Klimapflanze Hanf – Weg mit den Vorurteilen! Stop #GermanHanfAngst!

Hanfinformationen: Hanf (wissenschaftlicher Name Cannabis) zählt zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt und kommt vermutlich ursprünglich aus Zentralasien und zwar aus dem Gebiet des heutigen Kasachstans.

Inhaltsverzeichnis

Die Geschichte der Klimapflanze Hanf und Hanfinformationen

Klimapflanze Hanf - Weg mit den Vorurteilen! Stop #GermanHanfAngst!
Klimapflanze Hanf – Weg mit den Vorurteilen! Stop #GermanHanfAngst!

Hanf Informationen: Was ist Hanf?

Archäologische Funde und uralte chinesische Texte zeigen, dass Hanf bereits seit vielen tausend Jahren als Heil- und Schmerzmittel genutzt wurde. Bis in die 1920er Jahre war Cannabis auch in deutschen Apotheken frei verkäuflich und erst nachdem es dann auf einer internationalen Konferenz auf die Drogenliste gesetzt und somit als illegal eingestuft wurde, gerieten seine vielen positiven Eigenschaften im Laufe der Zeit langsam in Vergessenheit.

Anschließend hatte die Pflanze dann für einen sehr langen Zeitraum nur noch das negative Image einer gefährlichen Droge. Erst in den letzten drei Jahrzehnten nahm der kontrollierte landwirtschaftliche Anbau von Hanf  aus einer Vielzahl von Gründen wieder zu.


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Hanf ist eine krautige, meist einjährige Pflanze, die heutzutage in den gemäßigten bis tropischen Klimazonen auf der ganzen Welt verbreitet ist. Je nach Standort- und Umweltbedingungen variiert ihre Wuchshöhe sehr stark. Ideal sind feuchte aber nicht zu nasse Böden; in diesem Fall können die Pflanzen bis zu 5 m hoch werden. Wilder Hanf wird dagegen normalerweise nicht höher als 3 m. Die Blätter besitzen eine markante, etwa handgroße Form mit jeweils einem bis maximal 13 kleineren Blättchen. Die Früchte sind nussähnlich und werden in der Botanik Achänen genannt. Die einzelnen Pflanzenteile können zu ganz unterschiedlichen Produkten verarbeitet werden und machen Hanf so durch seine vollständige Nutzung, die vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten und das schnelle Nachwachsen sehr interessant.



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Ein Ausflug in die lange und interessante Geschichte des Hanfs

Die Klischees über Hanf und dessen Konsum kennen wir praktisch alle, ebenso wie das Hanfblatt auf Postern, T-Shirts und allen möglichen Gebrauchsgegenständen. Auch mit dem Kultivieren von Hanfpflanzen wird experimentiert – aber was wissen wir sonst über die Heil- und Nutzpflanze?

Im CBD-Buch von Metaller.de soll es auch darum gehen, euch die Kulturgeschichte des Hanfs ein wenig näher zu bringen. Deshalb nehmen wir euch jetzt mit auf eine kleine historische Reise….

Heimat des Hanfs: Asien

Diese nimmt ihren Anfang in China, wo es eines der ersten schriftlichen Zeugnisse über den Hanfgebrauch gibt, und zwar vermutlich aus dem Jahre 2800 vor unserer Zeitrechnung. Über diesen Zeitraum herrscht bei Forschern Uneinigkeit.

Allerdings ist die Hanfpflanze vermutlich die erste vom Menschen kultivierte Pflanze. Jedenfalls verfasste Kaiser Schen Nung, der als Gott der Medizin und des Tees, sowie als Mitbegründer der chinesischen Kultur gilt, ein Buch über den Hanfgebrauch in der Medizin. Konkret wurde Hanf unter anderem als Heilmittel für Malaria und Rheuma genannt.

Hanf wurde von den Chinesen jedoch nicht nur als Medizin verwendet, sie wussten auch die Nahrhaftigkeit der Samen und das reißfeste Material der Stängel zu schätzen. Vermutlich wurde auch die berauschende Wirkung beim Verzehr der Blüten bald entdeckt. Aus der Zeit der Gushi-Kultur entdeckte man als Grabbeigaben Cannabisblüten, welche wohl aufgrund der psychoaktiven Wirkung verwendet wurden.

Auch aus Mesopotamien und Ägypten gibt es frühe Hinweise auf den Gebrauch von Hanf zu Heilzwecken. Während die Chinesen Hanf bereits zur Papierherstellung entdeckten, führte man im Römischen Reich Kriege um den Rohstoff.

Hanfkultivierender Ackerbau fand außerdem in Indien und Tibet, dem heutigen Irak, in Kasachstan und bei den alten Griechen statt. Im Zuge der Völkerwanderung gelangte der Hanf schließlich auch in das restliche Europa.

Die ältesten Hanf-Funde in Europa stammen aus Deutschland, sie sind rund 5.500 Jahre alt und kommen aus dem Raum Eisenberg (Thüringen).

Hanfernte im Frankenwald
Hanfernte im Frankenwald (frankenwaldhanf.de)

Hanf im Mittelalter und der Neuzeit

Hanf war auch aus den folgenden Epochen nicht wegzudenken, denn nun wusste man auch die Stängel zu Seilen, Tauen und Segeln zu verarbeiten. Ohne die reißfeste Hanffaser hätte man zum Beispiel den Langbogen als Waffe gar nicht verwenden können.

In der Schifffahrt war Hanf deshalb so beliebt, weil es resistenter gegenüber dem salzigen Meerwasser ist und sich auch weniger mit Wasser vollsaugt wie Baumwolle. Flachsleinen wiederum verrottet rasch, wenn es längere Zeit feucht ist, im Gegensatz zur Hanfleinwand.

Das Öl der Hanfsamen verwendete man als Speise- und Lampenöl, und schließlich entdeckte man auch in Europa den Hanf zur Papierherstellung, wie es in China bereits längst gang und gäbe war. Die Spanier waren die Ersten, Deutschland folgte 1290 mit der ersten Papiermühle in Nürnberg.

Berühmte Druckwerke wie die Gutenberg-Bibel oder die amerikanische Unabhängigkeitserklärung sind auf Hanfpapier verewigt.

Und wenn wir schon bei besonderen Einzelstücken aus Hanf sind: Auch die erste Jeans, von Levi Strauss im Jahre 1870 produziert, entstand aus Hanf.

Der Hanfanbau wird verdrängt

Während man in Venedig noch auf die Qualität der Hanfseile baute, entdeckte man in Südwestdeutschland etwas Rentableres: Den Anbau von Tabak. Auch für die Seilerei wurde ein anderer Rohstoff bedeutsam, und zwar die Fasern des Agavenbaums, als Sisal bekannt.

Mitte des 20. Jahrhunderts setzte die Bekleidungsindustrie immer mehr auf Kunstfasern, es wurden auch immer wieder Anti-Cannabis-Kampagnen laut, der Diplomat Harry J. Anslinger spielte diesbezüglich zum Beispiel eine große Rolle.

In den USA setzten sich führende Industrielle aus der Baumwoll- und Pharmaindustrie für die Einführung einer Hanfsteuer ein. Schließlich wurde auch ein Hanfanbauverbot erlassen. Kurze Bedeutsamkeit erlangte der Hanfanbau noch einmal in der Zeit des zweiten Weltkrieges, als Rohstoffknappheit herrschte und die Armee strapazierfähige Kleidung benötigte.

Erst in den 1990-er Jahren erlebte Hanf in der Landwirtschaft ein Revival, der Anbau wird auch kontinuierlich gesteigert, dennoch ist die Nachfrage immer noch größer als das vorhandene Angebot.

Die Nutzung ist immer noch dieselbe, denn immer noch sind die Hanfseile den Baumwollseilen qualitativ überlegen, und auch die Papierindustrie profitiert von der Haltbarkeit.

Hanf kommt auch in der chemischen Industrie zur Anwendung als Basis für Farben, Lacke, aber auch Waschmittel.
Das weltweite Interesse am Hanfanbau führte dazu, dass mit dem Stand 2017 52 Nutzhanf-Sorten zum Anbau in der Europäischen Union erlaubt sind.

Nutzhanf ist besonders beliebt als nachwachsender Rohstoff, die Zucht ist problemlos und es können alle Pflanzenteile verwertet werden. Die Pflanze ist höchst resistent gegenüber Schädlingen, pflegeleicht und im Anbau werden keine Herbizide benötigt.

Hanfernte im Frankenwald
Hanfernte im Frankenwald (frankenwaldhanf.de)

Hanfinformationen: Wie kann Hanf verwendet werden?

In den Cannabis Stängeln befinden sich kräftige Fasern, die bereits im alten Ägypten und im antiken Griechenland zu Kleidung und zu Seilen verarbeitet wurden. Der Vorteil von Hanfseilen gegenüber Baumwolltauen liegt in der wesentlich höheren Widerstandsfähigkeit und der geringeren Aufnahme von Salzwasser. Auch in der Herstellung von Segeltuch wurden die Fasern gern verwendet, so dass diese speziell in der Schifffahrt häufig zum Einsatz kamen. Auch die Sehnen von Langbögen wurden, speziell im Mittelalter, meistens aus Hanffasern gearbeitet.

Die Samen von Cannabis sind extrem ölhaltig und können zu Hanföl und zu einem äußerst gesunden Speiseöl verarbeitet werden, das mehr als 90 % ungesättigter Fettsäuren, viele Mineralien und Ballaststoffe besitzt und vielseitig einsetzbar ist. Aus destillierten Blüten und Blättern der Hanfpflanze kann ein ätherisches Öl hergestellt werden, dass unter anderem in der Kosmetikbranche zum Beispiel als Parfümzusatz verarbeitet wird. Das ätherische Hanföl kommt in der Aromatherapie als Stresslöser und manchmal als Geschmacksaroma in Produkten wie Schokolade, Eistee und Hustenbonbons zum Einsatz. Beim Auftragen auf die Haut soll es gegen Ekzeme, Schwellungen und Phantomschmerzen helfen. Aufgrund des großen Aufwandes und der noch vergleichsweise geringen Nachfrage werden in ganz Europa momentan nur etwa 200 l reines ätherisches Hanföl pro Jahr hergestellt, während die Hauptproduktion in Kanada stattfindet.

In China wurde Hanf schon vor mehreren tausend Jahren in der Medizin als Heil- und Schmerzmittel bei malariaähnlichen und rheumatischen Krankheiten verwendet. Dieses geht eindeutig aus alten Schriften hervor. Im Mittelalter war es zudem ein gebräuchliches Medikament gegen Wehen und Geburtsschmerzen.

