Gemeinsames Grillen gehört vor allem für Grillliebhaber zum beliebten Zeitvertreib während der Sommermonate. Der Smoker ermöglicht langsames Garen, sodass das Fleisch äußerst zart und schmackhaft wird. Besonders beliebt ist Pulled Pork aus dem Smoker. Aufgrund seiner langen Zubereitungszeit muss das spezielle Schweinefleisch über mehrere Stunden hinweg in den Smoker gelegt werden. Anschließend bietet es sich als perfekte Burgerfüllung oder zum Verzehr mit einer passenden Soße an.

Was ist Pulled Pork?

Was ist Pulled Pork?

Was ist Pulled Pork?

Pulled Pork, wortwörtlich übersetzt „gerupftes Schwein“, ist ein typisches Gericht des American Barbecue und darf in den USA bei keinem Grillen fehlen. Gleich wie Spareribs und Beef Brisket wird Pulled Pork nicht direkt auf den Grill gelegt und binnen weniger Minuten zubereitet. Um schmackhaftes, zartes Pulled Pork zu erhalten, wird die sogenannte „low & slow“ Zubereitungsmethode angewandt. Das Schweinefleisch wird langsam bei einer konstanten, niedrigen Temperatur über einen längeren Zeitraum hinweg in den Smoker gelegt, bis es gar ist. Die Temperatur befindet sich meist im Fenster von 100 bis 120 C°. Durchschnittlich gart Pulled Pork zwischen 10 und 15 Stunden, wodurch viele Grillmeister das Gericht schon am Vortag des Barbecues zubereiten beginnen.

Damit das Pulled Pork gelingt, muss ein passendes Stück Fleisch ausgesucht werden. Grundsätzlich wird entweder Schweinenacken oder Schweineschulter für das Smoker-Gericht verwendet. Schweinenacken ist zudem mit oder ohne Knochen erhältlich, wobei kaum geschmackliche Unterschiede existieren. Sowohl Schweinenacken wie Schweineschulter benötigen dieselbe Garzeit im Smoker und werden anschließend für kurze Zeit auf den Grill gelegt. Erst wenn das Fleisch fertig gegrillt ist, wird es gerupft bzw. das „pull“ durchgeführt. Das Fleisch ist aufgrund seiner langen Garzeit äußerst zart. Dadurch lässt es sich mit Gabeln in kleine Stücke zupfen und entweder weiterzubereiten oder so essen. Wie hochwertiger das Fleisch letztendlich ist, desto besser gelingt ein schmackhaftes Pulled Pork.

Zudem werden pro Grillvorgang ca. 2,5 bis 3 kg Fleisch benötigt. Während der Garzeit verliert das Fleisch durchschnittlich zwischen 30 und 40 Prozent seines Gewichtes, sodass bei einer zu geringen Fleischmasse die Gefahr besteht, ein nur kleines Ergebnis zu erhalten. Empfohlen wird, nicht weniger als 2 kg Fleisch auf den Grill zu legen, da das Grillgut ab diesem Gewicht noch saftig bleibt.

Klassische Rezepte von Pulled Pork sehen vor, dass das Fleisch als Abschluss mit einer Barbecue-Soße vermischt wird. Fertigsoße sorgt häufig dafür, dass der Eigengeschmack des Fleisches nicht zur Geltung kommt. Aus diesem Grund wird sie von wahren Grillmeistern nicht eingesetzt. Selbst gemachte BBQ-Sauce sollte dennoch ebenfalls nur dezent benutzt werden, damit das Fleisch deutlich hervorsticht.

Pulled Pork richtig im Smoker zubereiten

Pulled Pork im Smoker zubereiten

Pulled Pork im Smoker zubereiten

Perfektes Grilled Pork wird stets in fünf Schritten zubereitet. Um Pulled Pork im Smoker richtig zuzubereiten, wird nicht nur hochwertiges Fleisch benötigt. Ausschlaggebend ist ein guter Smoker. Alternativ eignet sich ein Kugelgrill, welcher auf einen „long job“ beim Grillen entsprechend vorbereitet ist. Da die Garzeit zwischen 10 und 15 Stunden oder gar länger betragen kann, muss das Grillgerät dieser Belastung standhalten. Auch Zeit spielt bei Pulled Pork eine wichtige Rolle. Neben der Garzeit sollte das Fleisch ungefähr 12 Stunden in der Marinade liegen, bevor es auf den Grill gelegt wird. Gute Holzkohle-Briketts unterstützen den Garvorgang wesentlich und tragen zum Geschmack des Grillguts bei. Ein Grillthermometer sorgt zudem dafür, dass das Fleisch stets bei der passenden Temperatur gegart wird.

Noch bevor der Smoker angeheizt wird, wird das Fleisch in die Marinade gelegt. Am besten wird das Fleisch am Tag vor dem Grillen mariniert und über Nacht eingelegt, damit die Marinierzeit von 12 Stunden eingehalten werden kann. Ungefähr eine Stunde vor Grillbeginn wird der Smoker vorbereitet und auf eine Temperatur von rund 100 C° aufgeheizt. Manche Grillmeister bevorzugen eine Grilltemperatur von ungefähr 85 bis 95 C°. Das Fleisch wird für den Zeitraum von mindestens 10 Stunden auf den Grill gelegt. Häufig wird Pulled Pork im Zeitraum von 14 bis 16 gegart, da das Fleisch nach diesem Zeitraum erst richtig zart wird. Nach ungefähr 10 Stunden Grillzeit sollte die Grillkohle gegebenenfalls ersetzt und die Wasserpfanne neu befüllt werden. Nach der Grill- und Garzeit kann das Fleisch sofort heiß gezupft und weiterverarbeitet werden.

