Am 14. Oktober 2024 meldet sich der Deutsche Hanfverband (DHV) mit einem neuen Newsletter zurück. Es ist der erste seit einer längeren Pause – der letzte erschien im April dieses Jahres, unmittelbar nach dem Inkrafttreten des neuen Cannabisgesetzes (CanG).
Neustart des DHV-Newsletters: Ein Rückblick auf eine intensive Zeit

In der Zwischenzeit hat sich beim DHV jedoch einiges getan, was diesen Rückblick besonders spannend macht.
Eine Flut von Anfragen: Medien, Konsumenten und Anbauvereinigungen
Seit dem Inkrafttreten des neuen Cannabisgesetzes hat der DHV eine Vielzahl an Anfragen erhalten. Medien, aber auch Konsumenten und Initiatoren von Anbauvereinen suchten zunehmend den Kontakt, um mehr über die neuen Regelungen und ihre Konsequenzen zu erfahren. Fast täglich erreichten den DHV neue Fragen, die oft zunächst intern geklärt werden mussten, bevor man sie beantworten konnte. Es stellte sich heraus, dass das Cannabisgesetz in vielen Bereichen unklare oder problematische Aspekte enthält, aber gleichzeitig auch Chancen bietet, die vorher nicht auf dem Radar waren.
Die Herausforderung der Informationsaufbereitung
Diese Vielzahl an Anfragen und Unsicherheiten bedeutete, dass der DHV umfangreiche Recherchen und Ausarbeitungen zu verschiedenen Themen durchführen musste. Die Inhalte der eigenen Webseite mussten aktualisiert und neue Informationsmaterialien wie Flyer erstellt werden. Dies ist nach wie vor ein laufender Prozess. Die richtigen Antworten zu finden und diese verständlich zu kommunizieren, stellte eine der größten Herausforderungen dar.
Neue Testmöglichkeiten und gesetzliche Änderungen
Parallel zur Informationsarbeit beschäftigte sich der DHV mit der Frage, wie Konsumenten in Zukunft Cannabisproben testen lassen können. Auch der Nachweis des THC-Gehalts im Blut ist eine wichtige Fragestellung, insbesondere im Hinblick auf die Verkehrstauglichkeit von Konsumenten. Beide Themen waren zäh, aber wichtig und werden weiterhin verfolgt. Zudem gab es in dieser Zeit bereits neue gesetzliche Entwicklungen, etwa die kurzfristigen Verschärfungen für Anbauvereine im Juni. Diese Änderungen wurden aufgrund einer Protokollnotiz des Gesundheitsministers Karl Lauterbach im März gegenüber dem Bundesrat beschlossen. Auch die Festlegung von THC-Grenzwerten im Straßenverkehr war ein entscheidendes Thema.
Säule 2: Wissenschaftliche Modellprojekte zur Cannabisabgabe
Im Fokus stand auch die sogenannte „Säule 2“, die wissenschaftlichen Modellprojekte zur kontrollierten Cannabisabgabe, die von Bundesminister Karl Lauterbach angekündigt wurden. Bisher ist wenig in dieser Hinsicht geschehen, weshalb sich Cem Özdemir, der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, nun mit der Umsetzung dieser Projekte beschäftigen muss. Auch in diesem Bereich setzt sich der DHV weiterhin für eine rasche und sinnvolle Umsetzung ein.
Anbauvereine und der Umgang mit den Landesbehörden
Besondere Aufmerksamkeit galt den Anbauvereinen, die im Zuge des neuen Gesetzes gegründet wurden. Der DHV unterstützte die Initiatoren und stand im regen Austausch mit den zuständigen Behörden der Länder, die für die Erteilung der Betriebsgenehmigungen verantwortlich sind. Bis heute haben jedoch erst fünf Bundesländer Betriebsgenehmigungen für Anbauvereine erteilt. Auch hier zeigt sich, dass es zahlreiche bürokratische Hürden gibt, die die Umsetzung erschweren. Mehrere Bundesländer baten den DHV um Stellungnahmen zu Verordnungen und zu den festgelegten Gebühren für die Anbauclubs.
Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit
Neben der Bearbeitung der Anfragen und rechtlichen Themen war der DHV auch auf zahlreichen Veranstaltungen aktiv. So fand im Juni die große „Cannabis Normal!“ Konferenz statt, ein zentrales Event für die Hanf-Community. Aber auch das erste Ortsgruppentreffen nach der Corona-Pause sowie das DHV-Herbstfest fanden großen Anklang. Der DHV war darüber hinaus auf vielen Messen und Demonstrationen vertreten, darunter der Global Marijuana March, die Hanfparade und die Mary Jane Messe, wo der Verband einen großen Messestand betreute.
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Termine und Engagement: Ein prall gefüllter Kalender
Insbesondere DHV-Geschäftsführer Georg Wurth war in den letzten Monaten stark eingebunden. Neben einer Anhörung im Landtag von Rheinland-Pfalz nahm er an einer Cannabis-Fachtagung in Hamburg und an verschiedenen Messen, wie der CannaTrade in der Schweiz, teil. Auch auf der politischen Bühne in Berlin, etwa beim Jahresempfang des Drogenbeauftragten Blienert, war der DHV vertreten. Zukünftige Termine sind bereits geplant, unter anderem bei einem Auftritt des ADAC Nordbayern sowie auf dem Strafverteidigertag im nächsten Jahr.
Prozessvorbereitungen und rechtliche Auseinandersetzungen
Ein weiteres zentrales Thema war die Vorbereitung von Gerichtsprozessen, für die der DHV im Rahmen seiner Weihnachtsspenden-Aktion Geld gesammelt hatte. Ziel war es, Grundsatzverfahren zu unterstützen, die wegweisend für die zukünftige Rechtsprechung im Bereich Cannabis sein könnten. Hierfür wurden zahlreiche Fälle geprüft und die passenden Anwälte ausgewählt. Zudem arbeitet der DHV an einer Popularklage gegen das bayrische Anti-Cannabis-Gesetz, wobei man sich einer Initiative aus dem Bundestag angeschlossen hat.
Die DHV-Arbeit in herausfordernden Zeiten
Die vergangenen Monate waren für den DHV besonders arbeitsintensiv und fordernd. Die Einführung des neuen Cannabisgesetzes hat viele Fragen und Unsicherheiten aufgeworfen, die durch intensive Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit bearbeitet werden mussten. Der DHV musste in vielen Bereichen Neuland betreten, um sowohl den Anbauvereinen als auch den Konsumenten weiterzuhelfen. Gleichzeitig standen wichtige Veranstaltungen, politische Termine und rechtliche Auseinandersetzungen auf der Agenda, die das Team stark forderten.
Die Strukturen des DHV sind auf solch eine Vielzahl an Aufgaben nicht ausgelegt, was zu Engpässen führte. Dennoch konnte der Verband durch die Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helfer und Ortsgruppen einen großen Teil der Aufgaben bewältigen. Besonders die engagierte Arbeit im Hintergrund zeigt, wie wichtig der DHV für die Cannabis-Community in Deutschland ist.
Ausblick: Regelmäßige Newsletter und zukünftige Projekte
Nachdem die intensivste Phase vorüber ist, plant der DHV nun, wieder regelmäßig Newsletter zu versenden, um die Community auf dem Laufenden zu halten. Der aktuelle Newsletter enthält wie gewohnt alle Nachrichten und Entwicklungen, die auf der DHV-Webseite seit April erschienen sind, einschließlich der Video-Aufzeichnungen der Sessions auf der Cannabis Normal! Konferenz. Der DHV bleibt weiterhin eine treibende Kraft in der deutschen Cannabisbewegung und wird auch in Zukunft mit vollem Einsatz für die Rechte der Konsumenten und Anbauvereine kämpfen.
Mit hanfigen Grüßen
Quelle / Infos: DHV-Newsletter vom 14.10.2024
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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
Kein Anspruch / Gewähr auf Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der News bzw. Pressemeldung








