Ein Pizzaofen mit Schamottsteinen gehört für viele Gartenbesitzer inzwischen fast schon zur Grundausstattung. Frische Pizza, knuspriger Flammkuchen oder selbst gebackenes Brot schmecken aus einem holzbefeuerten Ofen deutlich intensiver als aus dem normalen Küchenbackofen. Vor allem bei Gartenpartys, Familienfeiern oder langen Sommerabenden wird ein eigener Steinofen schnell zum Mittelpunkt.
Pizzaofen mit Schamottsteinen selber bauen: Anleitung, Tipps und Kosten
Wenn du genügend Platz im Garten hast und gerne selbst Hand anlegst, kannst du einen Pizzaofen mit Schamottsteinen selbst bauen. Das klingt zunächst kompliziert, ist mit etwas Planung und handwerklichem Geschick aber durchaus machbar. Wichtig sind ein stabiles Fundament, hitzebeständige Materialien und eine gute Isolierung.
Wer keine Zeit oder keinen geeigneten Platz hat, kann sich alternativ einen gastronomietauglichen Pizzaofen kaufen. In einigen Fällen ist ein fertiges Modell sogar günstiger als der Eigenbau. Trotzdem bietet ein selbst gebauter Ofen viele Vorteile. Du kannst ihn optisch perfekt an Garten, Terrasse oder Outdoor-Küche anpassen und genau so gestalten, wie du ihn später nutzen möchtest.
Besonders beliebt sind Schamottsteine. Sie speichern die Wärme hervorragend, sind sehr widerstandsfähig und sorgen für die typisch knusprige Pizza wie aus einer italienischen Pizzeria.
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Warum ein Pizzaofen mit Schamottsteinen die beste Wahl ist
Ein Pizzaofen mit Schamottsteinen unterscheidet sich deutlich von einem einfachen Grill oder einem Backofen. Der entscheidende Vorteil liegt in der extrem hohen und gleichmäßigen Hitze. Während ein normaler Backofen oft nur 250 Grad Celsius erreicht, arbeitet ein Pizzaofen meist mit 350 bis 450 Grad Celsius.
Dadurch wird die Pizza in wenigen Minuten fertig. Der Teig bleibt innen luftig, der Rand wird knusprig und der Belag trocknet nicht aus.
- Hitzebeständig bis rund 1.000 Grad Celsius
- Sehr gute Wärmespeicherung
- Sorgt für gleichmäßige Backtemperatur
- Ideal für Pizza, Brot, Flammkuchen und Aufläufe
- In Baumärkten und Ofenfachgeschäften leicht erhältlich
Schamottsteine bestehen aus feuerfestem Ton und werden bereits seit Jahrzehnten im Ofenbau eingesetzt. Sie nehmen die Hitze des Feuers auf und geben sie langsam und gleichmäßig wieder ab. Genau deshalb gelingt Pizza auf Schamott deutlich besser als auf Metall oder einfachem Stein.
Frisch zubereitete Pizza schmeckt aus einem solchen Ofen besonders aromatisch und erhält das typische Steinofen-Aroma.
Was ist passiert? Warum steigt die Nachfrage nach Pizzaöfen?
In den vergangenen Jahren sind Pizzaöfen für den Garten deutlich beliebter geworden. Outdoor-Küchen, Grillplätze und selbst gebaute Feuerstellen erleben seit einiger Zeit einen regelrechten Boom. Besonders seit viele Menschen mehr Zeit zuhause verbringen und den eigenen Garten stärker nutzen, steigt das Interesse an selbst gebauten Pizzaöfen.
Der Trend wird zusätzlich durch soziale Netzwerke, YouTube-Videos und Heimwerkerportale verstärkt. Dort zeigen immer mehr Menschen, wie sie ihren Pizzaofen mit Schamottsteinen selbst bauen.
- Pizza und Brot im Steinofen deutlich besser schmecken
- der Ofen als Treffpunkt bei Feiern dient
- selbst gebaute Öfen oft günstiger sind als hochwertige Fertigmodelle
- ein gemauerter Ofen den Garten optisch aufwertet
Für wen lohnt sich ein Pizzaofen mit Schamottsteinen?
