dem Deep Purple-Cover „Highway Star“ einige Highlights vertreten, die jedoch gegen die gottgleiche Eröffnungswalze nicht ganz bestehen können.Dennoch: Wer sich mal gepflegt verdreschen lassen möchte, lege dieses Album bei maximaler Lautstärke ein. They'll hit you like a ton of bricks!

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Autor: ArchiVader



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