Pulled Pork im Burger

Pulled Pork im Burger

Pulled Pork im Burger

Pulled Pork lässt sich nach dem erfolgreichen Garen und anschließenden Vermengen mit einer guten Soße als typisches Grillgericht essen. Dennoch eignen sich die kleinen, zarten Fleischstückchen hervorragend für eine Weiterverarbeitung. Häufig wird Pulled Pork als Burgerbelag verwendet und bildet somit eine gute Alternative zum herkömmlichen Patty. Um einen Pulled Pork Burger zuzubereiten, sollte das Fleisch zunächst richtig gegart und zerrupft werden. Allerdings wird die Barbecue-Soße nicht mit dem Fleisch vermengt. Vielmehr findet die Soße als Belag Verwendung. Das perfekte Pulled Pork Burgerrezept existiert hierbei nicht, da jeder Burgerliebhaber die Burgervariante anders zubereitet. Dennoch gehört zu einem guten Pulled Pork Burger zartes Pulled Pork Fleisch, eine dazu passende BBQ-Sauce sowie ein Burgerbrötchen nach Wahl. Wer möchte, kann sich Coleslaw- oder Krautsalat zubereiten und dieses mit dem Pulled Pork in den Burger geben. Ebenso ist es möglich, einen klassischen Burger mit Salat und Käse zu kreieren und das Burger Patty einfach mit dem Pulled Pork zu ersetzen. Auch Gemüse und anderer Burgerbelag sind bei einem Pulled Pork Burger möglich, da der Kreativität beim Burger Erstellen keine Grenzen gesetzt werden.

Pulled Pork im Grill zubereiten

Pulled Pork im Backofen

Pulled Pork im Backofen

Der Smoker sorgt dafür, dass das Pulled Pork das typische Räucheraroma erhält. Ist kein Smoker vorhanden, kann das Grillgericht auch auf dem Gasgrill (auf https://gasgrill-testportal.de/ findet man übrigens einige Gasgrills im Vergleich) zubereitet werden. Entscheidend für die Zubereitung am Gasgrill ist der Brenner. Verfügt der Gasgrill über drei Brenner, lässt sich mit diesen eine sogenannte indirekte Zone hergestellt werden. Bei dieser wird lediglich der rechte und linke Brenner angezündet. Der mittlere Brenner bleibt aus. Bei nur einem Brenner kann eine indirekte Zone erzeugt werden, wenn das Grillgut einen Abstand von mindestens 5 Zentimetern vom Grillrost aufweist. Somit darf das Schweinefleisch bei Gasgrills mit nur einem Brenner nie direkt auf der Grillfläche platziert werden.

Gleich wie im Smoker muss das Schweinefleisch für die Zubereitung am Gasgrill einen Tag vorher mariniert werden. Für die Grillvorbereitungen muss die Gasflasche angeschlossen werden. Die Brenner werden dabei nur auf der niedrigsten Stufe entzündet. Das Fleisch wird danach in die Kernzone des Grills gelegt, sodass die Temperatur von beiden Seiten das Grillgut beständig erhitzt und gart. Das Grillthermometer ist für die Zubereitung von Pulled Pork unabdingbar. Mit ihm wird regelmäßig in der indirekten Zone gemessen. Die Zieltemperatur sollte dabei stets zwischen 110 C° und 130 C° betragen. Liegt die Zieltemperatur nach 30 Minuten nicht in diesem Bereich, können die Brenner etwas höher eingestellt werden. Damit das Fleisch schön zart wird, sollte das Pulled Pork vom Gasgrill rund 12 Stunden garen, bevor es anschließend vom Grill genommen wird und mindestens 1,5 Stunden ruhen muss. Erst danach lässt sich das Fleisch mit Gabeln zerrupfen und mit Soße vermengen. Anders als beim Garen mit dem Smoker besitzt das Pulled Pork vom Gasgrill keinen typischen Räuchergeschmack. Dieser lässt sich allerdings leicht mit einer Räucherbox oder Räucherchips herstellen.

Pulled Pork im Backofen zubereiten

Ist kein Smoker oder Grill verfügbar, kann Pulled Pork ebenfalls im Backofen zubereitet werden. Hierzu werden ungefähr 1 kg Schweinefleisch und eine passende Marinade benötigt. Das Fleisch wird für rund 3 Stunden mariniert und danach in einem Bräter im Kühlschrank gelegt. Danach wird der Backofen vorgeheizt. Bei einem E-Herd wird eine Temperatur 120 C° benötigt. Bei einem Gasherd reicht eine Temperatur von 100 C°. Damit das Fleisch richtig zart wird, wird das Fleisch für ungefähr 6 Stunden gegart. Der Bräter wird dabei geöffnet in den Grill getan. Nach 6 Stunden Garzeit kann das Fleisch aus dem Ofen genommen werden. Anschließend rastet das Fleisch etwas, bis es leicht abkühlt, und mit den Gabeln gezupft wird. Das zerrupfte Fleisch wird abschließend mit einer Barbecue-Soße vermischt und serviert.

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Autor: M. C. Axt


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