CBDonnerstag KW8/2020: Cannabinoide zum Einsatz bei Krebs

Wieder einmal widme ich den CBDonnerstag einem heiklen Thema, bei dem ich am liebsten gleich von Anfang an ein paar Mal sagen möchte „Bitte unbedingt den Artikel fertig lesen.“ Wenn ich einen Eindruck NICHT erwecken möchte, dann diesen, dass ich suggerieren will, nehmt CBD, es hilft gegen alles, sogar gegen Krebs. Es hilft ja erstaunlicherweise so viel bei Krebs, dass es schon lang keinen mehr geben dürfte. Die Realität sieht anders aus, und nichts liegt mir ferner, als bei Schwerkranken Hoffnungen zu wecken, von denen ich nicht weiß, ob sie sich erfüllen. Warum ich diesen Artikel trotzdem schreibe…. Weil ich ein paar spannende Dinge gelesen habe, die ich Betroffenen, Angehörigen und Interessierten nicht vorenthalten möchte. Welche Schlüsse ihr dann daraus zieht, von „Humbug“ bis „heißer Scheiß“, bleibt gänzlich euch überlassen.

Cannabinoide in der Krebstherapie

Wie ihr vielleicht aus vergangenen Artikeln zum CBDonnerstag wisst, lege ich stets großen Wert darauf, zu betonen, dass CBD nicht psychoaktiv wirksam ist im Gegensatz zu THC. Viele Menschen kennen aber nur THC und verbinden dies mit allem, was vom Hanf kommt, und so landet CBD oftmals völlig unverschuldet im „Drogeneck“, wo es überhaupt nicht hingehört. Deshalb, und weil THC in Deutschland nicht legal ist, erwähne ich es kaum. Wenn wir aber darüber sprechen, welche Cannabinoide sich positiv auf Krebserkankungen auswirken, können wir THC nicht außer acht lassen. Auch die Studienlage zu Krebs und THC ist deutlich umfangreicher, während es sich bei CBD vielerorts noch auf Studien im Tierversuch beschränkt.

Wo sich THC besonders bewährt, ist die Behandlung von Tumorschmerzen und einige der üblen Nebenwirkungen der Chemotherapie, wie Erbrechen, Übelkeit und Appetitlosigkeit. An diese Patienten werden THC-basierte Medikamente wie Nabilon oder Dronabinol verabreicht. Selbstverständlich sprechen wir hier von ergänzender Medikation und nicht anstelle einer adäquaten Therapie. Der Einsatz ist allerdings gerechtfertigt, da der Nutzen inzwischen hinlänglich bewiesen ist und sich auch die Verträglichkeit über eine längere Dauer hin als gut herausgestellt hat.

CBD kann das Wachstum von Krebszellen hemmen

Auch über CBD gibt es einige positive Dinge zu berichten: In Tierversuchen zeigte sich, dass CBD das Wachstum verschiedener Krebszellen hemmen kann, konkret handelte es sich dabei um Leukämie-, Gebärmutterhals-, Prostata- und Brustkrebszellen. Auch über Krebszellen des Nervensystems gibt es Interessantes zu berichten, hier liegen auch bereits Studien an Menschen vor und zwar von Patienten mit Neuroblastom, welches häufig im Kindesalter auftritt, und dem Glioblastom, einem bösartigen Hirntumor.

2018 wurde eine Studie an 119 Patienten mit Brustkrebs und Glioblastomen durchgeführt, bereits Dosierungen von 20 mg (synthetischem) CBD zeigten Wirkung. Einige Patienten hatten bereits Metastasen, welche unter der CBD-Therapie zurückgingen, bei anderen breiteten sich die Krebszellen langsamer aus. Die Studienautoren schlossen daraus, dass CBD durchaus interessant für die Therapie der genannten Krebsarten ist, dass es keine konventionelle Therapie ersetzt und dass weitere Studien wünschenswert wären.

Eine weitere Studie wurde mit dem bereits bekannten Medikament Sativex (Kombination aus THC und CBD) durchgeführt, indem es Patienten mit Hirntumor zusätzlich zu ihrer Chemotherapie bekamen. Das Ergebnis war eine deutlich verbesserte Überlebensrate, weshalb auch diese Untersuchungen weitergeführt werden und auch bei anderen Krebsarten getestet wird.

Eine weitere wichtige Kombination ist CBD mit der Strahlentherapie. 2017 wurden die Auswirkungen beim Glioblastom untersucht, wenn CBD und Strahlentherapie kombiniert einwirken. Anscheinend schwächte das CBD die Krebszellen und machte sie anfälliger dafür, von der Strahlentherapie vernichtet zu werden.


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CBD Öl von chemps.de als zertifiziertes Medizinprodukt


CHEMPS unterscheidet sich in einem Aspekt von allen anderen Marken, welche CBD-Produkte vertreiben: Die hier angebotenen CBD-Produkte sind nicht Nahrungsergänzungsmittel, sondern Medizinprodukte. Diese entsprechen nämlich der Klasse 1 der EU-Klassifizierung.