Ein selbst gebauter Pizzaofen lohnt sich vor allem für Menschen, die regelmäßig grillen, gerne Gäste einladen oder viel Zeit im Garten verbringen.
Besonders geeignet ist ein solcher Ofen für:
- Familien mit Garten oder großer Terrasse
- Hobbygriller und BBQ-Fans
- Menschen, die gerne Pizza, Brot oder Flammkuchen backen
- Besitzer einer Outdoor-Küche
- Heimwerker mit etwas handwerklicher Erfahrung
Wenn du nur gelegentlich eine Pizza backen möchtest, reicht oft auch ein kleiner Pizzaaufsatz oder ein mobiler Gas-Pizzaofen. Einen ausführlichen Überblick dazu findest du im Fachartikel zur Pizzabox für die Feuerplatte.
Welche Materialien brauchst du?
Für einen Pizzaofen mit Schamottsteinen benötigst du deutlich weniger Materialien, als viele zunächst denken. Die meisten Bauteile bekommst du im Baumarkt oder im Baustoffhandel.
Benötigte Materialien
- Schamottsteine
- Feuerfester Mörtel oder Schamottemörtel
- Beton oder Estrich für das Fundament
- Kies oder Schotter
- Gasbetonsteine, Ytong oder Ziegel für den Sockel
- Dachpappe als Feuchtigkeitssperre
- Edelstahl-Ofenrohr
- Dämmmaterial, zum Beispiel Kalziumsilikatplatten
- Metalltür oder gusseiserne Ofentür
- Verputzmaterial für den Außenbereich
- Fundament und Beton: etwa 80 bis 150 Euro
- Schamottsteine: etwa 100 bis 250 Euro
- Ytong oder Ziegel: etwa 80 bis 120 Euro
- Ofenrohr und Tür: etwa 100 bis 250 Euro
- Mörtel, Dämmung und Putz: etwa 80 bis 150 Euro
Insgesamt musst du je nach Größe und Ausstattung meist mit 400 bis 900 Euro rechnen.
1. Den richtigen Standort auswählen
Bevor du mit dem Bau beginnst, solltest du den Standort sorgfältig planen. Ein Pizzaofen mit Schamottsteinen wird sehr heiß und benötigt ausreichend Abstand zu brennbaren Materialien.
Ideal ist ein Platz mit mindestens zwei mal zwei Metern Fläche. Der Untergrund sollte stabil, eben und gut zugänglich sein.
Achte besonders auf:
- Ausreichend Abstand zu Hecken, Holzzäunen und Gartenhäusern
- Kein direkter Standort unter Bäumen oder Markisen
- Gute Erreichbarkeit von Terrasse und Sitzplatz
- Berücksichtigung des Rauchabzugs
Aus rechtlicher Sicht solltest du auch die örtlichen Brandschutzvorschriften beachten. In manchen Gemeinden gelten Mindestabstände zum Nachbargrundstück. Falls du unsicher bist, kann der zuständige Schornsteinfeger oder das Bauamt weiterhelfen.
Rechtliche Einordnung
Ein kleiner Pizzaofen im Garten ist in Deutschland in vielen Fällen genehmigungsfrei. Trotzdem gibt es Ausnahmen. Vor allem bei größeren gemauerten Anlagen können regionale Vorschriften gelten.
Relevant sind vor allem:
- Landesbauordnung des jeweiligen Bundeslandes
- Abstand zum Nachbargrundstück
- Brandschutzvorgaben
- Rauchentwicklung und mögliche Belästigung
Wenn dein Ofen sehr groß wird oder fest mit einem Schornstein verbunden ist, solltest du vorher beim Bauamt nachfragen.
2. Fundament und Bodenplatte anlegen
Ein stabiler Pizzaofen benötigt immer ein solides Fundament. Schamottsteine, Mauerwerk und Beton bringen schnell mehrere hundert Kilogramm auf die Waage.
Dazu hebst du zunächst eine etwa 15 bis 20 Zentimeter tiefe Fläche aus. Anschließend wird die Grube mit Schotter oder Kies gefüllt und gut verdichtet.
Danach folgt eine Schalung aus Holz, in die der Beton gegossen wird.

