Oberland Weg DÖ 82

Jenseits des tosenden Flusses der Wilden Rodach schwingt sich der Frankenwald, wie ein Maler auf seiner Leinwand, empor bis zu der sublimen Höhe von 794 Metern am Döbraberg, dem Hochland schlechthin.

Oberland-Weg DÖ 82: Wo der Wald seine stolze Erhabenheit offenbart

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Vom Gasthaus Löhmar zum ersten spektakulären Aussichtspunkt

In Löhmar verlassen wir das refugiumartige Gasthaus und schlendern, gleichsam wie ein Poet in der Abenddämmerung, linkerhand an den letzten Wohnstätten menschlicher Zivilisation vorbei in die unbeschriebene Weite. Wahrlich, hier in luftiger Höhe sollten wir verweilen, wie Könige auf ihren Thronen, und den majestätischen Rundblick über das Land auskosten.

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Von hier aus kann man nicht nur den Döbraberg im Osten und den doppelköpfigen Rodachrangen im Süden sehen, sondern auch den Blick in die Ferne richten, wo Ortschaften wie Bernstein und Unterleupoldsberg liegen. Und als Bonus, im Westen das Tal der Wilden Rodach mit dem mysteriösen, fast schlossähnlichen „Fels“ in Sichtweite.

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Der Serpentinenweg zum Tal der Wilden Rodach

Nun brechen wir auf, gleich einem Abenteurer in einer düsteren Sage, entlang eines Pfades, der sich geschmeidig und facettenreich durch die Waldlandschaft schlängelt. Während wir uns die Hanglandschaft hinabbegeben, kreuzt unser Weg einen weiteren, auf den wir uns kurz darauf begeben. Schließlich führt uns dieser fast wie von Zauberhand zum malerischen Tal der Wilden Rodach.


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Quer durch die architektonische Landschaft und ins Reich des Marmors

Dieser Abschnitt lässt uns an einem alten Marmorbruch vorbeigehen, ein Phänomen, so außergewöhnlich wie ein vierblättriges Kleeblatt in einem Meer aus dreiblättrigen. Otto Knopf beschrieb den Farbenreichtum dieses seltenen Gesteins als quasi undefinierbar—ein Kaleidoskop in Steinform.

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Anstieg zur Idylle: Der Weiler Schmölz

Der folgende Abschnitt unserer Wanderung gleicht einer meditativen Anstiegsphase, in der wir, gleich einem einsamen Mönch auf einer Pilgerfahrt, durch das Tal des Leupoldsbaches gehen. Unsere Reise führt uns zum Weiler Schmölz, der seinen Namen als eisernes Zeugnis einer vergangenen Ära der Eisenverhüttung trägt.

Über den Gipfeln der Höhen und Tiefen

Mit federndem Schritt bewegen wir uns weiter auf einem pfadähnlichen Rasen, der durch einen Panoramablick auf die umliegenden Hügel und den Thiemitztal ergänzt wird. Unser Weg führt uns dann durch den Waldrand, wie ein Forscher, der eine versteckte Zivilisation entdeckt, bis wir schließlich die Stichstraße erreichen, die uns zum Räumlas bringt.

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Abschluss der Tour: Ein pittoresker Blick in die Vergangenheit

Der finale Akt unserer Exkursion bietet mehr als nur szenische Aussichten; er entführt uns auch in die Geschichte. Wir begegnen der Gruftkapelle, die vom einst wohlhabenden Johann Will, einem Industriellen des 19. Jahrhunderts, erschaffen wurde.

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Rückkehr zum Ausgangspunkt: Die letzten 500 Meter der Reise

Der finale Abschnitt ist nicht nur das Ende, sondern auch ein Rückblick auf den Anfang. Nach einer insgesamt 10,6 Kilometer langen Wandertour, die uns durch verschiedenste Landschaften und Zeitabschnitte führte, schließen wir unsere Reise dort ab, wo alles begann: im idyllischen Löhmar.

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In der Retrospektive erscheint unsere Exkursion wie eine ausführliche Symphonie, in der jeder Satz, jeder Takt, seine eigene Bedeutung und Schönheit besitzt. Es war eine Wanderung, die weit mehr war als die Summe ihrer Teile; ein Erlebnis, in dem die Natur und Kultur sich in einer nahezu poetischen Symbiose verbanden.

Genaue Beschreibung und weitere Infos: https://www.frankenwald-tourismus.de/detail/id=6087f5400d7ea872058c79c0

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Die Sage (zum Oberland-Weg DÖ 82) des Waldgeist Trübmoos und des singenden Steins

In den Tiefen des Frankenwaldes, weit jenseits des tosenden Flusses der Wilden Rodach, hauste seit Jahrhunderten der Waldgeist Trübmoos. Er war ein verschrobener Kerl, halb Mensch, halb Baum, und mit einem Bart aus Moos und Flechten geschmückt. Nur selten zeigte er sich den Menschen, doch seine Präsenz war allgegenwärtig.