Ziemlich unbekannt ist die Tatsache, dass der Prozess der Papierherstellung aus Holz erst relativ spät entdeckt wurde und dafür vorher ebenfalls Hanf benutzt wurde. Im 14. Jahrhundert baute man in Nürnberg beispielsweise die erste Papiermühle, welche diese Fasern als Ausgangsstoff benötigte. Die weltberühmte Gutenberg-Bibel und die Amerikanische Unabhängigkeitserklärung aus dem Jahr 1776 wurden beide auf Papier aus Hanf geschrieben.

Die Geschichte der Klimapflanze Hanf und Hanfinformationen
Die Geschichte der Klimapflanze Hanf und Hanfinformationen

Cannabis als Rauschmittel

Es wird geschätzt, dass weltweit über 190 Millionen Menschen Cannabis als Rauschmittel konsumieren obwohl es in den meisten Ländern der Welt verboten ist. Dabei ist es oftmals schwierig, zwischen Hanfprodukten als Arznei und als Droge klar zu unterscheiden, denn in beiden Fällen werden Muskelentspannung und eine beruhigende Wirkung erreicht. Der Stoff Tetrahydrocannabinol (THC), der für die berauschende Wirkung verantwortlich ist, ist nur in bestimmten weiblichen Pflanzen vorhanden und in den medizinischen und den Nutzhanfsorten kaum oder nur in sehr geringen Mengen nachweisbar. Marihuana wird aus den getrockneten Blättern hergestellt, während für Haschisch das gepresste Harz der Blüte benutzt wird.

Cannabis heute

Seit Beginn der 1990er Jahre ist der landwirtschaftliche Anbau von Hanf stark angestiegen, da man erkannt hat, dass es sich bei der Pflanze um einen sehr wichtigen und vor allem nachwachsenden Rohstoff handelt. Verwendung findet er heutzutage unter anderem in der Textilindustrie und als Dämmstoff in der Bauwirtschaft. Er ist außerdem bereits jetzt Basis von vielen Waschmitteln, Farben und Lacken. Im Anbau für die Produktion von Fasern, ist ein dichter Stand nötig, so dass die Pflanzen gerade und aufrecht wachsen. Im Gegensatz dazu sind die frei wachsende nach oben hin fast immer verzweigt.

Besonders kontrovers wird immer wieder über die Legalisierung des Einsatzes von Cannabis in der Medizin diskutiert. Zu diesem Thema wird speziell in der Schmerz- und Krebstherapie bereits seit längerem geforscht. Seit März 2017 können Patienten in Deutschland nun in bestimmten Fällen, wenn keine anderen Medikamente Linderung bringen, sogar auf Kosten der Krankenkassen Cannabis erhalten.

Die uralte Kulturpflanze Hanf gehört zu den am vielseitigsten verwendbaren Naturstoffen überhaupt und eine Kultivierung lohnt sich besonders wegen der fast vollständigen Nutzbarkeit aller Teile.

Hanfanbau – seit Jahrtausenden von der Menschheit kultiviert
Hanfanbau – seit Jahrtausenden von der Menschheit kultiviert (Frankenwald Hanf)

Hanfanbau – seit Jahrtausenden von der Menschheit kultiviert

Hanfanbau: Hanf wird schon seit Jahrtausenden von der Menschheit kultiviert. Jeder Teil der Pflanze lässt sich ausnutzen, denn sie hat eine unglaubliche Bandbreite an praktischen und industriellen Anwendungen. Abhängig vom späteren Einsatzbereich wird Hanf auf vielfältige Weise angebaut und verarbeitet, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen. Hanf ist eine vielseitige und robuste Pflanze mit einer langen und reichen Geschichte. Keine Verwirrung: Marihuana, Hanf und Cannabis sind unterschiedliche Namen für dieselbe Pflanze, obwohl sich die Bezeichnung Hanf hauptsächlich auf die industrielle Variante bezieht, die keine bzw. einen nur geringen Anteil der psychoaktiven Substanz beinhaltet.

Hanfanbau: Wissenswertes über die Hanfpflanze

Hanf (lateinischer Name: Cannabis sativa L.) ist eine einjährige dikotyle Pflanze. Sie ist ursprünglich eine zweihäusige Pflanze – das heißt, Männchen und Weibchen stehen auf verschiedenen Füßen. Männliche Pflanzen bestäuben weibliche und weibliche tragen die Samen. Wenn sie nicht befruchtet werden, bilden sie Blütenstände, die üblicherweise „Köpfe“ genannt werden. Es gibt auch einhäusige Pflanzen (Hermaphroditen) die männliche und weibliche Blüten auf demselben Stiel zusammenfassen. Hanfpflanzen können ohne Verzweigung bis zu 2, im Extremfall auch bis 4 Meter hoch werden. In dichten Beständen verdorren die Blätter des Bodens aus Mangel an Sonnenschein. Die äußere Rinde des Stammes enthält lange, harte Fasern, die als Seil bezeichnet werden.

Hanfsamen und Hanfblüten
Hanfsamen und Hanfblüten

Eigenschaften und Anwendungsgebiete

Obwohl einige zwischen landwirtschaftlichem Hanf und indischem Hanf unterscheiden, handelt es sich botanisch um dieselbe Pflanze. Es sind die Anbaumethoden und insbesondere die verwendeten Sorten, die sie zu einer klassischen landwirtschaftlichen Kulturpflanze machen oder unter das Betäubungsmittelkontrollgesetz fallen. Das entscheidende Kriterium ist ein maximaler Gehalt von 1% THC (Delta-9-Tetrahydrocannabinol), dem Cannabinoid, das für die psychotropen Wirkungen von Hanf verantwortlich ist.

Es sind zudem fast hundert weitere Cannabinoide im Hanf enthalten, einschließlich CBD (Cannabidiol), das sedierende und anxiolytische Eigenschaften besitzt. Das CBD kann auf viele verschiedene Systeme im Körper eine positive und therapeutische Auswirkung haben. Der charakteristische Geruch von Hanf ist auf organische Verbindungen zurückzuführen: Terpene. Es hat auch entzündungshemmende, antibakterielle und antivirale Eigenschaften. Kein Wunder, dass Hanf auch in der medizinischen Gemeinschaft von großem Interesse ist.

Mit einer Wurzel von 15 bis 30 cm und kräftigem Wachstum ist Hanf ein idealer Bodenverbesserer, der die Gräser schattiert und die Brüchigkeit erschöpfter Böden erhöht. Hanf produziert viermal so viel Ressourcen wie ein Hektar Baum (Biomasse, Sauerstoff und Ballaststoffe), während er viermal so viel Kohlendioxid einfängt. Hersteller und Käufer müssen sich aber darüber im Klaren sein, dass ein Besitz von Teilen von Hanfpflanzen (mit Ausnahme des sterilen Stammes und des sterilen Saatguts) ohne die vorgeschriebene Genehmigung gesetzeswidrig ist.

Hanfanbau: Nutzen von Hanfsamen und Hanfsamenöl

Hanfsamen gehören zu den nahrhaftesten Lebensmitteln. Sie enthalten alle essentiellen Fettsäuren (Omega 3, 6 und 9), essentielle Aminosäuren und Ballaststoffe, die für eine gute Gesundheit notwendig sind. Auch das aus den Samen gepresste Hanföl ist äußerst vielseitig. Hanfsamen sind reich an Vitaminen und Proteinen und sind auch für ihre kulinarische Vielseitigkeit bekannt. Sie enthalten auch die sogenannte GLA-Gamma-Linolensäure sowie Omega-3- und 6-Fettsäuren im Verhältnis 3:1, sodass sie vom Körper erfolgreich aufgenommen werden können. Hanfsamen sind daher eine gute Ergänzung zu jeder gesunden Ernährung. Das Öl und das Saatgut werden für den menschlichen Verzehr in Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln, aber auch in Vogelsamen und anderen Futtermitteln verwendet. Hanfsamenöl eignet sich auch sehr gut für kosmetische und gesundheitsfördernde Produkte sowie für die Pflege von Leder. Das Saatgut wird natürlich zur Kultivierung sowie zur Vermehrung und Züchtung verwendet.

Wichtige Faktoren beim Hanfanbau

• Idealer Boden und Exposition – Hanf bevorzugt mittelschwere Böden, die gut bewässert, aber frei von stehendem Wasser und Besiedlung sind. Der optimale pH-Wert liegt zwischen 6 und 7,5. Hanf wächst in voller Sonne, er braucht Wärme und einen gut erhitzten Boden, der weder hydromorph noch zu sauer ist.

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• Jahreszeit der Aussaat – der Hanf sollte im Mai gesät werden, wenn der Frost nicht zu befürchten ist und in einem Boden, der gut erwärmt wird. Die Samen sollten 2 bis 3 cm tief begraben sein.

• Pflege und Kultivierung von Hanf – Hanf ist eine einfache Ernte, die nicht speziell gegossen werden muss. Der Zyklus von Hanf ist im Wesentlichen durch die Länge des Tages oder der Photoperiode bedingt, d.h. unabhängig vom Zeitpunkt der Aussaat, der Blütezeit und der Erntezeit wird die Ernte zu festgelegten Terminen stattfinden, wie durch den Samen angegeben.

• Ernte und Konservierung von Hanf – Die Ernte hängt davon ab, ob es sich um frühe oder späte Sorten handelt, im Allgemeinen wird sie jedoch im August und September durchgeführt. Die Ernte ist das heikle Stadium des Hanfanbaus und erfordert eine angepasste Ausrüstung: eine Erntemaschine, um das Saatgut zu sammeln, und eine Presse, um das Stroh in Ballen zu packen. Hanfsamen, sehr zerbrechlich, müssen sofort in einem speziellen Trockner getrocknet werden.

• Krankheiten, Schädlinge und Parasiten – Hanf ist sehr unempfindlich gegen Krankheiten und Schädlinge und erfordert keine Pestizide. Es kann nur zu einer Abschwächung kommen, wenn zum Zeitpunkt der Aussaat keine Wärme vorhanden ist. Diese Pflanze ist anspruchslos und robust. Botrytis ist die Hauptkrankheit, die sie befällt. Hanffasern und Saatgut erfordern aufgrund einer ausreichenden Aussaatdichte grundsätzlich keine Unkrautregulierung, weshalb diese Kultur besonders für den ökologischen Landbau geeignet ist.

Industriehanf in Europa

Soweit ist die Produktion von Industriehanf in folgenden europäischen Ländern erlaubt: Frankreich, Deutschland, Niederlande, Belgien, Österreich, Rumänien, Tschechische Republik, Slowenien, England, Polen. Die Gesamtfläche in der Europäischen Union variiert je nach Quelle zwischen 10.000 und 18.000 Hektar Industriehanf. Der Anbau von Hanf ist in der EU nach wie vor ein sehr empfindliches Thema. Die Europäische Kommission macht einen klaren Unterschied zwischen dem Hanfanbau und der Herstellung und / oder dem Handel von Lebensmitteln aus Hanf. Es ist von Land zu Land unterschiedlich, ob die Erzeugung oder der Handel mit Hanf zulässig ist. Auch die Anforderungen an den Hanfanbau sind von Land zu Land verschieden. Zum Beispiel darf in Belgien nicht gezüchtet werden, es sei denn, der Züchter ist bereits als Landwirt registriert. In den Niederlanden wird dagegen eine viel flexiblere Politik angewandt.