Die Bodenplatte sollte mindestens fünf Tage trocknen, bevor du weiterarbeitest. Je nach Wetter können auch sieben Tage sinnvoll sein.
3. Sockel und Unterbau mauern
Auf das Fundament folgt der Unterbau. Dieser dient später als tragender Sockel für die eigentliche Backfläche.
Besonders beliebt sind Ytong- oder Gasbetonsteine. Sie lassen sich leicht zuschneiden, sind preiswert und einfach zu verarbeiten.
Zwischen Fundament und Unterbau solltest du eine Lage Dachpappe legen. Dadurch steigt später keine Feuchtigkeit aus dem Boden in den Ofen auf.
Die ideale Arbeitshöhe liegt meist bei 90 bis 110 Zentimetern. So kannst du die Pizza bequem einschieben und wieder herausnehmen.
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4. Backfläche mit Schamottsteinen aufbauen
Jetzt kommt der wichtigste Teil des gesamten Projekts. Die eigentliche Backfläche wird mit Schamottsteinen ausgelegt.
Dabei sollten die Steine möglichst eben liegen. Große Unebenheiten würden später dazu führen, dass der Pizzaschieber hängen bleibt.
Verwende ausschließlich feuerfesten Mörtel. Normaler Fliesenkleber oder herkömmlicher Zement hält die hohen Temperaturen nicht dauerhaft aus.
Die Backfläche sollte je nach Größe des Ofens etwa 60 bis 90 Zentimeter breit sein.

5. Brennraum und Kuppel bauen
Der Brennraum ist das Herzstück des Pizzaofens. Hier entsteht die Hitze, die später in den Schamottsteinen gespeichert wird.
Die klassische Form ist eine Kuppel. Sie sorgt dafür, dass sich die Hitze gleichmäßig verteilt.
Für die Form der Kuppel gibt es verschiedene Möglichkeiten:
- Sandform als Negativmodell
- Holzschalung
- Drahtgestell mit Dämmplatten
- Fertiges Bauset für Pizzaöfen
Gerade für Anfänger ist ein fertiges Bauset oft die einfachste Lösung. Damit sparst du Zeit und vermeidest Fehler.
Nach dem Formen wird die Kuppel mit feuerfestem Beton oder Schamottemörtel verstärkt.
6. Kamin und Rauchabzug einbauen
Damit Rauch und Hitze richtig abziehen, benötigt der Pizzaofen ein Ofenrohr. Dieses sollte möglichst im oberen Bereich des Brennraums sitzen.
Ideal ist ein Edelstahlrohr mit 15 Zentimetern Durchmesser und etwa einem Meter Länge.
Wenn du den Ofen später auch zum Brotbacken nutzen möchtest, solltest du eine verschließbare Klappe oder Drossel im Kamin einbauen. Dadurch bleibt die Wärme nach dem Erlöschen des Feuers länger im Ofen.
7. Den Pizzaofen wetterfest gestalten
Ein Pizzaofen mit Schamottsteinen steht meist ganzjährig im Freien. Deshalb solltest du ihn gegen Regen, Frost und Feuchtigkeit schützen.
Dafür eignet sich ein wetterfester Außenputz. Alternativ kannst du den Ofen mit Klinkersteinen, Naturstein oder Putz gestalten.

Beginne mit mehreren kleinen Probeheizungen über einige Tage.
8. Tür und Temperaturkontrolle
Viele Besitzer möchten ihren Pizzaofen nicht nur für Pizza, sondern auch für Brot, Braten oder Aufläufe nutzen. Dafür ist eine Ofentür sinnvoll.
Am besten eignet sich eine massive gusseiserne oder Edelstahl-Tür mit Thermometer.
Sie bietet mehrere Vorteile:
- Bessere Temperaturkontrolle
- Weniger Wärmeverlust
- Geeignet für Brot und Braten
- Mehr Sicherheit
Pizzaofen mit Schamottsteinen richtig anheizen
Ein häufiger Fehler ist falsches Anheizen. Für eine perfekte Pizza reicht es nicht, einfach Holz in den Ofen zu werfen.