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Die Waldsängerin und der eingeschlossene Gesang

Es wird erzählt, dass Trübmoos eine Tochter hatte, die so schön sang, dass selbst die Vögel im Wald verstummten, um ihr zuzuhören. Sie wurde Waldsängerin genannt. Aber Trübmoos hatte Angst, seine Tochter könnte eines Tages entführt werden, und so schloss er ihren Gesang in einen Marmorstein aus dem alten Marmorbruch ein.

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Der erste Besucher: Johann der Schmied

Eines Tages gelangte Johann, der junge Schmied aus dem Weiler Schmölz, in den tiefen Wald. In der Hoffnung, mehr über die Legende der Waldsängerin zu erfahren, suchte er den Marmorstein. Er fand den Stein und begann, darauf zu klopfen. Plötzlich ertönte ein bezaubernder Gesang. Fasziniert versuchte Johann, den Stein zu brechen, aber er war zu hart. Als er aufschaute, stand Trübmoos vor ihm. „Du darfst den Gesang nicht befreien!“ donnerte der Waldgeist. Johann ergriff die Flucht.

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Das Geheimnis des singenden Steins

Johann kehrte zum Weiler Schmölz zurück und erzählte jedem, der es hören wollte, von dem singenden Stein und dem zornigen Waldgeist. Die Bewohner beschlossen, eine Delegation zu schicken, um mit Trübmoos zu sprechen. Sie erreichten den Serpentinenweg und folgten ihm bis zum alten Marmorbruch. Der Waldgeist zeigte sich ihnen und erklärte: „Der Gesang meiner Tochter ist das Herz des Waldes. Wenn er befreit wird, wird der Wald sterben.“ Die Delegation verstand und schwor, das Geheimnis zu bewahren.

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Der Entschluss der Waldsängerin

Die Waldsängerin hatte alles mit angehört. Sie verstand die Sorge ihres Vaters, wollte aber nicht, dass ihr Gesang nur ein Gefangener wäre. In einer stillen Nacht trat sie vor den Stein und sang ein letztes Lied. Der Stein zersprang und ihr Gesang füllte den Wald. Dann verschwand sie, wurde eins mit dem Wald und ihre Stimme wurde zum ewigen Echo zwischen den Bäumen.

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Die Transformation des Waldes

Die Bewohner aus Löhmar und Schmölz spürten die Veränderung. Der Wald schien lebendiger, die Tiere gesünder und die Pflanzen kräftiger. Trübmoos, jetzt ohne Tochter aber mit einem Lächeln im Gesicht, zog sich tiefer in den Wald zurück. Von da an sprach man vom „Wald der singenden Bäume“ und jeder Wanderer, der den Oberland-Weg DÖ 82 durchquerte, konnte, wenn er genau hinhörte, die Melodie der Waldsängerin im Wind hören.

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Die Sage lebt weiter

Im Gasthaus Löhmar wird noch heute die Sage vom Waldgeist Trübmoos und der Waldsängerin erzählt. Und wenn man auf dem Rückweg der 10,6 Kilometer langen Wandertour ist, kann man im Tal der Wilden Rodach, zwischen den architektonischen Schönheiten und den hohen Gipfeln, der sanften Melodie der Waldsängerin lauschen und weiß, dass der Wald mehr ist als die Summe seiner Teile.

So ist der Frankenwald nicht nur ein Ort der natürlichen Schönheit, sondern auch ein mystischer Ort, an dem die Grenze zwischen Legende und Wirklichkeit fließend ist. Und in der Retrospektive erscheint jede Wanderung durch diesen magischen Wald als eine Reise durch eine Welt, in der Natur und Kultur, Geschichte und Sage, sich in einer nahezu poetischen Symbiose verbinden.


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Hier noch ein paar Daten zum Oberland-Weg DÖ 82

Oberland-Weg DÖ 82 (Gemeinreuth – Räumlas – Unterleupoldsberg – Löhmar)

Dauer der Wanderung: 02:13 Stunden
Länge der Wanderstrecke: 10,7 km
Durchnittsgeschwindigkeit: 4,8 km/h
Höhenmeter Aufstieg: 320 m
Höhenmeter Abstieg: 320 m

Die Wanderung findest Du auch bei komoot …

Weitere Wanderwege im Frankenwald … (klicke hier!)

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Autor: Chad Gregor Paul Thiele

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