Hanfanbau – seit Jahrtausenden von der Menschheit kultiviert (Frankenwald Hanf)
Hanfanbau – seit Jahrtausenden von der Menschheit kultiviert (Frankenwald Hanf)

Hanf – uralte Pflanze als nachhaltiger Rohstoff der Zukunft

Die Geschichte der Hanfpflanze kann bis zu einem Zeitraum von 12.000 Jahren zurückverfolgt werden. Damals lebten in den Gebieten Chinas und Persiens fortschrittliche Zivilisationen, die Hanf als Rohstoff nutzten. Es gilt als nachgewiesen, dass Textilien und und Papier aus Hanf gefertigt wurden. Die Fasern der Pflanze wurden für die Herstellung verwendet. Heute ist Hanf eine vielseitige Pflanze, die häufig mit dem Konsum von Drogen in Verbindung verbracht wird. Dass Hanf vielseitig nutzbar ist und als nachhaltige Pflanze gilt, ist vielen Menschen gar nicht bewusst. Dabei ist ihr Samen sehr wertvoll, und sie kann sogar als Ersatz für den fossilen Brennstoff Erdöl eingesetzt werden.

Anbau der Hanfpflanze in vielen Regionen möglich

Als Pflanze ist Hanf ausgesprochen anspruchslos. Kühle oder heiße Temperaturen machen ihr ebenso wenig aus wie viel oder wenig Nässe. Die Pflanze verdrängt sogar Unkräuter und kann sich in verschiedenen Böden behaupten. In Deutschland galt der Anbau von Hanf über Jahrzehnte als verboten. Grund dafür ist, dass das Harz der Pflanze zu Rauschmitteln verarbeitet werden kann. Sowohl harte Drogen wie Haschisch als auch Gras, das im Joint verarbeitet ist, wird aus Hanf gewonnen. Da diese Rauschmittel in Deutschland nicht zugelassen sind, wurde der Anbau von Hanf untersagt.

Hanfpflanze als Nutzpflanze im landwirtschaftlichen Anbau

Seit dem Jahre 1996 ist es Landwirten erlaubt, Hanf als Nutzpflanze anzubauen und zu verarbeiten. Dabei handelt es sich um eine Pflanze, die genetisch verändert wurde. Sie enthält nur einen sehr geringen Anteil an Tetra-Hydro-Cannabinol (THC). Aus diesem Grund eignet sich die Pflanze nicht für die Gewinnung von Drogen. Die Veränderung wirkt sich jedoch auch auf die Fasern aus, sodass eine Verarbeitung zu Textilien nur mit Einschränkungen möglich ist. Landwirte beklagen außerdem, dass diese spezielle Art der Hanfpflanze nur schwer zu beziehen ist. Somit bleibt der Anbau von Hanf in Deutschland trotz der Freigabe der Pflanze durch die Behörden schwierig, da die zulässige Konzentration des THC nicht selten überschritten wird. Zudem ist die Konkurrenz groß. So haben Pflanzen, die in China ohne THC-Reglementierung angebaut werden, eine höhere Qualität. Dennoch gibt es Landwirte in Deutschland, die sich mit dem Anbau von Hanf und mit der nachhaltigen Verwendung auseinandersetzen und diesbezüglich sehr gute Erfolge erzielen.

Verwendungsmöglichkeiten von Hanf

Hanf kann für verschiedene Verwendungszwecke eingesetzt werden. Zur Anwendung kommen die Früchte, die Fasern und die Samen.

Fasern

Die Fasern werden gern zu Textilien oder zu Korbmaterialien verarbeitet. Hier handelt es sich um sehr natürliche Produkte, die ohne den Zusatz von Chemie aus biologischem Anbau gewonnen werden. Diese Handprodukte können in speziellen Shops erworben werden. Die Preise sind etwas höher als bei Produkten aus Kunststoff oder bei Textilien, die aus Kunstfasern oder chemischen Fasern hergestellt werden. Die Qualität dieser Produkte ist hoch, sodass auch anspruchsvolle Kunden mit den Faserprodukten aus Hanf zufrieden sind. Möchtest du Produkte kaufen, die aus der Faser des Hanf hergestellt wurden, ist es wichtig, dass du darauf achtest, dass die Produkte aus kontrolliertem deutschen Anbau stammen. Dann hast du die Sicherheit, dass es sich wirklich um nachhaltige Produkte handelt.

Früchte

Wenig bekannt ist, dass der Hanf Früchte trägt, die verzehrt oder verarbeitet werden können. Auch hier ist die Nachhaltigkeit nur dann gegeben, wenn das Anbaugebiet der Pflanzen in Deutschland liegt und wenn die Pflanzen auf einer reinen biologischen Basis hergestellt wurden.

Die Früchte haben einen besonderen Geschmack, der dem der Nüsse ähnlich ist. Darüber hinaus ist es möglich, die Früchte zu einem Mehl zu verarbeiten. Du kannst aus diesem Mehl Brot oder andere Backwaren herstellen, die einen hohen Wert und eine sehr schmackhafte Note haben. Lecker ist auch ein Müsli, das aus den Früchten des Hanf hergestellt wurde. Wenn du auf eine gesunde Ernährung großen Wert legst, solltest du die Früchte ab und zu in deinen Speiseplan aufnehmen. Sie sind reich an Mineralstoffen und Proteinen. Auch verschiedene Vitamine sind enthalten. Da es sich um ein natürliches Produkt handelt, ist der Anteil an Zucker und anderen Dickmachern sehr gering.

Samen

Auch der Samen des Hanf kann auf verschiedene Weise genutzt werden. Die Samen sind essbar und können in ein Müsli oder in einen Joghurt eingestreut werden. Auch als Zutat zu selbst gebackenem Brot, in Brotaufstrichen und in Süßigkeiten findest du Hanfsamen. Du kannst sie in ausgewählten Shops auch separat kaufen und dann individuell in Rezepten verarbeiten, oder du probierst etwas Neues aus. Ebenso wie die Früchte sind auch die Samen des Hanf sehr gesund. Sie sind schmackhaft und liefern dem Körper viele Nährstoffe.

Hanföl

Aus den Samen kann Hanföl hergestellt werden. Es findet in der Medizin Anwendung. So lindert Hanföl nachweislich die Beschwerden bei Hauterkrankungen wie Neurodermitis oder bei verschiedenen Allergien.

Medikament gegen Krebs

In der Krebstherapie kommen Medikamente auf Basis von THC zum Einsatz. Diese werden aus Pflanzen gewonnen, die einen normalen THC-Gehalt haben. Der Anbau dieser Pflanzen ist sehr streng reglementiert und in der Landwirtschaft oder in privaten Gärten verboten. THC kann während der Krebsbehandlung die Übelkeit lindern, unter der Patienten leiden, die eine Chemotherapie verabreicht bekommen. Auch als Appetitanreger kann ein Einsatz erfolgen. Hier wurden nicht nur Patienten mit Krebserkrankungen, sondern auch Patienten mit der Immunschwächeerkrankung Aids in die Studien einbezogen. Bislang gibt es noch nicht viele Forschungsergebnisse bezüglich des Einsatzes der Hanfpflanze in der Medizin. Die bereits vorhandenen Ergebnisse sind jedoch sehr vielversprechend.

Hanf als Ersatz für Erdöl

Erdöl ist ein fossiler Brennstoff, der aus natürlichen Ressourcen stammt und mittlerweile nicht mehr zu den umweltfreundlichen Energien gehört. Zudem ist der Brennstoff nur in begrenzter Menge vorhanden. Auch wenn die Vorräte noch Jahrzehnte halten, ist es wichtig, dass es einen Ersatz gibt. Mittlerweile steht fest, dass sich nahezu alle Produkte, die bislang aus Erdöl hergestellt werden, auch aus Hanf erzeugen lassen. Die Forschung ist auch auf diesem Gebiet bislang noch nicht abgeschlossen. Sollten sich die Thesen jedoch bewahrheiten, gilt dies als Durchbruch in der Suche nach einem Ersatz für den fossilen Brennstoff. Erdöl wird nicht nur für Heizungen und zur Gewinnung von Kraftstoffen eingesetzt. Auch in der Verarbeitung von Plastik und Gummi ist Erdöl unverzichtbar. Hanf gilt aufgrund seiner widerstandsfähigen Fasern als eine Alternative, die künftig stärker erforscht werden soll.

Hanf - uralte Pflanze als nachhaltiger Rohstoff der Zukunft
Hanf – uralte Pflanze als nachhaltiger Rohstoff der Zukunft

Was ist Nutzhanf oder Industriehanf? Die Hanfproduktion in der EU nimmt zu!

Es gibt viele Namen für die Cannabis-Pflanze, doch die Bezeichnung Hanf bezieht sich vor allem auf die industrielle Sorte (Nutzhanf oder Industriehanf) und bringt international gehandelte Produkte hervor, die eine Millionenindustrie weltweit bilden. Hanf ist eine uralte Pflanze, die seit Tausenden von Jahren angebaut wird. Viele Zivilisationen züchteten im Laufe der Zeit Hanf für verschiedene Zwecke. Aus der großen und robusten Cannabispflanze wurden industrielle Produkte wie Segel, Seile und Textilien für Uniformen hergestellt und die Stärke und Haltbarkeit von Hanf wurde weltweit geschätzt.

Der Hauptunterschied zwischen Nutzhanf und Marihuana

Die Pflanze kann Hanfsamenölerträge von bis zu 30% erzielen, dient aber auch zur Herstellung vom nahrhaften Proteinpulver auf Pflanzenbasis, das für die Gesundheit hervorragend ist. Je nach Endprodukt wurde die Cannabispflanze mit bestimmten Eigenschaften gezüchtet, die zu der Art von Cannabis führten, die wir als Hanf kennen. Unterschied zum klassischen Marihuana
. Wenn wir von Hanf sprechen, gilt es also vom „klassischen“ Marihuana zu unterscheiden. Obwohl ihr allgemeines und äußerliches Aussehen ähnlich ist und sie zu derselben Pflanzenfamilie gehören, unterscheidet sich ihre chemische Zusammensetzung. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Nutzhanf praktisch kein psychoaktives Tetrahydrocannabinol (THC <0,2%) enthält. Die Hanfpflanze ist größer, dicker und hat weniger Laub als Marihuana. In Afrika ist das Wort „Hanf“ jedoch mit der Marihuana-Sorte Cannabis verknüpft, die in Malawi wiederum als „indischer Hanf“ bekannt ist. Dies ist jedoch nicht semantisch korrekt, aber traditionelle Definitionen lassen sich in den Köpfen der Menschen nur schwer korrigieren.