Das Produktsortiment von Chemps.de bezieht sich aktuell ausschließlich auf CBD-Öle, da diese sich aufgrund ihrer vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der größten Beliebtheit erfreuen. Dadurch konzentriert sich CHEMPS zwar auf ein etwas kleineres Produktsortiment als andere Online-Shops, allerdings fällt dieses hier sehr hochwertig aus und zeichnet sich durch seine herausragende Qualität aus. Noch im ersten Quartal 2020 soll das Sortiment stark erweitert werden und auch CBD Tabletten, Kapseln und Kosmetik enthalten.

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CBD kann bei Nebenwirkungen der Chemotherapie helfen

Gefürchtete und sehr anstrengende Nebenwirkungen der Chemotherapie können Übelkeit und Erbrechen sein. Von CBD wissen wir bereits, dass es bei Verdauungsbeschwerden und Übelkeit hilfreich sein kann. Da im Falle einer Chemotherapie die Beschwerden jedoch meistens ausnehmend heftig sind, ist CBD alleine zu wenig wirksam. Die Vorstufe von CBD, die saure Form CBDa, hat sich bei der Behandlung von Übelkeit bereits enorm bewährt und am besten wirkt eine Kombination von CBD, CBDa und THC. Eine solche Kombination liegt in Cannabisblüten bzw. Cannabisblütenextrakten vor.

Chemo- und Strahlentherapien können sich schädigend auf die Mundschleimhaut auswirken. Die Folge davon sind schmerzhafte Entzündungen (Mukositis). CBD wirkt entzündungshemmend und kann auch die mit der Entzündung verbundenen Schmerzen eindämmen.

Überhaupt sind Schmerzen ein häufiges Problem bei Tumorpatienten. CBD ist hilfreich bei allen Schmerzzuständen, denen eine Entzündung zugrunde liegt. Handelt es sich um Nervenschmerzen, ist eine Behandlung mit THC oder eine Kombination aus CBD und THC sinnvoller.

Viele Krebspatienten leiden aufgrund ihres schweren körperlichen Leidens an Depressionen. Wir wissen, dass CBD an Cannabinoid-Rezeptoren unseres Körpers andockt und so auch in der Lage ist, in den Hirnstoffwechsel einzugreifen. Dort erhöht es den Spiegel von Serotonin und Glutamat, was dazu führt, dass sich die Stimmung hebt.

Auch von Ängsten sind viele Krebspatienten oft betroffen, zum einen akute Angstzustände, zum anderen posttraumatisch durch belastende Ereignisse in der Vergangenheit. Hierzu gab es eine Ministudie mit 49 Teilnehmern, bei denen 30 mg CBD (synthetisch) eine deutliche Verbesserung der Angstzustände zur Folge hatte.

Auch die zellschützenden Eigenschaften von CBD können bei der Krebstherapie von großer Bedeutung sein. Die Einnahme von CBD kann nämlich dabei helfen, das Erbgut vor Strahlenschäden zu bewahren, indem ein bestimmtes Enzym (CYP1A1) aktiviert wird. Außerdem können durch die Chemotherapie Nervenschäden entstehen, aus denen sich eine Polyneuropathie entwickelt. Diese Nebenwirkung ist gefürchtet, da die Schäden bleibend sind und dauerhafte Einschränkungen zu erwarten sind. Untersuchungen zufolge kann CBD dabei helfen, diese Schäden möglichst gering zu halten und in manchen Fällen sogar zu verhindern.

Achtung bei Appetitlosigkeit

Die meisten Krebspatienten leiden während ihrer Therapie an Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust und Übelkeit/Erbrechen. CBD ist allerdings nicht das Mittel der Wahl, um diese Probleme in den Griff zu kriegen. CBD wirkt sogar bei manchen Menschen appetithemmend. Was wiederum zu einer Appetitsteigerung führt, ist THC. Deshalb wird bei untergewichtigen und stark abgemagerten Patienten meistens zur Gabe von Dronabinol geraten.

In Summe klingt es sehr vielversprechend, was wir uns von CBD in Bezug auf Krebserkrankungen erwarten können. Bereits 2023 soll CBD fix bei der Behandlung von Glioblastomen eingesetzt werden. Auch die vielfältigen Nebenwirkungen bei Strahlen- und Chemotherapie können durch CBD und THC gelindert werden. In vielen Fällen übernimmt die Krankenkasse inzwischen die Kosten, wenn du oder jemand aus deinem Bekanntenkreis betroffen ist, sprecht unbedingt mit dem behandelnden Arzt über die Einsatzmöglichkeit von CBD und THC.

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Autorin: CBDoris

Wer ist CBDoris?
• Freiberufliche Texterin, Bloggerin und Autorin aus Österreich, Jahrgang 1980
• seit 2016 Inhaberin der Tiroler Textschmiede
• Metalhead, der auch mit Blues und Jazz was anfangen kann
• aktuelle Lieblingsbands: Warkings, Powerwolf, Amorphis, Ex Deo
• geht nie mit unlackierten Nägeln aus dem Haus
• verschlingt leidenschaftlich Thriller und Gummibärchen
• wäre manchmal gerne Alpaka-Hirtin in Peru


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