Kanzel-Weg US 12

Dieser Rundweg ist nicht bloß ein Spaziergang im Park; er ist ein symphonisches Arrangement aus Talblicken, geologischen Kuriositäten und Relikten einer vergangenen Bergbauära.

Die Odyssee des Kanzel-Wegs US 12: Ein Wanderpfad der Extraklasse

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Ein Kaleidoskop aus Talblicken und geologischen Wundern

Der Pfad schlängelt sich, nach einem anfänglichen Aufstieg, der einem den Atem raubt, und einem abschließenden Abstieg, der die Knie zittern lässt, entlang der Hänge beiderseits des Selbitztales. Der Aussichtspunkt König David, ein majestätischer Thron hoch über der Talsohle, bietet einen Blick, der einem das Herz aufgehen lässt. Doch auch die Felsformation, die dem Weg seinen Namen verleiht, ist ein Ort der Kontemplation: Von dieser natürlichen Kanzel aus genießt man eine Panoramaansicht der idyllischen Tallandschaft der Selbitz, die einem den Atem stocken lässt. Und als Sahnehäubchen warten am Anfang und Ende der Route kleine Juwelen auf den Wanderer: ein Park mit Mineralquellen, ein Informationszentrum und der sagenumwobene Friedrich-Wilhelm-Stollen.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Der Prolog: Vom Gasthaus zur königlichen Aussicht

Vorbei am Gasthaus Blechschmiedenhammer schreiten wir über die Selbitzbrücke, lassen das Tal der Selbitz hinter uns und folgen den Markierungen des Franken- und Seenwegs in den sylvanischen Schoß des Waldes. Kaum haben wir den Waldweg betreten, schlagen wir einen Steig ein und erklimmen in Serpentinen den Weg zum Aussichtspunkt König David, als würden wir den Olymp selbst besteigen.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Ein Abstecher für die Wagemutigen und die Reise zum Felsenthron

Für die Trittsicheren unter uns ist ein kleiner Umweg zum Hirschsprung ein Muss. Wir setzen unsere Wanderung in gerader Linie über den Haselhügel fort und biegen nach einer kurzen Distanz rechts ab. Ein kurzer Abstieg führt uns auf einen Hangweg, dem wir folgen, bis wir die namensgebende Kanzel erreichen, eine Felsformation, die uns einen nostalgischen Blick zurück zum Aussichtspunkt König David gewährt.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Die Reise durch das Tal der Selbitz und die Geheimnisse des Bergbaus

Nach dem Parkplatz schlängeln sich angenehme Pfade abwärts zur Straße am Rande des Ortes Hölle und weiter über die Selbitzbrücke zur anderen Seite des Tals. Ein kurzer Abstecher zum kleinen Park mit den Heilquellen ist so lohnenswert wie ein Besuch bei einem alten Freund. Wir folgen einem steilen Steig bergauf, bis wir eine Forststraße erreichen.

Von dort aus folgen wir dem breiten Hangweg bis zum Mundloch des Stollens „Blauer Löw“, ein Fenster in eine vergangene Ära des Bergbaus, wo einst ein gelbes und braunes Kupfererz gefördert wurde, so weich wie die Träume der Bergleute.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Die letzten Höhepunkte: Vom Schwedenstein zum Drachenfels

An einer scharfen Linkskurve verlassen wir den Weg nach etwa 200 Metern, um vom Schwedenstein aus den unverstellten Blick auf das Tal und den gegenüberliegenden, bewaldeten Hang zu genießen. Wir folgen dem begrasten Weg und erreichen bald den Aussichtspunkt Rebecca, ein Kleinod für die Augen. Nach diesem Abstecher setzen wir unsere Reise fort, bis wir den Drachenfels erreichen, ein majestätischer Aussichtspunkt, der 603 Meter über dem Meeresspiegel und 94 Meter über der Talsohle thront.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Das Finale: Der Weg zum Informationszentrum und dem Besucherbergwerk

Wir folgen dem Weg abwärts, bis wir auf die Markierung des Felsenpfades stoßen. In einer scharfen Linkskurve folgen wir ihm abwärts, als würden wir die Stufen einer gigantischen Treppe hinuntersteigen. Schließlich erreichen wir die Straße, die uns zum Informationszentrum des Naturparks in Blechschmidtenhammer führt. Ein paar Schritte weiter und wir stehen vor dem Besucherbergwerk „Friedrich-Wilhelm-Stollen“, das Finale einer Wanderung, die uns durch ein Kaleidoskop aus Natur und Geschichte geführt hat.

Genaue Beschreibung und Informationen: https://www.frankenwald-tourismus.de/detail/id=6087f52c0d7ea872058c793e

Die Sage zum Kanzel-Weg US 12

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Die Sage vom Bergmann Wilhelm und der verschwundenen Kanzel

Es war einmal vor langer Zeit im Frankenwald, wo die Felsen ein Echo widerhallen und die Wälder so dicht sind, dass selbst der Wind kaum hindurchflüstern kann. In dieser Zeit lebte ein Bergmann namens Wilhelm, ein stämmiger Mann mit Händen so rau wie die Felsen, die er brach.