Industriehanf lässt sich in vielen Bereichen wie etwa im Textil, als Nahrung, Biokunststoff, Biokraftstoff oder sogar als medizinisches Arzneimittel anwenden. Hanfsamen enthalten große Mengen an Vitaminen (A, C, D, E und B), Mineralien und Aminosäuren wie Omega 3,6 und 9 in hohen Konzentrationen. Es ist ein Material, das sich biologisch vollkommen abbaut.

Die Hanfproduktion hat in den letzten Jahren auch in der Europäischen Union zugenommen und damit die Industrie und die Qualität der Produkte verbessert. Hanfsamen werden beispielsweise verwendet, um Tiere zu füttern. Der Konsum durch Menschen ist aber immer noch nicht so stark verbreitet. Derzeit wird der Einsatz in Lebensmitteln, Kosmetika und Pharmazeutika verstärkt. Hanf wird auch immer öfter in der medizinischen Forschung und Produktentwicklung benutzt.

Nutzhanf: Was beim Anbau von Hanf zu beachten gilt
Nutzhanf: Was beim Anbau von Hanf zu beachten gilt

Nutzhanf: Was beim Anbau von Hanf zu beachten gilt

Kultivierte industrielle Hanfpflanzen bestehen normalerweise aus einem mit Blättern bedeckten spindelförmigen Stiel. Hanfpflanzen gelten als pflegeleicht. Je nach Verwendungszweck, Sorte und klimatischen Bedingungen, liegt der Zeitraum zwischen Anpflanzung und Ernte zwischen 70 und 140 Tagen. In letzter Zeit haben viele Länder das Potenzial von Hanf und seinem Wert als umweltfreundliches Getreide erkannt. Mittlerweile verfügen über 30 Länder, darunter England, Frankreich, Deutschland, China und Kanada, über eine legale Hanfbranche, während viele andere auf dem Weg zu einer Gesetzesänderung sind.

Obwohl Hanf nur ein Teil der Lösung ist, glauben viele, dass es die einzig bekannte erneuerbare natürliche Quelle ist, die nahezu alle unsere Anforderungen erfüllen kann, um zu einem gesünderen, grüneren Planeten zurückzukehren.

Hanfsorten

Es gibt eine Reihe industrieller Hanfsorten, zwischen welchen die Hersteller wählen können. Zu den Merkmalen, durch die sich die Sorten unterscheiden lassen, gehören u. a. Größe, Reife, Samengröße, Ölgehalt, Ölzusammensetzung und Fasergehalt. Die Endverwendung bestimmt, welche Eigenschaften sich besser eigenen und welche Sorte das beste Potenzial für diese Endverwendung hat. Die Anbauer müssen ausschließlich Saatgut von einer zugelassenen Sorte verwenden. Die Liste der zugelassenen Sorten wird jedes Jahr aktualisiert und ist bei dem Saatguthändler erhältlich. Es ist dementsprechend illegal, nicht zertifiziertes Saatgut zu verwenden.

Der THC-Gehalt kann je nach Wachstumsstadium und Umweltbedingungen variieren. Aus diesem Grund ist es wichtig, die jeweiligen Richtlinie zu befolgen, um die Genauigkeit der Testergebnisse sicherzustellen und die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Testens zu minimieren.

Die Höhe ist eine weitere wichtige Eigenschaft für die Bestimmung des Endverbrauchs der Ernte. Kürzere Sorten haben tendenziell weniger Ballaststoffe und eignen sich besser für die Getreideproduktion. Die meisten der größeren Sorten können dagegen mehrfach genutzt werden, da sie einen guten Kornertrag erzeugen und außerdem das gewünschte Volumen an Bastfasern für die Faserproduktion aufweisen. Dabei kann die Höhe eine Hanfpflanze zwischen 1 und 1,9 Metern liegen.

Einsatzbereiche von Industriehanf 
Hanf ist eine der nützlichsten Pflanzen der Erde. Seit Jahrtausenden verwendet der Mensch Teile der Hanfanlage für Lebensmittel, Textilien, Papier, etc. Die Hanfpflanze wächst schnell, widersteht natürlichen Pflanzenkrankheiten, erfordert wenig Unkraut jäten, gedeiht in den meisten Klimazonen und reichert den Boden an, in dem sie wächst.

Hanfschokolade bei der Hanfwanderung
Hanfschokolade bei der Hanfwanderung

Hier sind einige der wichtigsten Anwendungen von Industriehanf

Kleidung

Hanf war eine der ersten Pflanzen, die zu Fasern gesponnen wurde. Hanffaserproben aus China reichen bis 8000 v. Chr. zurück. Heute wird Hanf immer noch zur Herstellung von Kleidung verwendet und erlebt gerade ein Comeback. Während Kleidung aus Hanffasern manchmal mit der „Hippie-Mode“ (Hanfwesten und locker geschnittene Hosen) in Verbindung gebracht wird, verwenden auch neue Designer den Stoff, um moderne Modeartikel herzustellen, die dieses Stigma mutig herausfordern.

Nahrungsmittel

Hanfsamen und Hanföl sind sehr nahrhaft und lecker. Hanfsamen sind eine ausgezeichnete Quelle für Eiweiß, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Diese Nährstoffe beeinflussen positiv eine Vielzahl von Körperfunktionen und Organe, einschließlich Stoffwechsel, Haut, Stimmung, Verhalten, Gehirn und Herz.

Hanf ist auch gut für Tiere und einige Tierärzte empfehlen, diese Pflanze in die Ernährung von Haustieren und Vieh aufzunehmen. In Europa streuen Fischer Hanfsamen als wirksamen Köder auf das Wasser. Hanflebensmittel werden immer beliebter, da auch die Öffentlichkeit die ernährungsphysiologischen Vorteile und die kulinarische Verwendung von Hanf für sich entdeckt.

Körperpflege

Aufgrund des hohen Gehalts an nützlichen Ölen und anderen natürlichen Eigenschaften, hat sich Hanf zu einem häufigen Bestandteil von Lotionen und vielen anderen Haut-, Haar- und Kosmetikprodukten entwickelt.

Papier

Nutzhanf eignet sich hervorragend für die Herstellung von Papier. Es wächst im Gegensatz zu Bäumen innerhalb von Monaten auf dem Feld nach. Die Verwendung von Hanf statt Bäumen für die Papierherstellung ist also durchaus umweltfreundlich. Außerdem ergibt das Papier aus Hanf eine feine Qualität, da diese Pflanze von Natur aus säurefrei ist und nicht wie herkömmliches Papier zerfällt, gelb oder spröde wird.

Alternative zu Kunststoff

Eine Vielzahl von Alternativen zu giftigen Kunststoffartikeln kann aus Hanf hergestellt werden.

Treibstoff

Hanf kann ebenfalls zur Herstellung von Öl verwendet werden – und lässt sich genauso wie die anderen Pflanzenöle zu Biodiesel weiterverarbeiten. Da handelsüblicher Biodiesel und Biogas aber normalerweise aus kostengünstigeren Materialien hergestellt werden, ist diese Art der Herstellung von Treibstoff noch nicht so verbreitet.

Hanfbrot mit Bärlauch
Hanfbrot mit Bärlauch

Hanf anstatt Baumwolle: Nutzhanf – neue umweltfreundliche Alternative

Heutzutage wird eine Alternative zur Baumwolle gesucht, die allen Förderungen der Textilindustrie und der Agrarwirtschaft gerecht wird. Viele Forscher und Industriebranchen sehen den Hanf als den perfekten Ersatz für Baumwolle und deshalb versuchen sie diesen Stoff weltweit zu etablieren. Die meisten Kleiderstücke in unseren Schränken sind aus Baumwolle. Zwar sorgt dieser Stoff beim Tragen für echtes Wohlbefinden, doch es hat eine schlechte Ökobilanz, da während des Anbaus Pestizide und Unkrautvernichter benutzt werden. Deshalb wird heutzutage versucht, auf die gesündere und umweltfreundlichere Variante zurückzugreifen und die Umwelt zu schonen.

Nutzhanf – neue umweltfreundliche Alternative

Dieser Naturstoff, der Baumwolle ersetzen soll, ist eine anspruchslose und verträgliche Alternative in der Textilindustrie und Agrarwirtschaft, denn Hanf hilft beim Umweltschutz und ist besonders pflegeleicht. Außerdem benötigt diese Pflanze keine Chemikalien, um zu wachsen und stellt dementsprechend keine Gefahr für Mensch, Tier und die Umwelt dar.

Nutzhanf wird jedoch meist mit dem Rauschmittel Cannabis gleichgestellt. Deswegen gibt es zahlreiche Bedenken, wenn man den Begriff Hanf in der Umgangssprache benutzt. Da gibt es gewisse, auf den ersten Blick unwichtige Unterschiede, die dem Hanf als Naturstoff den schlechten Ruf nehmen sollte. Diese Gesetze besagen, dass Nutzhanf nur 3 % THC enthalten darf, damit die Pflanze legal angebaut und weiterverarbeitet werden kann. Dadurch wird verhindert, dass dieser Stoff als Rauschmittel verwendet, sondern nur zu industriellen Zwecken genutzt wird. Auch dann wird es aber als begrenzt zugänglicher Naturstoff eingestuft.

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Warum wird Hanf zum neuen Exportschlager weltweit?

Die Baumwolle ist derzeit mit 78 % der Anteile immer noch der Vorreiter im Bereich der Textilindustrie. Immer mehr Unternehmen greifen jedoch zu der umweltfreundlicheren Alternative in Form der Nutzpflanze Hanf. Was den Wasserverbrauch, den Einsatz von Pestiziden und die Vielfalt an Verwendungsmöglichkeiten angeht, hat Hanf weit die Nase vorn gegenüber der Baumwolle, die sehr viel Pflege und Haltung erfordert. Baumwolle kann einfach nicht mit der großen Verwendungsvielfalt des Hanfs mithalten. Deshalb gilt es einige wichtige Punkte zu nennen, warum sich immer mehr Menschen eher für Hanf als für Baumwolle entscheiden.

Pestizidgebrauch beim Anbau

Der Unterschied zwischen Baumwolle und Hanf lässt sich schon auf den ersten Blick deutlich erkennen. Beide industriellen Agrarprodukte können zwar auch biologisch angebaut werden, jedoch ist das bei den Wirten weltweit schon lange nicht alles. Hanf hat im Gegensatz zur Baumwolle einen sehr wichtigen Vorteil, nämlich dass auch bei dem nichtbiologischen Anbau keine Pestizide zum Einsatz kommen, damit sich die Pflanze entwickeln kann. Unkrautvernichter wird dementsprechend auch nicht gebraucht, da nur eine geringe Menge an Dünger verwendet wird. Dabei kann man den Hanf überall anpflanzen, da diese Pflanze sich jeder Umgebung anpasst und keinerlei größere Pflege verlangt und sucht.