Verwende trockenes Hartholz, zum Beispiel Buche oder Eiche. Diese Holzarten erzeugen viel Hitze und wenig Rauch.
Der Ofen sollte etwa 45 bis 60 Minuten vorheizen. Erst wenn die Schamottsteine richtig heiß sind, gelingt die Pizza optimal.
Die ideale Temperatur liegt zwischen 350 und 450 Grad Celsius.
Welche Holzarten sind geeignet?
- Buche
- Eiche
- Esche
- Obstholz wie Apfel oder Kirsche
Harzige Hölzer wie Fichte oder Kiefer solltest du vermeiden. Sie verursachen mehr Ruß und können unangenehme Gerüche entwickeln.
Was kannst du außer Pizza noch im Ofen zubereiten?
Ein Pizzaofen mit Schamottsteinen ist deutlich vielseitiger, als viele denken.
Du kannst darin unter anderem:
- Brot backen
- Flammkuchen zubereiten
- Lasagne oder Aufläufe garen
- Gemüse rösten
- Fleisch langsam schmoren
- Desserts wie Ofenäpfel oder Crumble zubereiten
Auf der Feuerplatte von Grillrost.com habe ich bereits Tomahawk Steak und Galbi (Korean Short Ribs) gegrillt. Im Monolith dagegen kannst du leckeres Pulled Pork, Pastrami, Coffee and Bourbon Ribs, geräucherte Wassermelone, Spare Ribs mit Colamarinade und Lammkeule mit Kräutermarinade zubereiten. Im Dutch Oven habe ich sogar im Erdofen Beef Brisket butterweich gegart. Dein edles Fleisch bekommst du zum Beipiel von Yourbeef, Metzgerei Gränitz, Click and Grill, Büffel Bill, Send-a-fish, Kreutzers, Hof am Meer oder vom Rodenäser Weiderind. Verfeinern kannst du es mit edlem Salz und Pastramisets. Deinen Grill und das Grillzubehör kannst du bei 360° BBQ erwerben.
Vor- und Nachteile eines selbst gebauten Pizzaofens
Vorteile
- Perfekte Pizza durch hohe Temperaturen
- Individuelle Gestaltung möglich
- Lange Lebensdauer
- Auch für Brot und andere Gerichte geeignet
- Optischer Blickfang im Garten
Nachteile
- Relativ hoher Bauaufwand
- Mehrere Tage bis Wochen Bauzeit
- Gewisser Platzbedarf notwendig
- Höhere Anschaffungskosten als einfache Pizzaaufsätze
- Brandschutz und Genehmigungen beachten
Medizinische und gesundheitliche Grenzen
Auch wenn ein Pizzaofen mit Schamottsteinen viele Vorteile bietet, solltest du einige gesundheitliche Aspekte beachten. Durch Rauch und offene Flammen entsteht Feinstaub. Deshalb sollte der Ofen immer im Freien betrieben werden.
Verwende nur trockenes, unbehandeltes Holz. Lackiertes oder imprägniertes Holz kann gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen.
Außerdem solltest du Kinder niemals unbeaufsichtigt in die Nähe des heißen Ofens lassen. Die Außenseite kann sich stark erhitzen und schwere Verbrennungen verursachen.
Zusammenfassung: Lohnt sich ein Pizzaofen mit Schamottsteinen?
Ein Pizzaofen mit Schamottsteinen ist eine hervorragende Möglichkeit, Pizza, Brot und viele weitere Gerichte auf besonders aromatische Weise zuzubereiten. Mit etwas handwerklichem Geschick kannst du dir einen langlebigen und individuellen Ofen bauen, der nicht nur praktisch ist, sondern auch optisch viel hermacht.
Wichtig sind ein guter Standort, ein stabiles Fundament, hochwertige Schamottsteine und ausreichend Zeit für den Bau und das Trocknen. Wer sauber arbeitet und auf feuerfeste Materialien achtet, wird viele Jahre Freude an seinem Pizzaofen haben.
Gerade für Gartenpartys, Familienfeiern und gemütliche Abende ist ein selbst gebauter Pizzaofen mit Schamottsteinen eine Investition, die sich langfristig lohnt.
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Autor und Bild: Canna-Chad Gregor Paul Thiele
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