Kanzel-Weg US 12
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Wilhelm und der Geheimauftrag

Wilhelm war bekannt für seinen unermüdlichen Arbeitseifer und seine Liebe zum Bergbau. Eines Tages erhielt er von König David, dem Herrscher dieser Landstriche, einen mysteriösen Auftrag: Er solle in einer bestimmten Höhle nach einem sagenumwobenen Edelstein suchen, bekannt als der „Blauer Löw.“ Dem König wurde gesagt, dass dieser Stein magische Kräfte besitze und das Reich vor drohenden Gefahren schützen könne.

Kanzel-Weg US 12
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Die verschwundene Kanzel

Wilhelm begab sich auf die Reise und gelangte schließlich zur Höhle, die als Eingang zum Friedrich-Wilhelm-Stollen bekannt war. Doch zu seiner Überraschung fand er die natürliche Kanzel, die dem Ort seinen Namen gab, nicht mehr vor. Sie war einfach verschwunden! Statt des ehrwürdigen Felsens sah er nur einen leeren Raum.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Die Erscheinung der Waldfee

Entmutigt und verwirrt setzte Wilhelm sich nieder und rief die alten Geister des Waldes an. Kaum hatte er dies getan, erschien vor ihm eine Waldfee namens Rebecca. Mit einem Lächeln, so strahlend wie der Edelstein selbst, sprach sie: „Fürchte dich nicht, Wilhelm. Die Kanzel ist nicht verloren, sie wurde nur in eine andere Dimension verlegt.“

Die Reise zur verborgenen Kanzel

Rebecca sprach einen Zauberspruch und ein Portal öffnete sich. Gemeinsam durchquerten sie es und landeten an einem Ort, der so schön war, dass selbst die kühnsten Maler es nicht hätten darstellen können. Die Kanzel war hier, in dieser verzauberten Dimension!

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Die Prüfung

„Du musst eine Prüfung bestehen, um den Edelstein und die Kanzel zurückzubringen,“ sagte Rebecca. Die Prüfung bestand darin, drei Rätsel zu lösen. Jedes falsche Wort, und Wilhelm würde für immer in der Dimension gefangen bleiben. Durch seine Klugheit gelang es Wilhelm, alle Rätsel zu lösen.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Die Rückkehr der Kanzel und des Edelsteins

Als Belohnung brachte Rebecca ihn und die Kanzel zurück in den Frankenwald. Wilhelm ging zum König und übergab ihm den „Blauen Löw.“ Das Reich blühte auf, und der Friedrich-Wilhelm-Stollen wurde ein Ort der Pilgerfahrt für jene, die Glauben und Hoffnung suchten.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Wilhelms Erbe

Bis heute gibt es Geschichten von Wilhelms Mut und der magischen Reise, die er unternahm. Die Waldfee Rebecca soll auch immer noch im Wald wohnen, bereit, denjenigen zu helfen, die reines Herz und klaren Verstand besitzen. Die natürliche Kanzel und der Aussichtspunkt König David sind jetzt beliebte Orte für Wanderer, die sich auf dem Kanzel-Weg US 12 verlaufen haben. Man sagt, wenn man genau hinhört, kann man die Waldfee lachen hören, und wenn man noch genauer hinschaut, findet man vielleicht ein kleines Stück des „Blauen Löws“, das Wilhelm für die Nachwelt zurückgelassen hat.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Und so endet die Sage vom Bergmann Wilhelm, einem Mann, der eine geheime Mission erfüllte, eine verschwundene Kanzel wiederfand und das Reich mit dem magischen „Blauen Löw“ rettete. Und all dies geschah im mystischen, wundervollen Frankenwald.

Kanzel-Weg US 12
Kanzel-Weg US 12

Das Ende

So endet die Sage, aber nicht die Wunder und Geheimnisse des Frankenwaldes. Sie leben in jedem Stein, jedem Baum und in den Geschichten, die die Menschen hier noch immer erzählen. Wer weiß, vielleicht bist du der Nächste, der auf dem Kanzel-Weg US 12 ein eigenes Abenteuer erlebt.

Kanzel-Weg US 12
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Hier noch ein paar Daten zum Kanzel-Weg US 12

Kanzel-Weg US 12 (Höllental – Rebeccastollen, König David, Drachenfels)

Dauer der Wanderung: 02:21 Stunden
Länge der Wanderstrecke: 09,04 km
Durchnittsgeschwindigkeit: 3,8 km/h
Höhenmeter Aufstieg: 320 m
Höhenmeter Abstieg: 310 m

Die Wanderung findest Du auch bei komoot …

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Autor: Chad Gregor Paul Thiele

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