Baumwolle dagegen verlangt eine ganze Menge an Pestiziden und Unkrautvernichter, damit sich die Pflanze entsprechend entwickeln kann. Zum Vergleich: Während Baumwolle weltweit nur 2,5 % des Landes bedeckt, das für landwirtschaftliche Zwecke genutzt wird, werden für den Anbau von Baumwolle dennoch beachtliche 16 % der weltweit genutzten Pestizide verwendet. Diese Pestizide sind äußerst gefährlich und deshalb versuchen Experten jetzt mit dem Hanf, den Durchbruch zu schaffen. In hoher Dosierung schaden die Pestizide sowohl Menschen und Tieren als auch der Umwelt. Auch das Anbaugebiet spielt für Baumwolle eine wichtige Rolle, da diese nicht überall wachsen kann.

Verwendung großer Wassermengen

Obwohl 70 % der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist, sind sogar 97,5 % davon mit Salzwasser bedeckt. Die restlichen 2,5 % bilden Süßwassergewässer, von denen der Mensch wiederum nur 1 % nutzt. Diese Fakten sind zwar allgemein bekannt, doch umso leichter veranschaulichen sie den Wasserverbrauch für Baumwolle im Vergleich zum Hanf. Dazu betrachten wir nun die Menge für die Herstellung von einem Kilo Hanf und einem Kilo Baumwolle.

Ein Kilo Baumwolle für Industriezwecke braucht im Schnitt 20.000 Liter Wasser. Für ein Kilo Nutzhanf werden wiederum nur 300 bis 500 Liter Wasser benötigt. Außerdem wird Baumwolle hauptsächlich nur dort angebaut, wo es sehr wenig Niederschläge gibt. Stattdessen wird zu anderen Methoden gegriffen, wie etwa der Bewässerung, was wiederum dazu führt, dass die Wasserressourcen immer knapper werden. Ein Beispiel dafür wäre der Aralsee in Zentralasien, der derzeit zu großen Teilen ausgetrocknet ist, da das Wasser zur Bewässerung von Baumwollfeldern genutzt wurde.

Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit

Hanf ist ohne Zweifel ökologischer und umweltfreundlicher als Baumwolle. Wie sieht es aber mit der Wirksamkeit dieser Naturstoffe aus? Hanf braucht weit weniger Land, während Baumwolle spezielle Erde mit bestimmten Substanzen benötigt, was den Anbau schwieriger gestaltet als beim Hanf. Abgesehen davon kann man auf einem Hektar ungefähr die gleiche Menge Hanffasern wie auf 2 bis 3 Hektar Baumwolle gewinnen.

Dennoch ist die Faserqualität beim Hanf besser, denn Hanffasern können sich nicht mit der Zeit abtragen. Sie werden einfach nur weicher, was bei Baumwolle nicht der Fall ist. Hanffasern sind auch sehr stark bzw. sehr belastbar, weshalb sie auch häufig beim Segelbau verwendet werden. Hanf punktet im Gegensatz zur Baumwolle besonders in der Agrarwirtschaft, aber auch die Vielseitigkeit und Verlässlichkeit dieses Naturstoffs machen ihn so begehrt und anziehend.

Umweltschutz und gesündere Umgebung

Ein wichtiger Grund, warum Hanf anstatt Baumwolle bevorzugt werden soll, ist seine Fähigkeit die Erde zu entgiften, weshalb sich viele Befürworter für den Anbau von Hanfplantagen weltweit einsetzen. Große Mengen an CO2, die in die Umwelt freigelassen werden, nimmt die Hanfpflanze während ihres Wachstums auf. Eine Tonne Hanf kann unglaubliche 1,63 Tonnen CO2 aufnehmen. Daher deckt Hanf nicht nur den Bedarf nach Textilien, Papier und Energie, sondern reduziert auch die Umweltverschmutzung. Nicht nur im Pestizideinsatz und Wasserverbrauch, sondern auch im gesundheitlichen Bereich bietet Hanf im Vergleich zu Baumwolle viele Vorteile.

Die für den Anbau von Baumwolle verwendeten Pestizide können selbst bei der empfohlenen Dosierung dem Menschen, Tieren und der Umwelt schaden können. Diese Pestizide können bei den Farmarbeitern zu Vergiftungen führen und auf benachbarte Wohngebiete übergehen, Grund- und Oberflächenwasser kontaminieren und nützliche Mikroorganismen und Insekten im Boden töten. Das industrielle und ökonomische Kraftpaket Hanf könnte die meisten der genannten Probleme Lösen und eine gesündere Umgebung für zukünftige Generationen schaffen. Dieses ökologische Agrarprodukt, das zu den ältesten der Menschheit bekannten Industriematerialien gehört, könnte den Gebrauch von Baumwolle leicht schlagen und ganze Industriebranchen verändern und revolutionieren.

Frankenwald Hanf
Hanf anstatt Baumwolle: Nutzhanf – neue umweltfreundliche Alternative

Hanf Biokraftstoffe – effiziente Alternative zu fossilen Brennstoffen?

Unser Planet ist stark beansprucht und spürt immer deutlichere Folgen des Klimawandels. Dabei sind fossile Energiestoffe fraglos eine der wichtigsten Ursachen. Wir sollten uns deshalb der Tatsache bewusst sein, dass mit dem Verbrauch fossiler Brennstoffe ein wachsendes Problem besteht. Da die Preise am Markt weiterhin steigen und eine immer höhere Anfrage herrscht, prognostizieren viele Top-Analysten, dass unsere Rohölressourcen bald aufgebraucht sind. Rohöl ist leider keine erneuerbare Ressource und wird eines Tages endgültig weg sein. Nach fast 150 Jahren des Bohrens und Frackings glauben Experten für fossile Brennstoffe, dass die Ölproduktion bereits ihren Höhepunkt erreicht hat. Es muss ein brauchbarer Ersatz gefunden werden.

Der Erdöl-Treibstoff wird vom Biotreibstoff überholt

Biokraftstoffe könnten eine Lösung für dieses Problem sein, doch welche Folgen könnte der Ersatz fossiler Energieträger durch Biokraftstoffe auf den Planeten haben? Henry Ford war der erste Hersteller, dessen Fahrzeuge mit Hanf-Biokraftstoffen angetrieben werden konnten. Sein Modell T (auch „Tin Lizzie“) lief entweder mit Benzin oder auf Hanf basierenden Kraftstoffen. Mit der Entdeckung großer Erdölvorkommen Anfang des 20. Jahrhunderts kam auch seine Idee für einen nachhaltigen, auf Pflanzen basierenden Kraftstoff für die Automobilindustrie zum Ausdruck. Die erneuerbaren Kraftstoffe sind eine wertvolle und umweltfreundlichere Ressource, die zwar viele Vorteile, aber auch einige Nachteile bietet.

Dem konventionellen Diesel aus Erdöl ist der Biotreibstoff in vielen Punkten überlegen. Hanföl verbrennt nicht umweltbelastend, sondern CO2-neutral. Es vermeidet sauren Regen, da es keinen Schwefel enthält. Es entstehen auch erheblich weniger Rußgase und keine schädliche Aromate oder Benzole. Des Weiteren ist der Biotreibstoff biologisch abbaubar, da er weder Boden- noch Grundwasserschäden verursacht. Bio-Diesel erscheint nicht auf der Liste der Gefahrgüter, da das Explosionsrisiko bei einem Flammpunkt von rund 170 °C sehr gering ist. Dementsprechend kann es auch kostengünstiger transportiert werden.

Hanf als Rohstoff für Biokraftstoffe bietet zahlreiche Vorteile

Zu den wesentlichen Vorteilen der Verwendung von Hanf als Rohstoff für Biokraftstoffe gehört die Tatsache, dass Hanf auch auf weniger fruchtbarem Boden und sogenanntem marginalen Land wachsen kann. Das heißt, dass diese Pflanze nicht unbedingt auf einem Ackerland angebaut werden muss. Dennoch werden den optimalen Bedingungen die meisten Samen erzeugt.

Flächenverbrauch für Biokraftstoffe

Für die Herstellung von Biokraftstoff werden je nach geographischem Gebiet unterschiedliche Rohstoffe angebaut, darunter: Mais und Sojabohnen (USA), Zuckerrübe und Rohrzucker (Südamerika), Palmöl (Asien) und Raps (Europa). Zum Gedeihen benötigen diese Pflanzen fruchtbare und große Bodenflächen. Es werden ganze Regenwälder zerstört, um Ölpflanzen anzubauen. In diesen Regionen haben die Waldverluste ein bisher nie gekanntes Ausmaß erreicht und den Lebensraum für zahllose, auch gefährdete Arten zerstört.

Bodenentgiftung durch Hanfanbau

Der übermäßige Einsatz von chemischen Pestiziden, Herbiziden und einer Vielzahl anderer Agrochemikalien hat den Boden und das Wasser in vielen Fällen kontaminiert, wodurch auch alle zukünftig angebauten Kulturen beeinflusst werden. Rückstände von Pestiziden sind in der Landwirtschaft in einer Vielzahl gängiger Produkte enthalten, darunter in Wasser, Wein, Fruchtsäften und sogar in Tierfutter. Selbst in der Muttermilch wurden Pestizidrückstände gefunden.
Während die festgestellten Werte nach Sicherheitsstandards weit unter den „sicheren Grenzen“ liegen, befürchten Experten, dass diese Zahlen weiterhin unterschätzt werden. Pestizidexpositionen treten häufig durch Hautkontakt (Lotionen, Kosmetika), Einnahme (Obst, Gemüse) und das Einatmen (Luft, Rauchen) in den Körper ein. Als endokrine Disruptoren können diese Chemikalien die menschlichen Hormone Östrogen und Testosteron nachahmen und die Produktion und den Stoffwechsel der natürlichen Hormone hemmen. Der Anstieg von Autismus und ADHS sowie Fälle von Krebs sind auch mit einem höheren Verbrauch von Pestiziden verbunden.

Die Hanfpflanze – ein natürlicher Schwamm für Toxine

Hanf ist die industrielle Version von Cannabis Sativa und kann für die biologische Sanierung des Erdbodens verwendet werden. Es handelt sich dabei um ein Verfahren zur Wiederherstellung des Bodens vor toxischer Verschmutzung. Im Wesentlichen zieht Hanf als Phytoremediator die Giftstoffe wie ein Schwamm aus dem Boden. Landwirte weltweit bauen heutzutage Hanf an, um ihre Felder wiederherzustellen. Hanf wurde sogar verwendet, um radioaktive Strahlung aus dem Boden zu entfernen, nach der radioaktiven Katastrophe in Tschernobyl.

Untersuchungen zeigten, dass Hanf auch Cadmium aus dem Boden wirksam absorbieren kann, genauso wie ein breites Spektrum an Giftstoffen, darunter Metalle, Pestizide, Rohöl und Giftstoffe in Mülldeponien. Der zur Entgiftung der Böden angebaute Hanf darf zwar nicht für den menschlichen Verzehr verwendet werden, doch aus den geernteten giftigen Pflanzen kann immer noch ein umweltfreundlicher Biokraftstoff hergestellt werden.

Hohe Effizienz des Biokraftstoffs

Forscher der University of Connecticut fanden heraus, dass das Saatgut von Cannabis Sativa (sogenannter Industriehanf) zur Erzeugung eines nachhaltigen Dieselkraftstoffs verwendet werden kann. Ein Forscher gab an, dass die meisten Hanflandwirte heute wahrscheinlich genug Hanf produzieren (können), um genügend Brennstoff für Ihre Farm zu erzeugen. Mit diesem (teilweise auch giftigen) Rohstoff können zwei Arten von Biokraftstoff hergestellt werden:
Hanf-Biodiesel wird aus Hanföl hergestellt und kann in jedem herkömmlichen Dieselmotor verwendet werden. Eine UConns Forschung ergab, dass Hanföl eine Umwandlung von 97% in Biodiesel erreichen kann und alle Labortests besteht. Ein Kraftstoff, der von einer Anlage hergestellt wird, die den Boden in einem besseren Zustand hinterlässt, als sie es vorgefunden hat.

Inzwischen kann die Anlage zur Herstellung von Ethanol oder Methanol verwendet werden. Manchmal als „Hanfanol“ oder „Hanfolin“ bezeichnet, wird diese Art von Brennstoff durch einen Prozess namens Cellulolyse hergestellt, der den Hanf fermentiert und destilliert, um Ethanol zu extrahieren. Methanol dagegen wird aus der holzigen Zellstoffmasse in den Stielen von Pflanzen hergestellt. Die Erzeugung von Methanol aus Hanf erfolgt durch einen Trockendestillationsprozess.

Tolle Brotzeit: Lecker Hanfbier und Hanfbrot mit Bärlauch
Tolle Brotzeit: Lecker Hanfbier und Hanfbrot mit Bärlauch

Mögliche Nachteile und Auswirkungen

Es ist jedoch davon auszugehen, dass der Hanfanbau auf großen Ackerflächen negative Auswirkungen auf die Nahrungsmittelpreise haben könnte, sollte er sich als Rohstoff für Biokraftstoffe durchsetzen. Da der Anbau nun auf Ackerflächen stattfinden würde, die früher zum Anbau von Feldfrüchten verwendet wurden, könnte es die Preise für Lebensmittel in die Höhe treiben und für arme Menschen unbezahlbar machen.

Es stellt sich auch die Frage, wie der Hanf an schwer erreichbaren Stellen geerntet und zu Industrieunternehmen zur Erzeugung von Biokraftstoffen transportiert werden soll. Was den Einsatz von Biokraftstoffen betrifft, haben die Zielsetzungen vieler Regierungen mehr Schaden als Nutzen gebracht, vor allem was die Lebensmittelversorgung und Klimaänderung betrifft. Unter diesen Problemen werden jedoch vor allem die Entwicklungsländer und weniger die Industrienationen leiden.

Gesetzliche Hürden beim Hanfanbau

Als kohlenstoffneutrale Ressource nimmt die Pflanze sehr schnell Kohlendioxid (CO2) auf, sogar schneller als Bäume. Außerdem werden Kohlendioxidemissionen aus Biodiesel durch den Photosyntheseprozess in Pflanzen wieder absorbiert. Die Hanfpflanze kann also nicht nur Giftstoffe aus dem Boden abziehen, sondern im Wesentlichen auch CO2 aus der Luft, die wir einatmen.

Beim Anbau von Hanf werden etwa 70% der benötigten Nährstoffe in den Boden zurückgeführt, sodass diese Kultur deutlich weniger Dünger benötigt. Weniger Dünger bedeutet sauberere Wasserversorgung. Die Erzeugung einer erneuerbaren Ressource, die den Boden wieder gesund macht, Giftstoffe aus dem Boden, Luft und Wasser entzieht und gleichzeitig eine brauchbare Energiequelle darstellt, mag wie der Traum eines jeden Bauers klingen. Leider ging die Hanfproduktion mit einer wachsenden Nachfrage nach Synthesefasern rapide zurück und der Marihuana Tax Act von 1937 sorgte für einen bösartigen Ruf von Cannabis Sativa.

Obwohl seit 2014 die industrielle Ernte in den USA wieder erlaubt ist, ist die nötige Infrastruktur für die Erzeugung von Biokraftstoffen aus Hanf noch nicht geschaffen. Die Gesetzgeber erkennen nun eindeutig das Potenzial der Industrie und die Notwendigkeit, diese Hanfbranche wieder zu stärken. Biokraftstoffe aus Hanf könnten die auf Erdöl basierende Ökonomie verändern und eine nachhaltige Energiequelle schaffen, die den Planeten in einem besseren Zustand lässt, als wir ihn vorgefunden hatten.

Der Nutzstoff Hanf als umweltfreundliches Baumaterial

Der Nutzstoff Hanf kommt immer stärker in allen unseren Lebensbereichen zum Einsatz. Allmählich gestaltet sich Hanf trotz des schlechten Rufs zu einer perfekten Alternative in allen Bereichen der heutigen Zeit. Dank seiner Vielseitigkeit und zahlreichen Verwendungsmöglichkeiten wird er u.a. auch als Baustoff verwendet und gilt als eine äußerst verträgliche und anspruchslose Alternative. Der Anbau von Hanf ist umweltfreundlich, weil keine Chemikalien benötigt werden und dementsprechend auch keine Gefahr für Mensch und Umgebung darstellt. Daher gibt es viele Gründe, warum sich Hanf derzeit am besten als Baustoff eignet und durchsetzt.

Die Herkunft und Status des Nutzstoffs Hanf

Der Ursprung dieser Pflanze geht bis hin zu Asien und Indien zurück. Dort wurde diese Pflanze schon vor Jahrtausenden für Textilien, Seilen und Papier verwendet. Von da an verbreitete sich Hanf immer weiter nach Europa und die USA. Aber dann wurde Hanf zu anderen Zwecken missbraucht. Die Pflanze wurde als Rauschmittel eingesetzt und dementsprechend wurde sie seit 1982 in Europa und teils in den USA verboten.

Später kämpften einige Forscher dafür, dass diese Pflanze wieder als Nutzstoff verwendet werden kann, auch wenn nur bedingt. Schließlich soll Hanf der Menschheit mehr helfen als schaden. Es wurde deshalb jede Gelegenheit genutzt, um den Nutzhanf und seinen Beitrag gegenüber dem Menschen und der Natur zu verdeutlichen. Auch heute wird dieser Naturstoff sehr kontrovers betrachtet, doch es ist offensichtlich, dass es für die Menschheit weit mehr Vorteile als Nachteile bietet.

Hanf als Baumaterial

Viele nützliche Eigenschaften der Pflanze Hanf haben dazu beigetragen, dass sie sowohl vor tausenden von Jahren als auch heute noch als Rohstoff verwendet wird. Eine dieser Eigenschaften ist die, dass Hanf sehr reißfest ist. Dementsprechend kann es nicht vorkommen, dass sich die Hanffasern mit der Zeit abtragen. Des Weiteren ist das Material auch leicht und wasserabweisend, was ihn besonders begehrt macht.

Hanf besitzt die gleiche Brennstufe wie Holzkohle und ist ganz schwer zu entflammen und verbrennen. Er gehört zu der B1 Brandschutzklasse. Diese nützlichen Eigenschaften, die der Hanf mit sich bringt, machen ihn derzeit zu dem beliebtesten und ökologischsten Baustoff weltweit. Dies hat dazu geführt, dass heute auch neben den Fasern auch Blätter, Samen und Schäben als Industriestoffe weiterverarbeitet werden. Daraus entstehen später Baustoffe wie Hanfbeton, Dämmungen und Leichtbauplatten.

Baustoff für den modernen Gebäudebau

Hanf ist ein ökologischer Baustoff, der sehr langlebig und widerstandsfähig ist. Beim modernen Gebäudebau liefert dieser Stoff die perfekten bauphysikalischen Eigenschaften. Hanf ermöglicht nicht nur eine bessere Wärmespeicherung, Wärmedämmung und Schallschutz, sondern verbessert auch die Qualität des Bodens, auf dem das Gebäude steht. Das hat zur Folge, dass auch die Struktur des Bauwerks starker und stabiler steht und den Naturereignissen protzt.

Dieses Material ergibt in der Zusammenmischung mit dem Kalk den perfekten Baustoff der Zukunft, der sehr gut die Wärme reflektiert, aber gleichzeitig auch speichert. Außerdem reguliert der Hanf sowohl die Raumakustik als auch die Schallschutzdämmwerte. Dieses Material versteinert mit der Zeit und kann sich nicht abtragen. Zudem ist es auch ungezieferresistent und wiederverwendbar. Dadurch bleibt es für die nächsten Generationen stehen und spart viel Geld und Arbeit.

Das Haus, das atmet

Die Europäer verbringen 90 ihres Lebens in Innenräumen. Dabei kann die Gesundheit schon durch kleinste Schadstoff-Konzentrationen gefährdet werden, weshalb für eine zukunftsfähige Entwicklung gesundheitsverträgliche und umweltgerecht produzierte Materialien von größter Bedeutung sind. Dank seiner Dauerhaftigkeit und Formbeständigkeit eignet sich der Baustoff Hanf ideal zur Dämmung. Diese innovative Hanfdämmung kann in allen Wohnbereichen eingesetzt werden – sowohl für Innen- und Außenwände, als auch für die Dämmung von Dach und Geschoßdecken. Überall wo dieser Baustoff eingesetzt wird, besticht er durch hervorragende technische Eigenschaften wie Diffusionsoffenheit, Schallschutz und die geringe Feuchtigkeitsaufnahme.

Das Haus aus dem Naturstoff Hanf ist zu 100% biologisch und natürlich. Ein solches Bauwerk ist liftdurchlässig und sehr atmungsaktiv. Es wirkt auch antibakteriell und sorgt dafür, dass ihre Bewohner nur gesunde und frische Luft ein- und ausatmen. Dabei wird verhindert, dass es zu Kondensbildung kommt, denn der Stoff reguliert die Luftfeuchtigkeit, passt die Temperaturen im Innenraum an und setzt einen Widerstand gegenüber der Außentemperatur. Der Baustoff wirkt aktiv den Temperaturveränderungen entgegen und sorgt für angenehme Atmosphäre. Neben der exzellenten Dämmleistung hinterlässt der Baustoff Hanf auch einen positiven ökologischen Fußabdruck.

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Frankenwald Hanf
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Hanf als Ersatz für das Holz

Es gibt mehrere Gründe, die für den Gebrauch von Hanf anstatt von Holz sprechen. Hanf ist eine große und schnellwachsende Pflanze, die für ihr Wachstum enorme Mengen an Co2 benötigt. Sie kann ihre Ernährung nicht nur aus der Erde beziehen, sondern auch aus der Luft, um einen harten und starken Stamm zu bilden.

Dank diesen Eigenschaften braucht die Pflanze nicht lange, um auf die nötige Größe zu kommen – gerade mal vier Monate im Schnitt. Zum Vergleich: Das Holz braucht wiederum vier Jahre, um die entsprechende Größe zu erreichen, damit Hanf als Baustoff für Häuser verwendet werden kann. Diese Zeitspanne ist ein weiteres Kriterium, das die Nutzung dieses Stoffs so nachhaltig macht.

Wie bereits erläutert, ist Hanf im Gegensatz zum Holz feuerbeständig. Die gesamte Baustruktur kann mit einer Mischung aus Kalk und Hanf bespritzt werden. Dadurch ist es weniger wahrscheinlich, dass eine Installation in Flammen aufgeht und zusätzlichen Schaden verursacht. Neben der Feuerbeständigkeit überzeugen Produkte wie Dämmplatten aus Hanf auch mit hoher Widerstandskraft gegenüber mechanischen Belastungen. Diese Eigenschaften machen das Material beliebt und vielseitig einsetzbar.

Vorteile für die Gesundheit und die Umwelt

Die Kohlenstoffdioxid-Bilanz der Hanfpflanze ist hervorragend, da sie während ihres Wachstums deutlich mehr Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnimmt, als sie bei der späteren Verwendung freigibt. Der heutige Bedarf nach Energie, Textilien, Papier und Baustoffen kann zu gutem Teil mit Hanf gedeckt werden. In Kombination mit dem Kalkputz ist der Hanf als Baustoff sehr atmungsaktiv und durchlässig, sodass es nicht zu Kondensbildung kommt. Der Mensch erhält damit genügend Luft, atmet aber keine schädlichen Stoffe ein.

Hanf schont nicht nur die Umwelt, sondern auch die Gesundheit der Lebewesen, die sich im Boden bzw. um die Pflanze herum aufhalten, da dieser Baustoff beim Anbau keine Unkrautvernichter oder andere Chemikalien benötigt. Ganz im Gegenteil – Nutzhanf kann auch in weniger fruchtbaren und attraktiven Landschaften angebaut werden, da diese Pflanze keine allzu große Pflege braucht. Hanf kann sogar dort angepflanzt werden, wo die Erde mit Pestiziden und anderen Toxinen bereits vergiftet ist, da diese Pflanze die Gifte aus dem Boden aufnimmt und den Boden auf natürliche Weise entgiftet. Solche Pflanzen sind allerdings nicht mehr für den Verzehr durch Menschen oder Tieren geeignet, doch für den Einsatz zu Industriezwecken (u.a. auch zur Herstellung von Hanf Biokraftstoff) sind sie vollkommen sicher und ausreichend.

Hanfbatterien: Energiespeicher für die Elektromobilität

Lithium-Ionen-Akkus sind derzeit die leistungsfähigsten Energieträger für Elektroantriebe und aus der modernen E-Mobilität und Energieversorgung – etwa als Solarspeicher – nicht mehr wegzudenken. Unsere mobilen Telekommunikationsgeräte (Smartphones, Laptops, Tablets) sind damit ausgestattet, alle derzeit verfügbaren Elektroautos fahren damit. Doch sie sind gleichzeitig problembehaftet. Forschungen haben nun gezeigt, dass Hanfbatterien eine höchst effiziente und dabei kostengünstige Alternative darstellen könnten.

Probleme mit Lithium-Ionen-Akkus

Ein prekäres Problem der Lithium-Ionen-Akkus besteht darin, dass sie manchmal in Flammen aufgehen. Spektakuläre Fälle sind ausgebrannte Tesla-Autos und brennende Smartphones. Auch die US-Bundesluftfahrtbehörde FAA warnt: Nach ihren Untersuchungen kann unter unglücklichen Umständen ein einziger überhitzter Lithium-Ionen-Akku einen kompletten Airliner entzünden. Die Akkus haben zahllose Reisende in ihren Smartphones und Tablets mit an Bord, Kameraleute führen sogar mehrere solcher Akkus mit. Daher hat die FAA gemeinsam mit dem US-Verkehrsministerium verfügt, dass Lithium-Ionen-Akkus auf inneramerikanischen Passagierflügen nicht mehr im sogenannten Aufgabegepäck, das im Frachtraum der Maschine unbeobachtet liegt, transportiert werden dürfen.

Die Selbstentzündung ist aber nur ein Problem dieser Akkus. Darüber hinaus werden sie den weltweiten Energiebedarf schon alsbald nicht mehr abdecken können. Das legen verschiedene Studien nahe. Ihre Technologie gilt inzwischen als ausgereift, Optimierungspotenzial gibt es nicht mehr. Auch ihre Rohstoffe sind knapp und werden zudem in Afrika unter fragwürdigen Bedingungen gefördert. Daher schaut sich die Wissenschaft längst nach günstigeren und ungefährlicheren Alternativen um, um die Post-Lithium-Ära einzuläuten. Eine dieser Alternativen ist die Batterie aus Hanf. Sie muss natürlich all das leisten können, was heute die Li-Ion-Akkus schaffen. Im Automobil erwarten wir inzwischen Reichweiten von 500+ Kilometern, im Smartphone oder Tablet eine Akkulaufzeit von einigen Tagen. Die Lebensdauer soll hoch, die Aufladedauer niedrig sein. Viele Ladezyklen sind inzwischen der Standard. Das ist zweifellos eine Herausforderung, weil der Trend zur Batterie vor allem wegen der Elektromobilität nicht zu bremsen ist. Die IAEA (Internationale Energieagentur) sagt für 2025 weltweit mindestens 70 Millionen Elektroautos voraus.

Auch der Bedarf an Akkus für erneuerbare Energien steigt rasant. Mit den weltweiten Vorräten an Lithium, Kobalt und Nickel ist das nicht zu schaffen. Die Alternative einer Nutzpflanze wie Hanf als Rohstoff erscheint unter diesem Blickwinkel geradezu als paradiesisch.

Hanf-Batterie(n) und Hanf-Akku(s) Domains zu verkaufen

hanf-batterie.de
hanf-batterien.de
hanfbatterie.de
hanfbatterien.de

hanfakku.de
hanfakkus.de
hanf-akku.de
hanf-akkus.de

Hanfbatterien: Hanf als Lithiumsubstitut

Es gibt diverse Studien zu Lithiumalternativen, Hanf ist nur eine von mehreren Optionen. Sie ist aber vielversprechend. Die Forschungen hierzu legen nahe, dass Hanfbatterien Lithium- und Graphenakkus hinsichtlich der Leistungsfähigkeit übertrumpfen könnten. Letztere (Graphenakkus) sind ebenfalls eine sehr junge Entwicklung. Graphen ist eine robuste, zweidimensionale Kohlenstoffverbindung, 200 Mal härter als Stahl, dennoch flexibel, transparent und vor allem sehr leitfähig. Das dünne Material kann selbstverständlich Lithium ersetzen, Samsung will ab 2021 Smartphoneakkus auf dieser Basis herstellen.

Doch Graphen ist sehr teuer. Hanf hingegen wächst auf dem Feld. Der vielseitige Rohstoff wird von der Menschheit seit Jahrtausenden für Kleidung, Seile, die Hausdämmung und bekanntermaßen auch als Nahrungsergänzung verwendet. Er könnte die Basis für Elektrobatterien werden.

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Hanf als Energieträger – effizienter und nachhaltiger als Lithium

Der britische Wissenschaftler Robert Murray Smith forscht an Hanfbatterien und erläutert das Prinzip auf YouTube. Unter anderem konnte Smith belegen, dass eine Hanfbatterie um den Faktor 8 höhere Volt-Ampere-Ströme produziert als eine herkömmliche Lithiumbatterie. Zwar ist die Hanfbatterie von Smith noch nicht einsatzfähig, doch seine Experimente zeigen, so Smith, dass Hanfzellen als Elektrospeicher deutlich effizienter als Lithiumzellen sind. Robert Murray Smith ist mit seinen Erkenntnissen nicht allein.

Bereits 2014 wiesen amerikanische Wissenschaftler von der Clarkson-University (US-Bundesstaat New York) unter der von Leitung von Dr. David Mitlin nach, dass sich Abfallprodukte aus Hanf für äußerst effiziente Kondensatoren nutzen lassen. Auch die US-Wissenschaftler schrieben dem Hanf eine höhere Effizienz als Lithium und Graphen zu. Der wichtigste Aspekt für die industrielle Anwendung ist die Tatsache, dass Hanf bei vergleichbarer Energiespeicherung nur rund ein Tausendstel der Kosten von Graphen verursacht. Gegenüber Lithium-Ionen-Akkus ist der Kostenvorteil nicht so hoch, doch diese Akkus sind – siehe oben – im Gegensatz zu Graphen und Hanf eben auch gefährlich. Die US-Forschungsgruppe hatte Bastfasern gekocht. Diese bilden die Innenrinde einer Hanfpflanze. Aus dem dabei stattfindenden Prozess der sogenannten hydrothermalen Synthese entstanden Nanoschichten aus Carbon, die sich in Superkondensatoren einsetzen ließen. Superkondensatoren sind eine besondere Batterievariante.

Herkömmliche Akkus mit großem Energiespeicher wie alle derzeit gängigen Li-Ion-Akkus geben ihre Energie tropfenweise ab. Superkondensatoren hingegen liefern rapide – quasi (fast) auf einen Schlag – ihre Energie. Das ist gut für Maschinen, die stoßweise viel Energie brauchen. Elektromotoren für Fahrzeuge gehören zweifellos dazu. Der Leiter des US-Forschungsteams Dr. Mitlin verwies in der Auswertung der Studie darauf, dass die Hanf-Carbonate auch bei 0 °C noch funktionieren und die vielleicht beste je dokumentierte Leistungs-Kraft-Kombination aller bekannten Carbonate aufweisen.

Interesse der Industrie an Hanfbatterien

Der texanische Motorradproduzent Alternet beteiligt sich seit 2018 als Co-Finanzierer an den US-Forschungen. Er möchte Hanfbatterien in seine Elektromotorräder der Marke ReVolt einbauen. Wenn das gelingt, wäre es ein echter Durchbruch. Derzeit (Ende 2019) geht man noch von einigen Entwicklungsschritten aus, bis sich Hanf als Energierohstoff in Elektrobatterien durchsetzt. Die Forschungen des Briten Robert Murray Smith unterstützen und bestätigen die Arbeit an der Clarkson-University, gleichzeitig tragen sie zur Popularisierung von Hanf als Elektroenergiespeicher bei. Die vielseitige pflanzliche Ressource wird ja schon ewig auf diverse Arten genutzt, dieser Anwendungszweck wäre aber neu und revolutionär. Wichtig ist unter anderem, dass sich Hanfabfälle verwenden lassen – ein weiterer Beleg dafür, wie wertvoll Bioabfälle sein können. Dr. Mitlin forscht zum Beispiel auch an Kohlenstoffblöcken aus Bananenschalen.

Elektrobatterien lassen sich möglicherweise auch aus Erdnussschalen produzieren, solche Forschungen gibt es auch. All diese Rohstoffe liefern sogenannten „Pseudo-Graphit“ (eine Wortschöpfung der amerikanischen Wissenschaftler). Hanf weist unter all diesen Pflanzen die Besonderheit auf, dass seine Fasern durch ihre Struktur für Carbonplatten mit großer Oberfläche bestens geeignet sind. Das wiederum ist für die Funktion der Superkondensatoren sehr wichtig.

Wissenschaftliche Kommentare zu Hanf als Energieträger

Weltweit wurden die Forschungen von Robert Murray Smith und dem US-Team unter der Leitung von Dr. Mitlin sehr aufmerksam verfolgt. Die wissenschaftliche Community kommentiert die Experimente sehr wohlwollend. Die Leistungsdichte von 20 kW/kg und die Energiedichte von 12 Wh/kg – erreichbar in einer Ladezeit unter sechs Sekunden – könnten zum Energieträger der Zukunft führen. Am beeindruckendsten ist die Zahl der Ladezyklen: Sie liegt bei über 100.000 und damit deutlich höher als bei herkömmlichen Li-Ion-Akkus.

Hanfernte im Frankenwald
Hanfernte im Frankenwald (frankenwaldhanf.de)

Hanfanbau und Legalisierung als große Zukunftschance – Umdenken durch Corona-Krise?

Legalisierung jetzt! – Nach wie vor hat der Coronavirus unsere Welt fest im Griff und droht auch die nächsten Monate nicht locker zu lassen. Je nachdem, wo wir wohnen, bestimmen schon seit einiger Zeit Ausgangssperren und -beschränkungen unser tägliches Leben und es ist noch keine wirkliche Lockerung in Sicht. Im Gegenteil, glaubt man den Berechnungen, dann befinden wir uns derzeit erst im Anfangsstadium des Sturms. Weiterhin für uns geöffnet haben (zumindest derzeit noch) die Anlaufstellen für die wichtigsten Bedarfsgüter des täglichen Lebens – etwa Supermärkte, Apotheken, aber auch die Post- und Bankfilialen. Wenn man den vielen mehr oder weniger lustigen Facebook- und WhatsApp-Bildern Glauben schenkt, ist auch der gesteigerte Alkoholkonsum derzeit durchaus salonfähig.

Legalisierung: Der Run auf die Coffee-Shops

In Holland stellte man rasch fest, dass auch Coffee-Shops durch die Legalisierung zu den essentiellen Einrichtungen gehören, und während hierzulande Klopapier und Nudeln hoch im Kurs stehen, war/ist es in den Niederlanden Cannabis. Wenige Minuten, nachdem im Fernsehen die Schließung von Schulen, Bars und Clubs angekündigt wurden, standen Menschenschlangen vor den Coffee-Shops, um sich für die nächsten Wochen mit ausreichend Cannabis einzudecken (ich erzähle euch wohl wirklich kaum was Neues, wenn ich erwähne, dass in den Niederlanden der Besitz von weniger als 5 Gramm Cannabis erlaubt ist).

Ähnliche Szenen spielten sich auch in den USA ab, Cannabisshop-Betreiber berichteten über eine Umsatzsteigerung von über 30 % ab dem 19.03.2020. Dies wirkte sich auch auf die Aktien diverser Cannabis-Unternehmen aus, so wurden die Aktien von Aphria von „Neutral“ zu „Kaufen“ aufgestuft und OrganiGram erlebte eine Aufstufung von „Underperformed“ zu „Neutral“. Der Aufschwung gilt jedoch nicht grundsätzlich für alle Cannabis-Unternehmen, wer sich hierfür genauer interessiert, muss die Turbulenzen am Aktienmarkt genau im Auge behalten.

Was bedeutet die Corona-Krise für den Hanfanbau in Deutschland?

Hier muss deutlich unterschieden werden, dass wir vorher über psychoaktiv wirksames Cannabis, das THC, gesprochen haben, welches in Deutschland nicht legal ist. Wird hierzulande Hanf angebaut, dann dient er entweder der Textilindustrie, der Bauwirtschaft oder der Herstellung von Arzneimitteln bzw. CBD. Was es mit dem Cannabinoid CBD auf sich hat, haben wir in einigen Artikeln, welche jeweils am CBDonnerstag erschienen sind, bereits erläutert. Fest steht, dass CBD eigentlich in einer solchen Ausnahmesituation wie momentan ganz besonders gefragt sein müsste. Wie wir letztens bereits erläutert haben, stärkt CBD das Immunsystem. Allerdings wirkt es auch angstlösend und entspannend, bzw. kann unterstützend bei depressiver Verstimmung eingenommen werden. Außerdem hilft es dabei, den Schlaf zu verbessern. Und wer sich Sorgen um seinen Arbeitsplatz, gekürzte Gehälter, die Gesundheit der Angehörigen etc. machen muss, kann von all dem eigentlich nur profitieren.

Wie oftmals erwähnt, ist CBD nicht psychoaktiv wirksam und daher völlig legal zu erwerben. Natürlich sind momentan auch die Hanfshops hierzulande geschlossen, aber es ist kein Problem, CBD online zu erwerben. Wichtig ist dabei, darauf zu achten, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Händler handelt (wie Nordic Oil beispielsweise). Die Corona-Krise hat auch dazu geführt, dass sich die Kriminalität verändert hat, und so sprießen dubiose Online-Shops, welche durch Kundenabzocke reich werden wollen, wie die Pilze aus dem Boden. Zu diesem Thema empfehlen wir dir den ausführlichen Artikel von metaller.de, in dem die gängisten Methode der Abzocker samt Gegenmaßnahmen vorgestellt werden.

Für alle Messen und Veranstaltungen rund um den Hanf bedeutet es natürlich momentan genauso Stillstand und Absagen wie für alles andere aus dem Kultur-, Informations- und Unterhaltungsbereich. Wer sich also momentan zu diesem Thema ausführlich informieren will, schaut am besten immer donnerstags bei uns vorbei.

Uwe Gremer bei der Hanfernte
Uwe Gremer bei der Hanfernte (frankenwaldhanf.de)

Legalisierung: Nach der Krise mit Hanfanbau durchstarten?

Momentan wissen wir nicht wirklich viel mit Bestimmtheit, außer dass die Welt nach Corona noch für längere Zeit eine andere sein wird. Vielleicht haben manche ihr Bewusstsein für Gesundheit/gesunde Ernährung und Legalisierung entdeckt. Wieder anderen ist ihre Existenzgrundlage durch die Corona-Krise weggebrochen, und sie sind auf der Suche nach einem neuen Betätigungsfeld. Manch einer hat die Quarantäne möglicherweise zum Nähen oder Werken genutzt und Hanf als Werkstoff für sich entdeckt. In jedem Fall sprechen einige Faktoren dafür, dass alles rund um Hanfprodukte, zum Beispiel von Frankenwald Hanf, auch nach der Corona-Krise mindestens genauso gefragt sein wird wie vorher.

Wer sich mit einem Hanf-Startup selbständig machen will, hat dennoch mit einer Menge bürokratischer Hürden zu kämpfen (deshalb Legalisierung JETZT!), denn der Hanfanbau ist strikt geregelt. Nutzhanf anzubauen ist nur Unternehmen der Landwirtschaft erlaubt. Der Anbau wird von der BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung) kontrolliert, jeder Nutzhanfbau muss gemeldet und genau dokumentiert werden. Beginnt der Hanf zu blühen, muss dies ebenfalls gemeldet werden. Dann wird von der BLE eine Probe entnommen, um den THC-Gehalt zu bestimmen. Dieser darf nicht über 0,2 % liegen. Erst, wenn die BLE ihr OK erteilt hat, darf der Nutzhanf geerntet und weiter verwendet werden. Aufgrund dieser Umstände ist es für ein Hanf-Startup wichtig, einen verlässlichen Partner in Bezug auf den Anbau zu finden, da die wenigsten wahrscheinlich selbst über einen landwirtschaftlichen Betrieb verfügen.

Hanf steht wie kaum ein anderes Produkt für ökologisch wertvoll und nachhaltig, diese Ideologie fließt auch meistens ins Geschäftsmodell mit ein. CBD-Öl ist ein reines Naturprodukt, ebenso wie Hanfsamen oder Hanföl. Auch die Naturkosmetik mit Hanf verzichtet auf künstliche Farb-, Duft- und Konservierungsstoffe. Manche Shops setzen auch auf CBD-Tee oder CBD-Honig, auch bei letzterem ist die Kooperation mit einem Bio-Imker wieder von Bedeutung.
Fest steht, dass die Akzeptanz für Hanfprodukte in der Bevölkerung zunehmend steigt, und CBD-Shops und „Hanffachgeschäfte“ das Schmuddel-Image längst verloren haben. Der Verkauf von Blüten und somit auch von Tee ist zwar nach wie vor ein gesetzlicher Streitpunkt, der nicht wirklich genau geregelt ist, hier gilt es wohl, eine einheitliche Rechtssprechung abzuwarten.

Hanfinformationen
Hanfpflänzchen

Hanf Startup als Franchisepartner

Wem es zu riskant oder zu kompliziert ist, selbst einen kompletten Businessplan für sein Startup zu überlegen, kann sich überlegen, ob er lieber in ein bestehendes Geschäftsmodell als Franchisepartner einsteigt. Der Vorteil bei diesem Modell ist ganz klar, dass du dir nicht selbst den Kopf über die gesetzlichen Rahmenbedingungen (wg. Legalisierung) zerbrechen musst, die Marke schon Einzug am Markt gehalten hat und du auf Rat und Erfahrung deiner Franchisepartner zurückgreifen kannst. Selbst kreativ werden und eigene Ideen einzubringen, ist hingegen bei diesem Geschäftsmodell etwas schwieriger.

Falls du also aufgrund der Corona-Krise oder aus anderen Gründen auf der Suche nach einer neuen Herausforderung bist und du dich für das vielseitige Naturprodukt Hanf interessierst, ist eine Existenzgründung auf diesem Sektor durchaus überlegenswert. Auch wenn ein Geschäftslokal momentan vielleicht noch kein Thema ist, der Online-Handel boomt auf jeden Fall. Und womit? Mit Recht!

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Autor: Tanne Nordmann
Fotos: Uwe von Frankenwald Hanf und Michael von Metaller.de (Hanfwanderung 03.10.2020)

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